• 08.03.2017, 09:00:16
  • /
  • OTS0016

FPÖ-Kappel: Weltfrauentag: Einkommensschere immer noch unverändert hoch

Equal Pay Day heuer 63 Tage nach Jahresbeginn

Utl.: Equal Pay Day heuer 63 Tage nach Jahresbeginn =

Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen Weltfrauentages kritisierte die
freiheitliche EU-Abgeordnete Dr. Barbara Kappel die Stagnation bei
der Bekämpfung der heimischen Einkommensunterschiede. „In Österreich
verdienen Frauen immer noch für dieselbe Tätigkeit um 22,2 Prozent
weniger pro Stunde als Männer. Im Vergleich zum Vorjahr änderte sich
an dieser Tatsache leider nichts, immer noch rangieren wir unter 33
OECD-Staaten auf Rang 22. Im Jahr 2000 lag Österreich noch auf Platz
13 und der Einkommensunterschied betrug 'nur' 20 Prozent. Noch
gravierender ist der Einkommens-Unterschied hochgerechnet auf das
Jahreseinkommen. Österreichische Frauen haben ein durchschnittliches
Jahreseinkommen, das um 44,5 Prozent oder mehr als zwei Fünftel
niedriger ist als jenes von Männern. Bleibt die heimische Politik bei
ihren jetzigen Maßnahmen, schließt sich die Einkommenslücke zwischen
Männern und Frauen laut einer aktuellen Studie des
Wirtschaftsprüfungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) erst im
Jahr 2058“, so die Kritik Kappels.

„Auch der Equal Pay Day wurde heuer erst 63 Tage nach Jahresbeginn,
am 4. März, begangen. Bis dahin müssen Frauen theoretisch unbezahlt
arbeiten, verglichen mit Männern, die ab Jahresbeginn bezahlt
arbeiten. EU-weit fand der Equal Pay Day am 2. März statt“, so Kappel
weiter. „Das ist bedauerlich und zeigt, dass die Bundesregierung in
der Frauenförderung wenig zielführende Maßnahmen setzt. Laut Analyse
von PwC, den Erstellern des 'Women in Work-Index', würde ein
Angleichen des Niveauunterschiedes nämlich einen Anstieg des
Bruttoinlandsproduktes um neun Prozent ermöglichen. Dafür müssten
jedoch unbezahlte und größtenteils von Frauen ausgeübte Tätigkeiten
wie Haushaltsführung, Kindererziehung oder Altenpflege besser
honoriert werden, auch finanziell. Mit wirtschaftspolitischen
Maßnahmen, die den Zugang zu erschwinglicher und ausreichender
Kinderbetreuung verbessern und mit besseren Fördermöglichkeiten in
Bezug auf den Berufseinstieg nach der Karenz, kann dem für Frauen
negativen Einkommenstrend beispielsweise entgegengewirkt werden“, so
Kappel.

„Wir müssen auf allen politischen Ebenen anzusetzen, um die
Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen auszugleichen.
Auch sind Frauen zu ermutigen, Lohndiskriminierung nicht einfach
hinzunehmen, sondern gerade bei Lohn- und Gehaltsverhandlungen
selbstbewusst zu sein, hier sind bereits die Schulen gefordert.
Letztlich muss gleiche Arbeit auch gleich entlohnt werden“, meinte
die freiheitliche EU-Abgeordnete.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel