- 08.03.2017, 09:24:32
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„Batman“ zu Besuch im Wiener Tierschutzverein
Ein Rudel Fledermäuse zu Gast im Wiener Tierschutzverein.
Utl.: Ein Rudel Fledermäuse zu Gast im Wiener Tierschutzverein. =
Vösendorf (OTS) - Das sehen auch die Mitarbeiter des Wiener
Tierschutzvereins (WTV) nicht alle Tage: Am Dienstag hatte der WTV
Batman und seine Kumpanen zu Gast. Bei Baumschneidearbeiten
entdeckten Mitarbeiter des Stadtgartenamtes in Schwechat
(Niederösterreich) in einer Baumhöhle 15 Abendsegler, die dort ihr
Schläfchen hielten. Eine Fledermaus als Patient ist an sich nichts
ungewöhnliches, doch mehr als ein Dutzend ist auch für den Wiener
Tierschutzverein eine Seltenheit.
Schlafstörung in der „Bathöhle“
Über die Störung ihres Schönheitsschlafs dürften die Flattermänner
zwar nicht sehr glücklich gewesen sein, doch die Arbeiten wurden
umgehend gestoppt. Der tierliebe Mitarbeiter des Stadtgartenamtes
fasste sich jedenfalls ein Herz, rettete die Fledermäuse aus ihrer
misslichen Lage und brachte sie behutsam und unversehrt in einem
Karton in den Wiener Tierschutzverein nach Vösendorf. Dort wurden die
quirligen Tiere kurz durchgecheckt und durften sich von dem Schock
etwas erholen. Mittlerweile konnte die Bande wieder in die Freiheit
entlassen werden.
Abendsegler aus der Familie der Glattnasen gelten als die größten
Fledermäuse Europas und können ein Gewicht von bis zu 50 Gramm
erreichen. Sie leben vorwiegend in Wäldern, werden aber auch des
Öfteren in Ballungsräumen angetroffen und schlafen tagsüber in
Baumhöhlen, Gebäuden oder Höhlen. Am frühen Abend geht es dann auf
Nahrungssuche.
Rücksicht auf Wildtiere
Dieses positive Beispiel möchte der WTV dennoch gerade in der
aktuellen Jungtierzeit zum Anlass nehmen, um die Bevölkerung um
besondere Rücksichtnahme auf Wildtiere zu ersuchen. Doch Vorsicht:
Nicht jedes Wildtier oder Jungtier benötigt auch wirklich menschliche
Hilfe. Jungtiere, die nicht offensichtlich schwer verletzt sind,
sollten generell nicht von Menschenhand berührt oder mit nach Hause
genommen werden. Dadurch geraten die Tiere in akute Lebensgefahr,
denn nichts ist wichtiger als mütterliche Fürsorge.
Leider kommt es immer wieder, besonders bei Jungvögeln, zu
Fehleinschätzungen besorgter Bürgerinnen und Bürger, die den Tieren
damit aber mehr schaden als nützen. „Nur wenn ein Wildtier wirklich
offensichtlich schwer verletzt ist oder sich an einem Ort befindet,
der nicht seinem Lebensraum entspricht, sollte man eingreifen“, sagt
WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic. Der Wiener Tierschutzverein steht
der Bevölkerung als erste Anlaufstelle für Wildtiere alle Art gerne
mit Rat und Tat zur Seite. Verletzte Wildtiere können in einem
gesicherten Behälter im Wiener Tierschutzhaus in Vösendorf abgegeben
werden.
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