• 07.03.2017, 09:55:34
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Caritas zum internationalen Weltfrauentag: „Frauen sind wichtigste Partnerinnen im Kampf gegen Armut!“

Wartha: „Frauen sind nicht nur Hauptbetroffene von Armut und Hunger, sie sind auch die Lösung. Die Caritas unterstützt weltweit Frauen in den ärmsten Ländern.“

Utl.: Wartha: „Frauen sind nicht nur Hauptbetroffene von Armut und
Hunger, sie sind auch die Lösung. Die Caritas unterstützt
weltweit Frauen in den ärmsten Ländern.“ =

Wien (OTS) - „Frauen leben heute länger, sind besser gebildet und
heiraten später als noch vor 20 Jahren. Dennoch sind nach wie vor
Millionen Frauen Analphabetinnen und haben Berufe, in denen sie wenig
oder nichts verdienen. Mädchen und Frauen sind Opfer von Gewalt,
ihnen werden gleiche Chancen bei Bildung und Arbeit verwehrt. Nicht
zuletzt sind Frauen besonders häufig von Hunger und Mangelernährung
betroffen“, erklärt Sabine Wartha, Leiterin der Humanitären Hilfe der
Caritas Österreich.

„Aber aus unserer täglichen Arbeit wissen wir: Frauen sind nicht nur
hauptbetroffen von Armut und Hunger, sie sind gleichzeitig auch die
Lösung! Sowohl humanitäre wie auch Entwicklungshilfe funktioniert nur
über Frauen. Sie entscheiden über den Einsatz des Haushaltsbudgets
und über die Ausbildung der Kinder. Es sind die Frauen, die zu einer
nachhaltigen Verbesserung der Lebenssituation der jeweiligen gesamten
Gesellschaft führen. Ob als Mütter, Bäuerinnen, Geschäftsfrauen oder
Lehrerinnen, weltweit sind Frauen sehr effektive und verlässliche
Partnerinnen im Kampf gegen Armut und Hunger“, so Wartha.

Beispiele für internationale Caritas Frauen-Projekte – insgesamt
werden 30.000 Frauen unterstützt

Mali: Frauen-Genossenschaften zur Ernährungssicherung
In insgesamt 11 Dörfer wird eine je 1 Hektar große Gemüseanbaufläche
angelegt und eingezäunt, Brunnen werden für die Bewässerung während
der Trockenzeit gebaut. Die BäuerInnen, 80 Prozent sind Frauen,
erhalten neben regelmäßiger Beratungen in nachhaltiger Landwirtschaft
(z.B. organische Düngung und Pflanzenschutz, Erzeugung von Kompost)
als Starterpaket Saatgut und Werkzeug. Für eine bessere Vermarktung
der Produkte wurde eine Genossenschaft gegründet und der Bau von drei
Lagerhäusern finanziert. Dadurch können diese landwirtschaftlichen
Produkte gelagert und müssen nicht zur Erntezeit verkauft werden – so
erzielen sie einen besseren Preis.

Burundi: Ziegen als Überlebenshilfe
Mit einer Ziege erhalten Frauen in Burundi die Möglichkeit, ein
eigenes Einkommen zu erwirtschaften um gut für sich, die eigenen
Kinder und Pflegekinder zu sorgen. Eine Ziege hilft den Frauen auf
vielfältige Weise: Der Mist dient als Dünger für die Felder und die
Zicklein können verkauft werden und bringen Geld für notwendige
Ausgaben wie Schulmaterialien oder Medikamente. Im Jahr 2016
erhielten insgesamt 335 Frauen eine Ziege.

Südsudan: Nähkurse für zukünftige Unternehmerinnen
3 von 4 SüdsudanesInnen im arbeitsfähigen Alter können weder lesen
noch schreiben. Im jüngsten Staat der Erde fehlt es nach wie vor an
Infrastruktur und gut ausgebildeten Fachkräften. Im
Berufsausbildungszentrum der Vinzenzgemeinschaft in Stadtteil Lologo
in Juba wurden 2016 345 Frauen und Männer in sieben Berufen
ausgebildet. 79% der KursteilnehmerInnen schließen mit einem Diplom
ab, ein Drittel der AbsolventInnen macht sich selbständig. Die
Frauen erlernen im Nähkurs verschiedene Schnitte wie z.B.
Männerhosen, Frauenkleider und –kostüme und Schuluniformen zu nähen
und Kleider zu ändern.

DR Kongo: Alphabetisierung und Ausbildung für Frauen
Auch in der DR Kongo tragen Frauen die Hauptverantwortung für die
Versorgung der Familie. 80 Prozent der Haus- und Feldarbeit wird von
Frauen erledigt. Jedoch nur 50 Prozent der Frauen können lesen und
schreiben. Um dem entgegenzuwirken organisiert die Caritas Matadi im
Rahmen eines Landwirtschaftsprojektes in Luozi Alphabetisierungskurse
und eine Schneiderinnen-Ausbildung. Aktuell nehmen 62 Mädchen und
jungen Frauen an den Kursen teil.

Libanon: Frauenhaus für syrische Frauen und Mädchen
Im Libanon erhalten von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen, aber
auch ihre Kinder, in drei Frauenhäusern Schutz, psychosoziale und
medizinische Betreuung und rechtliche Beratung. Zudem werden
Alphabetisierungskurse, Kompetenztrainings, aber auch eine
Kunsttherapie angeboten. Für Kinder gibt es Bildungs- und
Freizeitaktivitäten.

Albanien: Fortbildung für Mütter aus ärmsten Familien
Albanien ist eines der ärmsten Länder Europas. Viele Familien leben
in großer sozialer Unsicherheit und Armut, die Basisversorgung ist
vielerorts mangelhaft. Eltern arbeiten oft als Tagelöhner, sammeln
Müll oder betteln auf der Straße. Familien leben in einfachen Hütten,
oft ohne Wasser, Stromanschluss oder Sanitäreinrichtungen. In Puke,
Nordalbanien, werden 300 Frauen und ihre Familien mit
Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt.

Jetzt Frauen unterstützen und im Kampf gegen Armut helfen:
Mit Ihrer Unterstützung schenken Sie Zugang zu Bildung, Unterkünfte
für Frauen in Notsituationen, Alphabetisierungskurse und vieles mehr:
http://shop.caritas.at/eine-stimme-fuer-frauen-und-maedchen
www.caritas.at

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