• 01.03.2017, 15:09:43
  • /
  • OTS0208

Selbstbehalte: Spitalsärzte fordern strukturierten Ambulanzzugang

Wien (OTS) - Die Bundeskurie Angestellte Ärzte der Österreichischen
Ärztekammer (ÖÄK) nimmt die Anregung der Industriellenvereinigung,
ein System zur strukturierten Steuerung der Patienten einzuführen,
zum Anlass, auf Mängel im Gesundheitssystem hinzuweisen. Zur
Entlastung der Spitalsambulanzen fordere die Kurie schon lange ein
Ende der ungeregelten Patienten-Selbstzuweisung, betonte Kurienobmann
und ÖÄK-Vizepräsident Harald Mayer am Mittwoch in einer Aussendung.

„Wir weisen seit Jahren darauf hin, dass die überfüllten Ambulanzen
aus der fehlenden Lenkung der Patienten resultieren. Patienten, die
sich im solidarisch organisierten Gesundheitssystem bewegen, haben
sich an Spielregeln zu halten. Die erste Anlaufstelle sollte immer
der Vertrauensarzt sein, der dann je nach Krankheitsbild
weiterüberweisen kann. Hält sich der Patient nicht an diesen
vorgegebenen Weg, dann muss man sich Steuerungsinstrumente
überlegen“, sagte Mayer. Selbstbehalte seien eine vernünftige
Möglichkeit, die Patienten zu lenken, sollten sie den vorgezeichneten
Weg durchs Gesundheitssystem verlassen. Betreffen würden
Selbstbehalte dann nur jene, die sich nicht an die Spielregeln
hielten, ohne zusätzliche Belastung für intra- und extramuralen
Bereich.

Die Bundeskurie Angestellte Ärzte arbeitet gemeinsam mit der
Bundeskurie Niedergelassene Ärzte an Konzepten, die das System
entlasten und effizienter gestalten sollen, zeigte der
ÖÄK-Vizepräsident auf. Es ist an der Zeit, auf die Expertise der
Ärzteschaft bei Gesundheitsreformen zurückzugreifen. (slv)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NAE

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel