- 07.03.2017, 13:26:41
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Blecha: Öffentliche Aufträge nur an Firmen, die auch Ältere bgeschäftigen
Hillinger als PVÖ-OÖ-Landespräsident einstimmig wiedergewählt
Utl.: Utl.: Hillinger als PVÖ-OÖ-Landespräsident einstimmig
wiedergewählt = =
Wien (OTS) - „Wir lassen uns nicht abwimmeln! Deshalb haben wir für
Österreichs Pensionistinnen und Pensionisten viel erreicht: eine
Steuerentlastung im Schnitt von 600 Euro netto im Jahr, 110 Euro
Negativsteuer-Gutschrift, den Pensions-100er zusätzlich zur
Pensionsanpassung, eine höhere Ausgleichszulage für Alleinstehende
bei 30 Beitragsjahren, die Sicherung der Finanzierung von Pflege und
Betreuung durch die Verlängerung des Pflegefonds bis 2021, die
verbesserte Anrechnung der Kindererziehungszeiten für Frauen bei der
Berechnung der Pension, die Erhöhung der Kriegsopfer-Versorgungen um
15 Prozent“, erklärte heute Pensionistenverbands-Präsident Karl
Blecha in Linz.
Firmen, die Ältere beschäftigen, dürfen keinen
Wettbewerbsnachteil haben
Vor über 350 Pensionistenverbands-Vertrauenspersonen aus ganz OÖ
legte Blecha bei der Landeskonferenz des PVÖ-OÖ im Linzer Rathaus das
aktuelle Forderungsprogramm für die nächste Zeit vor. Blecha nannte
als Schwerpunkt die Bekämpfung der besonders bei den Über-50-Jährigen
hohen Arbeitslosigkeit. Der PVÖ-Präsident schlug als konkrete
Maßnahme vor: Öffentliche Aufträge sollen jene Firmen bekommen, die
auch Ältere beschäftigen. „Wir müssen bei den rund 40 Milliarden
umfassenden öffentlichen Investitionen sicherstellen, dass als
Sozialkriterium bei der Auftragsausschreibung die Beschäftigung auch
von älteren Menschen festgeschrieben ist. Damit können wir
gewährleisten, dass Betriebe mit älteren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern keine Wettbewerbsnachteile haben, sondern einen
Wettbewerbsvorteil. Damit soll ein Impuls zur Sicherung und Schaffung
von Arbeitsplätzen von älteren Beschäftigten erreicht werden“, so
PVÖ-Präsident Karl Blecha.
Als weitere Forderungen nannte Blecha eine jährliche, analog der
Pensionserhöhung zu erfolgende Anhebung des Pflegegeldes und den
Entfall des Eigenregresses bei der Heimpflege, den Wegfall der
Wartefrist bei der ersten Pensionsanpassung und stattdessen ein
Aliquotierungsmodell, eine Änderung beim
Pensionssicherungssicherungs-Beitrages für Ruheständler im
Öffentlichen Dienst, die Negativsteuer-Gutschrift auch für
Ausgleichszulagenbezieher.
Was aus Sicht des PVÖ noch dringend zu tun ist: Bei der Besteuerung
deutscher Renten muss der Finanzminister endlich aktiv werden, eine
Evaluierung der Pensionskassengesetz-Novelle steht an und eine
moderne Wertschöpfungsabgabe zur Entlastung des Faktors Arbeit und
zur Verbreiterung der Finanzierungsgrundlage unseres Sozialsystems
muss kommen. Blecha: „Das ist keine neue Steuer - wie gerne
fälschlicherweise behauptet wird - sondern eine Umschichtung des
Steueraufkommens, das derzeit zu fast zwei Drittel durch Löhne,
Gehälter und Pensionen erfolgt.“
Hillinger wiedergewählt
Der langjährige Landespräsident des PVÖ-OÖ, Heinz Hillinger, wurde
einstimmig als Landespräsident wiedergewählt. Die Landesorganisation
OÖ ist mit 79.695 Mitgliedern die stärkste PVÖ-Landesorganisation
österreichweit.
(Schluss)
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