Frauenenquete (1): Lopatka und Schittenhelm zum Weltfrauentag: ÖVP steht für offene Frauenpolitik

ÖVP-Frauenenquete „Was Frauen wollen“ mit offener und umfangreicher Diskussion

Wien (OTS/ÖVP-PK) - „Was Frauen wollen“: Unter diesem Titel hat der Parlamentsklub der ÖVP gemeinsam mit den ÖVP-Frauen heute eine Enquete abgehalten. ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka: „Unser Ziel ist eine offene und breite Diskussion, denn wir wollen für Offenheit in der Frauenpolitik stehen.“

Die Enquete solle österreichweit eine ÖVP-interne Debatte vorantreiben. „Die ÖVP hat das Ziel, dass Frauen in Österreich alle Chancen haben. Und zwar in jede Richtung, die sie wollen“, so der ÖVP-Klubobmann. Er zeigte sich erfreut, dass zahlreiche durchsetzungsstarke Frauen an der Diskussion des ÖVP-Parlamentsklubs teilnahmen.

Dr. Irmgard Griss, Ex-OGH-Präsidentin und Präsidentschaftskandidatin kam ebenso der Einladung zur Diskussion nach wie die zukünftige Landeshauptfrau von Niederösterreich, Johanna Mikl-Leitner, die bekannte RTL-Moderatorin Birgit Schrowange und zwei weitere erfolgreiche Frauen, die Winzerin Daniela Fabianek und die Hair- und Make-up-Artistin Birgit Fuchs.

Frauen hätten nach wie vor keine einfache Startposition, so Lopatka. Dennoch habe die ÖVP schon oft Frauen zuerst in Spitzenpositionen gebracht – etwa Marga Hubinek als erste Frau im Präsidium des Nationalrates oder zuletzt Margit Kraker als erste Präsidentin des Rechnungshofs.

Lopatka: „Unser Ziel ist es, dass der Staat Frauen dabei unterstützt, das gewünschte Lebenskonzept zu leben, aber nicht vorgibt, wie die Lebenskonzepte zu sein haben. Unser Ziel ist kein zwanghafter Versuch einer Gleichberechtigung, sondern dass sich jeder und jede im Rahmen der Freiheit nach eigenem Wunsch entwickeln kann.“

Frauen stärker einbinden

ÖVP Frauen-Chefin Dorothea Schittenhelm betont, dass „es in Österreich viele großartige Frauen gibt, die noch stärker in die Entwicklung des Landes eingebunden werden müssen, und zwar auf allen Ebenen“. Die heutige Veranstaltung ist ein Aufruf an alle Frauen, sich verstärkt einzubringen und an der weiteren Verbesserung von Frauenleben mitzuarbeiten.

Frauen haben in vielen Bereichen aufgeholt: Die Zahl der Bildungsabschlüsse und die Erwerbsquoten sind gestiegen, bei den Führungspositionen und der Einkommensgerechtigkeit gibt es jedoch großen Aufholbedarf. „Wir brauchen mehr Frauen in Spitzen- und Führungspositionen, auch in der Politik“, so Schittenhelm weiter. Die ÖVP sei hier mit der Einführung des Reißverschlusssystems mit gutem Beispiel vorangegangen. Jetzt seien weitere frauenfördernde Maßnahmen im Rahmen der Wahlrechtsreform notwendig. Auch die „Frauenquote von 30 Prozent in den Aufsichtsräten“, wie im neuen Arbeitsprogramm der Bundesregierung vereinbart, sei ein „erster Schritt in die richtige Richtung und ein Vorbild, diese Quote auch auf die Vorstandsetagen auszuweiten“.

Anlässlich des morgigen Equal Pay Days weist die ÖVP Frauen-Chefin darauf hin, dass es bei den Einkommensunterschieden immer noch viel zu tun gibt. Im europäischen Vergleich liegt Österreich nach wie vor auf den hinteren Plätzen. „Zwar sind Frauen inzwischen genauso gut oder besser qualifiziert als Männer, dennoch sind ihre beruflichen Perspektiven immer noch schlechter und sie verdienen nach wie vor weniger“, so Schittenhelm, die betont, dass sich die Gehaltsschere trotz der Einkommensberichte nur geringfügig geschlossen hat. Deshalb brauche es „ein Bündel an Maßnahmen, wie die bessere Anrechnung von Karenzzeiten in allen Kollektivverträgen, mehr Aufklärung bei der Berufswahl und einen Mindestlohn von 1.500 Euro“, um das Ziel „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit – Gleichstellung von Frauen am Arbeitsmarkt“ auch umzusetzen.
(Fortsetzung)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0001