- 10.03.2017, 12:19:49
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Grüne Wirtschaft zur Wirtschaftskammerreform: Weiter Maßnahmen zur Entlastung der Kleinunternehmen notwendig. Demokratisierung offen.
Jungwirth: Weitere Verschlankung der Kammerstrukturen möglich durch Abschaffung der Fachgruppen. Einheitsgewerbeschein für alle freien Gewerbe und Demokratisierung offen.
Utl.: Jungwirth: Weitere Verschlankung der Kammerstrukturen möglich
durch Abschaffung der Fachgruppen. Einheitsgewerbeschein für
alle freien Gewerbe und Demokratisierung offen. =
Wien (OTS) - Die heute von Wirtschaftskammerpräsident Leitl
präsentierten Vorschläge zur Kammerreform zielen insbesondere auf
eine Absenkung der Kammerumlage 1 und 2 ab. Dabei werden vor allem
größere Betriebe entlastet, wobei insbesondere die Absenkung der KU2,
die sich bei den lohnbezogenen Abgaben auswirkt, tatsächlich ein sehr
wichtiger Schritt ist.
Auch das angekündigte Entfallen von Mehrfachmitgliedschaften in der
gleichen Fachorganisation wird von der Grünen Wirtschaft begrüßt.
„Dennoch wäre hier mehr möglich gewesen, wenn es im Zuge der
Gewerbeordnungsnovelle zu einem „Einheitsgewerbeschein“ für alle
freien Gewerbe gekommen wäre. Die vom ÖVP-Wirtschaftsbund dominierte
Wirtschaftskammer hat dies aber verhindert. Gerade diese Maßnahme
erscheint uns aber für die Ein-Personen- und Kleinunternehmen als
besonders wichtig und wir werden weiterhin auf dieser Forderung
beharren.“, sagt Sabine Jungwirth, selbst Unternehmerin und
Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft.
Ein wirklich großer Wurf in Sachen Wirtschaftskammerreform wäre
außerdem noch viel weiter gegangen. „Eine echte Verschlankung der
aufgeblähten Kammerstruktur würde durch die Abschaffung der
Fachgruppen und ausschließlicher Vertretung der Brancheninteressen
auf Fachverbandsebene erzielt werden. Damit könnte außerdem die
Einführung eines österreichweit gültigen Gewerbescheines erzielt
werden und somit ein weiterer Schritt zur Entlastung bei den
Grundumlagen gesetzt werden.“ so Jungwirth weiter.
Bei der Wahlrechtsreform ist nach langwierigen Verhandlungen zwischen
den Wählergruppen am Ende nicht viel übrig geblieben. Dass es nun
endlich das aktive und passive Wahlrecht für alle
Wirtschaftskammermitglieder geben soll – eine langjährige Forderung
der Grünen Wirtschaft – ist erfreulich. Sabine Jungwirth dazu: „Es
war nie nachvollziehbar, wie es möglich sein kann jemanden zur
Zwangsmitgliedschaft zur verpflichten, aber vom passiven Wahlrecht
auszuschließen. Das war schlichtweg undemokratisch. Eine echte
Demokratisierung der WKO würde aber weiter gehen müssen. Wir fordern
mehr Transparenz, eine Entbürokratisierung des Wahlrechts und eine
Direktwahl für die politischen Gremien, die Wirtschaftsparlamente.“
Die von Seiten der Grünen Wirtschaft bereits im Wahlkampf zur
Wirtschaftskammerwahl 2015 eingebrachten Forderungen finden Sie auf
der Website:
http://www.gruenewirtschaft.at/site/themen/kammerreform/article/248.h
tml
http://www.gruenewirtschaft.at/site/themen/kammerreform/article/399.h
tml
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