- 03.03.2017, 12:09:47
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Frauenenquete (1): Lopatka und Schittenhelm zum Weltfrauentag: ÖVP steht für offene Frauenpolitik
ÖVP-Frauenenquete „Was Frauen wollen“ mit offener und umfangreicher Diskussion
Utl.: ÖVP-Frauenenquete „Was Frauen wollen“ mit offener und
umfangreicher Diskussion =
Wien (OTS/ÖVP-PK) - „Was Frauen wollen“: Unter diesem Titel hat der
Parlamentsklub der ÖVP gemeinsam mit den ÖVP-Frauen heute eine
Enquete abgehalten. ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka: „Unser Ziel ist
eine offene und breite Diskussion, denn wir wollen für Offenheit in
der Frauenpolitik stehen.“
Die Enquete solle österreichweit eine ÖVP-interne Debatte
vorantreiben. „Die ÖVP hat das Ziel, dass Frauen in Österreich alle
Chancen haben. Und zwar in jede Richtung, die sie wollen“, so der
ÖVP-Klubobmann. Er zeigte sich erfreut, dass zahlreiche
durchsetzungsstarke Frauen an der Diskussion des ÖVP-Parlamentsklubs
teilnahmen.
Dr. Irmgard Griss, Ex-OGH-Präsidentin und Präsidentschaftskandidatin
kam ebenso der Einladung zur Diskussion nach wie die zukünftige
Landeshauptfrau von Niederösterreich, Johanna Mikl-Leitner, die
bekannte RTL-Moderatorin Birgit Schrowange und zwei weitere
erfolgreiche Frauen, die Winzerin Daniela Fabianek und die Hair- und
Make-up-Artistin Birgit Fuchs.
Frauen hätten nach wie vor keine einfache Startposition, so Lopatka.
Dennoch habe die ÖVP schon oft Frauen zuerst in Spitzenpositionen
gebracht – etwa Marga Hubinek als erste Frau im Präsidium des
Nationalrates oder zuletzt Margit Kraker als erste Präsidentin des
Rechnungshofs.
Lopatka: „Unser Ziel ist es, dass der Staat Frauen dabei unterstützt,
das gewünschte Lebenskonzept zu leben, aber nicht vorgibt, wie die
Lebenskonzepte zu sein haben. Unser Ziel ist kein zwanghafter Versuch
einer Gleichberechtigung, sondern dass sich jeder und jede im Rahmen
der Freiheit nach eigenem Wunsch entwickeln kann.“
Frauen stärker einbinden
ÖVP Frauen-Chefin Dorothea Schittenhelm betont, dass „es in
Österreich viele großartige Frauen gibt, die noch stärker in die
Entwicklung des Landes eingebunden werden müssen, und zwar auf allen
Ebenen“. Die heutige Veranstaltung ist ein Aufruf an alle Frauen,
sich verstärkt einzubringen und an der weiteren Verbesserung von
Frauenleben mitzuarbeiten.
Frauen haben in vielen Bereichen aufgeholt: Die Zahl der
Bildungsabschlüsse und die Erwerbsquoten sind gestiegen, bei den
Führungspositionen und der Einkommensgerechtigkeit gibt es jedoch
großen Aufholbedarf. „Wir brauchen mehr Frauen in Spitzen- und
Führungspositionen, auch in der Politik“, so Schittenhelm weiter. Die
ÖVP sei hier mit der Einführung des Reißverschlusssystems mit gutem
Beispiel vorangegangen. Jetzt seien weitere frauenfördernde Maßnahmen
im Rahmen der Wahlrechtsreform notwendig. Auch die „Frauenquote von
30 Prozent in den Aufsichtsräten“, wie im neuen Arbeitsprogramm der
Bundesregierung vereinbart, sei ein „erster Schritt in die richtige
Richtung und ein Vorbild, diese Quote auch auf die Vorstandsetagen
auszuweiten“.
Anlässlich des morgigen Equal Pay Days weist die ÖVP Frauen-Chefin
darauf hin, dass es bei den Einkommensunterschieden immer noch viel
zu tun gibt. Im europäischen Vergleich liegt Österreich nach wie vor
auf den hinteren Plätzen. „Zwar sind Frauen inzwischen genauso gut
oder besser qualifiziert als Männer, dennoch sind ihre beruflichen
Perspektiven immer noch schlechter und sie verdienen nach wie vor
weniger“, so Schittenhelm, die betont, dass sich die Gehaltsschere
trotz der Einkommensberichte nur geringfügig geschlossen hat. Deshalb
brauche es „ein Bündel an Maßnahmen, wie die bessere Anrechnung von
Karenzzeiten in allen Kollektivverträgen, mehr Aufklärung bei der
Berufswahl und einen Mindestlohn von 1.500 Euro“, um das Ziel
„Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit – Gleichstellung von Frauen
am Arbeitsmarkt“ auch umzusetzen.
(Fortsetzung)
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