Gewerbeordnungsreform: Fachgruppe Werbung Wien fordert echte Modernisierung

Regierungsparteien sollen Gesetzesentwurf abändern – Obleute Götz und Maric: „Für die Kreativbranche wäre die aktuelle Gewerbeordnungsreform eine Reform ohne jegliche Verbesserungen“

Wien (OTS) - Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation fordert von den Parlamentsklubs eine Änderung der geplanten Gewerbeordnungsreform. Diese vernachlässige die Notwendigkeit der Kreativschaffenden, ganzheitliche Lösungen anbieten zu müssen.

Die Ministerratsvorlage vom Sommer 2016 sah unter anderem vor, dass Unternehmen mit einem Gewerbeschein alle freien Gewerbe ausüben dürfen. In monatelangen Verhandlungen verwässerte sich dieser Entwurf: statt die erlaubten Nebenrechte von Gewerbeausübenden, die über ihre ureigenen Gewerbe hinausgehen, auf Basis des Jahresumsatzes zu berechnen werden nun die erbrachten Auftragstätigkeiten bemessen und auf 30% beschränkt. Das stellt Kreativschaffende vor Probleme.

Gewerbeordnung belastet Unternehmen

Die Beschränkung der Nebenrechte sind für Unternehmen der Kommunikations- und Kreativwirtschaft eine besondere Belastung:
„Unsere Mitglieder müssen ihren KundInnen ganzheitliche Lösungen anbieten können. Das reicht oft von der Content- und Fotoproduktion für soziale Medien, über strategische Beratung bis hin zur Websiteprogrammierung. Somit betrifft ein Projekt oft mindestens drei andere Gewerbe - mit 30% Auftragstätigkeit geht sich das einfach nicht aus, das bildet nicht die Realität der modernen digitalisierten Wirtschaft ab” erklären Fachgruppenobmann Stephan Gustav Götz und der Spartenvertreter zum Wirtschaftsparlament Konrad Maric die besondere Situation von Unternehmen der Werbebranche.

Fachgruppe Werbung fordert Änderung des Gesetzesentwurfs

„Es kann nicht sein, dass der aktuelle Gesetzesentwurf eine entscheidende Modernisierung des Gewerberechts vernachlässigt“, kritisiert die Fachgruppe und fordert deshalb die Parlamentsklubs auf, den Gesetzesentwurf zu ändern. Zumindest 30% der Nebenrechte auf den Jahresumsatz, statt dem Auftragswert, seien unbedingt notwendig um den Ansprüchen der modernen Werbebranche gerecht zu werden. Langfristig sinnvoll sei allerdings nur ein Gewerbeschein für alle freien Gewerbe.

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Dr. Manfred Pichelmayer
Wirtschaftskammer Wien
Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien
Telefon: +43 1 514 50 3790
manfred.pichelmayer@wkw.at

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