• 08.03.2017, 12:37:34
  • /
  • OTS0175

ITB: Digitale Transformation beschäftigt auch Tourismus

WKÖ-Nocker-Schwarzenbacher und ÖW-Stolba: Österreichs Tourismus feiert 2016 Nächtigungsrekord und baut Österreich baut Marktanteil in Deutschland aus

Pressegespräch auf der ITB

Utl.: WKÖ-Nocker-Schwarzenbacher und ÖW-Stolba: Österreichs
Tourismus feiert 2016 Nächtigungsrekord und baut Österreich
baut Marktanteil in Deutschland aus =

Berlin (OTS) - Die österreichische Tourismuswirtschaft blickt auf ein
erfolgreiches Jahr 2016 zurück, das mit neuen Höchstwerten aufwartet.
So wurde erstmals die Grenze der im Regierungsprogramm für 2018
angestrebten 140 Millionen Nächtigungen übersprungen (insgesamt 140,9
Mio., + 4,2% gegenüber 2015). Auch die Zahl der Gäste konnte um rund
5% auf 41,5 Mio. gesteigert werden. Nicht zuletzt aufgrund der
geopolitischen Lage gab es eine besonders starke Nachfrage aus
traditionellen Herkunftsmärkten.

„Mit einem Plus von 2,5 Mio. Nächtigungen bzw. 4,9% allein aus
Deutschland, ist es unseren Betrieben gelungen, den größten Zuwachs
seit mehr als 25 Jahren einzufahren“, kommentiert Petra
Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und
Freizeitwirtschaft in der WKÖ, beim gemeinsamen Pressegespräch mit
ÖW-Geschäftsführerin Dr. Petra Stolba auf der ITB in Berlin, das
Tourismusjahr 2016. Die Stärke Deutschlands und anderer Nahmärkte im
Vorjahr dürfe aber nicht zu einem Strategiewechsel und Rückzug auf
Nahmärkte führen, so Stolba und Nocker-Schwarzenbacher: „Die Länder
mit dem mittel- und langfristig stärksten Wachstumspotenzial müssen
weiter bearbeitet werden. Internationalisierung ist und bleibt Gebot
der Stunde.“

Urlaubsland Österreich baut Marktanteil in Deutschland aus

„Dennoch ist und bleibt Deutschland mit 52,7 Millionen Nächtigungen
und einem Anteil von 37% an den Gesamtnächtigungen unser wichtigster
Herkunftsmarkt“, betont Nocker-Schwarzenbacher. Dies beweisen auch
die heute auf ITB veröffentlichten Ergebnisse der Deutschen
Reiseanalyse: Im Ranking der beliebtesten Reiseziele für 5+Tage
Reisen liegt Österreich hinter Deutschland, Spanien, Italien und der
Türkei auf Platz 5; ohne die in Deutschland lebenden Ausländer sogar
ex aequo mit der Türkei auf Platz 4.
„Bei den Kurzeisen konnte Österreich seine Spitzenposition an erster
Stelle der Auslandsdestinationen sogar weiter ausbauen. Hier ist es
gelungen, den Marktanteil von 3,8% auf 4,6% zu steigern“, analysiert
Nocker-Schwarzenbacher. „Dem generellen Trend zu mehr Kurzreisen sind
wir auch in der Kommunikation mit den passenden Angeboten begegnet.
Neben einer ganzjährigen Kurzurlaubskampagne haben wir im Winter 2016
zusätzlich auf das Thema Winterzauber gesetzt und gezielt potenzielle
Urlauber angesprochen, die Genuss und Erholung abseits des
Wintersports suchen“, erklärt ÖW-Chefin Stolba.

Das Interesse an Urlaub in Österreich ist neuerlich gestiegen und
liegt aktuell bei 31% der deutschsprachigen Bevölkerung (ab 14
Jahren). Die Detailbetrachtung der Österreich-Interessenten zeigt
einen Anstieg der „ziemlich sicher“-Planenden, was auf einen weiteren
realen Zuwachs der deutschen Gäste innerhalb der nächsten Jahre
hindeutet.

Erweiterung der Finanzierungs- bzw. Fördermöglichkeiten für
Betriebe

Die Bundesregierung unterstützt die Tourismusbetriebe über die
Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT). „40 Mio. Euro werden
Tourismus-KMUs durch die neue Investitionszuwachsprämie 2017/18 zur
Verfügung gestellt, diese werden ein Investitionsvolumen von 900 Mio.
Euro/Jahr auslösen. Große Tourismusunternehmen werden mit rund 10
Mio. Euro unterstützt, das wird ein Investitionsvolumen von 100 Mio.
Euro auslösen.
Für 2017 stehen darüber hinaus Kredite von insgesamt 215 Mio. Euro,
Haftungen in Höhe von 60 Mio. Euro und Zuschuss-Förderungen von 6
Mio. Euro. zur Verfügung“, so Wolfgang Kleemann, Direktor der
Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT). Weiters wurde eine
Ausweitung des ÖHT-Haftungsrahmens von 250 Mio. Euro auf 500 Mio.
Euro in Aussicht gestellt, damit kann auch in Zukunft die
Investitionsfähigkeit der Tourismusbranche aufrechterhalten werden.

Digitalisierung: Herausforderung und Chance für den Tourismus

Der digitale Wandel durchdringt aktuell alle Lebens- und
Wirtschaftsbereiche und stellt ganze Wertschöpfungsketten auf den
Kopf. „Wollen wir eine der erfolgreichsten Tourismusdestinationen der
Welt bleiben, müssen wir uns auch auf allen Ebenen des Tourismus
intensiv mit der Digitalisierung auseinandersetzen“, so Stolba.

„Digitalisierung ist längst einer der bestimmenden
Wettbewerbsfaktoren und somit eine absolute Notwendigkeit für jeden
einzelnen Betrieb“, unterstreicht Nocker-Schwarzenbacher.
„Beispielsweise wollen rund 67 Prozent der Gäste nicht in ein Hotel
zurückkehren, das unzureichenden ‚drahtlosen‘ High-Speed-Zugang
bietet.“ Wer heute am Ball und damit erfolgreich bleiben will, muss
auch in die Tasche greifen, weist Nocker-Schwarzenbacher auch auf die
beträchtlichen Herausforderungen für die Branche hin. So müsse etwa
ein durchschnittliches 4-Sterne-Hotel mit rund 100 Betten, das als
Ganzjahresbetrieb geführt wird, in fünf Jahren mit mindestens 60.000
Euro - für Website und Online-Marketing – rechnen, so die
WKÖ-Tourismus-Sprecherin.

Potenziale gibt es neben der Produktentwicklung in der
Qualitätssicherung, der Infrastrukturaufbereitung und natürlich auch
in der Kommunikation. Unter dem Sammelbegriff iTourism (intelligenter
Tourismus) versteht die ÖW alle technologischen und kulturellen
Möglichkeiten durch Digitalisierung. Im Bereich der Kommunikation
gestaltet sie diese Entwicklungen sehr aktiv mit: Mehr als 50% der
ÖW-Marketingmaßnahmen sind bereits digital. Der aktuelle Schwerpunkt
liegt auf Bewegtbild, wobei mit der Präsentation des ersten
interaktiven 360Grad-Videos auf der ITB auch neue Maßstäbe gesetzt
werden. Bei diesem virtuellen Spaziergang durch das Kunsthistorische
Museum in Wien kann man sowohl unterschiedlichen Handlungen folgen,
als auch viele zusätzlichen Informationen direkt im Film erhalten.

Digital Innovation Hub in die Branche

In anderen Bereichen des Tourismus initiiert und motiviert die ÖW die
Branche. Aktuell unterstützt sie die ÖHT bei der Innovationsmillion
„Digitalisierung“ durch die Kommunikation beispielgebender
Projektideen, die zu Projekteinreichungen motivieren sollen. „Es gibt
bereits zahlreiche Best Practice Beispiele auf unterschiedlichen
Ebenen. Diese vor den Vorhang zu holen und damit neue Projekte
anzuregen, ist eine Möglichkeit um Digitalisierung im Tourismus
voranzutreiben“, sind sich Stolba und Kleemann einig.

Einer der Erfolgsfaktoren ist hier auch die Vernetzung mit
entsprechenden Experten, insbesondere relevanter Forschungs- und
Wissenschaftseinheiten. Ein eigenes Leuchtturmprojekt der ÖW mit der
TU Wien soll beispielweise das Geheimnis lüften, wann Gäste
tatsächlich erstmals an Urlaub in Österreich denken. “Damit kann der
perfekte Zeitpunkt für optimales Tourismusmarketing bestimmt werden -
für effizientes Tourismusmarketing eine entscheidende Entwicklung und
Möglichkeit“, so Stolba.

Dies ist nur ein Beispiel, wie digitale Daten die Arbeitsweise
verändern. Seitens der ÖW arbeitet man mit Hochdruck an der eigenen
digitalen Transformation „Unsere Vision ist, in einer digitalen Welt
persönlich zu kommunizieren. Klingt selbstverständlich, ist aber
extrem anspruchsvoll: in Echtzeit der richtigen Person die richtige
Botschaft zur richtigen Zeit über den richtigen Kanal senden – und
dann noch die Kommunikationserfolge mess- und sichtbar zu machen“, so
Stolba.

ITB-Auftritt: #austriantime und erstmals Live-Übertragungen
aus Berlin

Neue Technologien gibt es heuer auch auf der ITB. Als Service für die
Branche, insbesondere für alle „Daheimgeblieben“, bietet die ÖW
erstmals Live-Schaltungen nach Berlin. So werden die
Eröffnungs-Pressekonferenz oder der Besuch des Berliner
Oberbürgermeisters am Österreich-Stand live via Facebook übertragen.
Gespräche mit Ausstellern, Experteninterviews und Standrundgänge
liefern den Zuschauern hautnahe Eindrücke, teilweise auch mit
360-Grad-Perspektive. Mit in Berlin sind auch zahlreiche
Virtual-Reality-Brillen, vor denen sich im Vorjahr am Stand oft
Warteschlangen bildeten. Besucher können aus über zwanzig Videos
wählen, darunter auch erstmals einen interaktiven 360°-Film.

Thematisch steht die Österreich-Präsenz erneut unter dem Motto
#austriantime. Lag der Fokus im vergangenen Jahren auf Österreichs
Naturräumen, die es den Menschen ermöglichen, die Fremdbestimmtheit
des Alltags auf ein natürliches Zeitmaß der Landschaft und in
weiterer Folge auf das eigene, innere Tempo zu übertragen, stehen
dieses Jahr die österreichischen Gastgeberinnen und Gastgeber im
Mittelpunkt. Denn diese spielen bei der Suche nach individueller
Entfaltung im Urlaub eine wichtige Rolle – und stehen 2017 im Zentrum
der weltweiten ÖW-Kommunikationsaktivitäten. Bei der gleichlautenden
Kampagne, die am 1. März in 6 Märkten startete, verfolgt die ÖW einen
crossmedialen Marketing Mix, welcher On- und Offlineaktivitäten
miteinander vereint. Neben einer Social Media Kampagne kommen auch
Videos 14 österreichischer Gastgeberinnen und Gastgebern zum Einsatz:
Darin beschreiben diese ihre ganz spezielle #austriantime, die sie
mit viel Sorgfalt gestalten und ihre Gäste daran teilhaben lassen.

Kurze Momente der Ruhe will Österreich auch im Messetrubel
ermöglichen: Durch echte Bäume und Pflanzen entsteht eine kleine
Naturlandschaft, die zum Verweilen einlädt. Kulinarischer Partner ist
in diesem Jahr Tirol. Spitzenkoch Franz Raneburger und sein
Edelweiß-Team nehmen Besucher des Cafés mit auf einem Streifzug durch
die österreichische Küche und präsentieren (nicht nur) Tiroler
Spezialitäten. Unterstützt wird er dabei in diesem Jahr von den
Schülerinnen und Schülern aus den Zillertaler Tourismusschulen in
Tirol.

Weitere Informationen und Fotos finden Sie im ITB-Channel unter
http://itb.austriatourism.com sowie im ÖW-Newsroom unter
http://newsroom.austriatourism.com

Download- und Einbindungsdetails:
https://www.apa-ots-video.at/video/62863f8103594ffa863f8103594ffab7

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | T10

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel