- 24.02.2017, 13:59:37
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OÖ-Industrie und VOEST würden von einem stärkeren Ökostromausbau in der Energiestrategie profitieren
Anteil von Ökostrom in Oberösterreich sinkt
Utl.: Anteil von Ökostrom in Oberösterreich sinkt =
Wien (OTS) - Anlässlich der am Montag von der OÖ Landesregierung
geplanten Beschlussfassung zur neuen Energiestrategie fordert der
Dachverband der Erneuerbaren Energien Österreichs (EEÖ) die
Energiestrategie gründlich zu überarbeiten und mit mehr Ökostrom die
Industrie zu unterstützen. Die VOEST, als ein in Oberösterreich
beheimateter Leitbetrieb hat in Aussicht gestellt mithilfe von
Ökostrom die Stahlerzeugung in Österreich fast vollständig zu
entkarbonisieren und auf Klimaschutz zu setzen. Dafür braucht sie in
den nächsten Jahrzehnten laut eigenen Angaben bis zu 33 TWh Ökostrom,
das ist fast die Hälfte des derzeitigen, österreichischen
Stromverbrauchs von 70 TWh. „Zur Standortsicherung der Voest ist von
der Politik zu erwarten, dass sie mit aller Kraft den Ausbau
sämtlicher erneuerbarer Energien vorantreibt“ sieht Erwin Mayer
Synergieeffekte von Industrie- und Klimapolitik. „Wenn wie bisher der
Anteil von Ökostrom in OÖ sinkt und nicht rasch ansteigt, wird
entweder der Atomstrom aus Temelin für die Stahlproduktion und andere
energieintensive Betriebe in Oberösterreich produzieren oder der
Standort Oberösterreich wird für klimaschutzorientierte Unternehmen
mangels ausreichendem Ökostromangebot unattraktiver“ befürchtet Erwin
Mayer vom EEÖ Konsequenzen eines gebremsten Ausbaus erneuerbarer
Energien.
Mit der Versuchsanlage in Linz zur Elektrolyse von Wasser zu
Wasserstoff ist die VOEST bereits in eine mögliche grüne und CO2-
arme Stahlproduktion eingestiegen. Der Wasserstoff kann die
klimaschädliche Kohle als Reduktionsmittel ersetzen. „Der bisher sehr
spärliche Windkraftausbau in Oberösterreich müßte dafür allerdings in
einen neuen Ökostromboom zugunsten des Industriestandort-Bundeslandes
Oberösterreich beschleunigt werden“ stellt Mayer klar. Alleine bei
der Windkraft wären in Oberösterreich weitere 0,6 TWh bis 2030
möglich. Auch die Wasserkraft- und PV-Potentiale sind nicht annähernd
genutzt. „Das traditionell führende Industrieland Oberösterreich tut
gut daran sich bei dem weltweiten Megatrend Energiewende
beispielgebend an die Spitze zu setzen“, ermutigt Mayer die OÖ
Landespolitik. Führende oberösterreichische Unternehmen in der
Branche der Erneuerbaren Energien, von Ökostrom über Ökowärme bis hin
zur Energieeffizienz, auf die das Land stolz sein kann, brauchen eine
zukunftsweisende, ambitionierte Energiestrategie als Rückhalt im
Heimmarkt für Ihre Exporte.
„100 Prozent Ökostrom bis 2030“ sind sowohl in Oberösterreich als
auch in Österreich eine absolute Vorgabe für eine moderne Industrie-
und Standortpolitik, die Klimaschutz als notwendigen Standortfaktor
berücksichtigt und diese beiden Elemente vereint. Die Relativierung
der Ziele für Klimaschutz und erneuerbare Energien schadet nach
Ansicht des EEÖ dem Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Derzeit
produziert Oberösterreich ca. 11 TWh Ökostrom und der Anteil am
Gesamtstromverbrauch ist von rund 78% im Jahr 2009 auf rund 69% im
Jahr 2015 gesunken. Der EEÖ befürwortet, dass die Oberösterreichische
Landesregierung eine integrierte Klima- und Energiestrategie völlig
neu aufsetzt um den Ausbau erneuerbarer Energien massiv zu
beschleunigen. „Zusätzlich würden wir es begrüßen, wenn sich die
Oberösterreichische Politik für eine VOEST-Standortsicherungsklausel
im neuen Ökostromgesetz einsetzt, die neben dem Bedarf der
E-Mobilität und der gesamten energieintensiven Industrie auch die 33
TWh für die wasserstoffbasierte Stahlproduktion aus österreichischem
Ökostrom gewährleistet. Darauf könnten sich dann Industriebetriebe,
wie die VOEST, absolut und nicht relativ zum Wirtschaftswachstum
verlassen“, schließt Mayer.
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