• 08.03.2017, 22:00:01
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  • OTS0258

Neues Volksblatt: "Keine Zeit" von Markus EBERT

Ausgabe vom 9. März 2017

Utl.: Ausgabe vom 9. März 2017 =

Linz (OTS) - Der Start hätte besser nicht sein können. Obwohl —
abgesehen von der Mitgliedschaft im Bund der sozialdemokratischen
Akademiker — sie keine sonderliche parteipolitische Punzierung hat,
wurde die neue Gesundheits- und Frauenministerin in der eigenen
Partei geradezu euphorisch begrüßt (und auch sonst recht wohlwollend
empfangen). Die innerparteilich ein wenig an den Rand geschobene
Ex-Schulministerin Gabriele Heinisch-Hosek etwa begrüßte in ihrer
Funktion als SPÖ-Frauenchefin die neue Ministerin „in unserer Mitte“.
Und Erich Foglar, dessen ÖGB diesmal bei der Ministerbestellung
offenbar wenig mitzureden hatte — immerhin kam Sabine Oberhauser
ebenso aus dem ÖGB wie ihr Amtsvorgänger Alois Stöger —, pries sich
als „verlässlicher Partner“ an.
Zweiter Startvorteil: Am Internationalen Frauentag als
Frauenministerin antreten zu können, ist gleichsam ein aufgelegter
Elfmeter.
Freilich: Auch wenn sie verspricht, sich jeden Tag „für die
Verbesserung der Situation der Frauen“ einzusetzen, wird die neue
Ministerin vorerst einmal ihr ganzes gesundheitspolitisches Know-how
in die Schlacht werfen müssen. Der ohnehin hochsensible
Gesundheitsbereich ist in Zeiten von Ärztekammer-Wahlen noch etwas
schwerer zu handhaben, das Thema Primärversorgung braucht zudem
einmal einen Abschluss. Zeit für langes Einarbeiten ist jedenfalls
nicht vorhanden.

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