- 03.03.2017, 13:06:10
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Gewerbeordnungsreform: Fachgruppe Werbung Wien fordert echte Modernisierung
Regierungsparteien sollen Gesetzesentwurf abändern – Obleute Götz und Maric: „Für die Kreativbranche wäre die aktuelle Gewerbeordnungsreform eine Reform ohne jegliche Verbesserungen“
Utl.: Regierungsparteien sollen Gesetzesentwurf abändern – Obleute
Götz und Maric: „Für die Kreativbranche wäre die aktuelle
Gewerbeordnungsreform eine Reform ohne jegliche
Verbesserungen“ =
Wien (OTS) - Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation fordert
von den Parlamentsklubs eine Änderung der geplanten
Gewerbeordnungsreform. Diese vernachlässige die Notwendigkeit der
Kreativschaffenden, ganzheitliche Lösungen anbieten zu müssen.
Die Ministerratsvorlage vom Sommer 2016 sah unter anderem vor, dass
Unternehmen mit einem Gewerbeschein alle freien Gewerbe ausüben
dürfen. In monatelangen Verhandlungen verwässerte sich dieser
Entwurf: statt die erlaubten Nebenrechte von Gewerbeausübenden, die
über ihre ureigenen Gewerbe hinausgehen, auf Basis des Jahresumsatzes
zu berechnen werden nun die erbrachten Auftragstätigkeiten bemessen
und auf 30% beschränkt. Das stellt Kreativschaffende vor Probleme.
Gewerbeordnung belastet Unternehmen
Die Beschränkung der Nebenrechte sind für Unternehmen der
Kommunikations- und Kreativwirtschaft eine besondere Belastung:
„Unsere Mitglieder müssen ihren KundInnen ganzheitliche Lösungen
anbieten können. Das reicht oft von der Content- und Fotoproduktion
für soziale Medien, über strategische Beratung bis hin zur
Websiteprogrammierung. Somit betrifft ein Projekt oft mindestens drei
andere Gewerbe - mit 30% Auftragstätigkeit geht sich das einfach
nicht aus, das bildet nicht die Realität der modernen digitalisierten
Wirtschaft ab” erklären Fachgruppenobmann Stephan Gustav Götz und der
Spartenvertreter zum Wirtschaftsparlament Konrad Maric die besondere
Situation von Unternehmen der Werbebranche.
Fachgruppe Werbung fordert Änderung des Gesetzesentwurfs
„Es kann nicht sein, dass der aktuelle Gesetzesentwurf eine
entscheidende Modernisierung des Gewerberechts vernachlässigt“,
kritisiert die Fachgruppe und fordert deshalb die Parlamentsklubs
auf, den Gesetzesentwurf zu ändern. Zumindest 30% der Nebenrechte auf
den Jahresumsatz, statt dem Auftragswert, seien unbedingt notwendig
um den Ansprüchen der modernen Werbebranche gerecht zu werden.
Langfristig sinnvoll sei allerdings nur ein Gewerbeschein für alle
freien Gewerbe.
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