• 24.02.2017, 15:06:08
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  • OTS0165

Windkraftnutzung vor dem Aus in Oberösterreich

IG Windkraft appelliert an OÖ Landesregierung

Utl.: IG Windkraft appelliert an OÖ Landesregierung =

St. Pölten (OTS) - Am Montag wird die Windenergienutzung in
Oberösterreich wieder Thema in der Sitzung der Landesregierung sein.
Ohne wesentliche Änderungen würden die Entwürfe für die
Windkraftnutzung, sowohl für neue Projekte als auch für die
Erneuerung von bestehenden Windparks, das Aus bedeuten. „Die IG
Windkraft appelliert an die Landesregierung, den Windmasterplan und
die angedachten Abstandsregelungen einer soliden fachlichen Prüfung
zu unterziehen“, so Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft:
„Anderenfalls wird Oberösterreich zur ersten Region Europas, die die
Windenergienutzung komplett verbietet.“

Der Windmasterplan und neue Abstandsregelungen für den
Windkraftausbau in Oberösterreich sollen am Montag neuerlich in der
Sitzung der Landesregierung behandelt werden. „An der Situation hat
sich leider gar nichts geändert“, ärgert sich Moidl und führt weiter
aus: „Weder ist die Branche eingebunden worden, noch hat sich
inhaltlich etwas verändert.“ Werden der Windmasterplan und die
Abstandsregelungen wie im derzeitigen Entwurf beschlossen, bedeutet
dies das Aus für die Windenergienutzung in Oberösterreich. Nicht nur
dass dann keine neuen Windräder mehr errichtet werden, sondern auch
das Erneuern bereits bestehender Windparks wird mit dem derzeitigen
Entwurf nahezu verunmöglicht.

IG Windkraft fordert fachliche Prüfung
Die Kriterien, nach welchen ein ganzes Bundesland zur
Windkraft-Ausschlusszone wird, sind überhaupt nicht nachvollziehbar.
„Die IG Windkraft appelliert nochmals an die Landesregierung, die
Entwürfe einer soliden fachlichen Überprüfung zu unterziehen“, so
Moidl.

Oberösterreich auf Kohle- und Atomkurs
Auf die Windenergie für die Erzeugung von Strom zur Gänze verzichten
zu wollen ist schon auf Grund der Energiesituation in Oberösterreich
sehr überraschend. Noch 2009 wurde aus Oberösterreich 2,8 Mal mehr
Strom exportiert als importiert. 2015 machte der Nettostromimport
bereits 14% des Stromverbrauchs aus. Ebenso ist der Stromverbrauch
seit 2009 um 11% gestiegen. Parallel dazu ist der Anteil der
erneuerbaren Energien am oberösterreichischen Stromverbrauch um mehr
als 9% gefallen. „Diese negative Entwicklung der oberösterreichischen
Stromstatistik erfordert eine ganz andere Energiepolitik“, bemerkt
Moidl abschließend.

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