- 22.02.2017, 09:30:01
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Wirtschaftsbund Wien Umfrage: Selbstständige der Bundeshauptstadt ganz klar für flexiblere Arbeitszeiten
12 Stunden Tageshöchstarbeitszeit, 60 Stunden Wochenhöchstarbeitszeit und 2 Jahre Durchrechnungszeitraum als klarer Favorit bei mehr als 2000 Teilnehmern
Utl.: 12 Stunden Tageshöchstarbeitszeit, 60 Stunden
Wochenhöchstarbeitszeit und 2 Jahre Durchrechnungszeitraum als
klarer Favorit bei mehr als 2000 Teilnehmern =
Wien (OTS) - „Es geht nicht darum, mehr zu arbeiten, sondern
flexibler“, stellt Christoph Biegelmayer, Direktor des Wiener
Wirtschaftsbundes, gleich zu Beginn der Vorstellung der
Umfrageergebnisse der Wirtschaftsbund Wien Umfrage unter den Wiener
Klein- und Mittelbetrieben zum Thema Arbeitszeitflexibilisierung
klar. „Wer Arbeitsplätze halten und neue schaffen möchte, muss die
Erwartungen und Lebensrealitäten der KMU berücksichtigen“, so
Biegelmayer.
Die wichtigsten Ergebnisse im Detail:
• Jeder zweite (46,08%) Teilnehmer stuft die derzeit geltenden
Arbeitszeitgesetze als „unbefriedigend“ ein, nur knapp 4 Prozent
(3,6%) empfinden sie als „sehr gut“.
• Dementsprechend sprechen sich satte 88,7% für eine generelle
Flexibilisierung der Arbeitszeit aus. Von den teilgenommenen
Arbeitgeberbetrieben glaubt fast der gleiche Prozentsatz (86%), dass
auch die eigenen Arbeitnehmer eine Arbeitszeitflexibilisierung
befürworten.
• Das vom Wirtschaftsbund vorgeschlagene Arbeitszeitmodell 12 Stunden
Tageshöchstarbeitszeit, 60 Stunden Wochenhöchstarbeitszeit und 2
Jahre Durchrechnungszeitraum gilt als klarer Favorit unter den
Unternehmerinnen und Unternehmern: 47% sehen es als „sehr gut“ und
37,5% als „gut“ an.
• Die Auswirkungen dieses Modells auf das eigene Unternehmen ergeben
ein ähnliches Bild: Positive Auswirkungen auf die
Wettbewerbsfähigkeit (90%), die Kundenzufriedenheit (90%) und die
Innovationsfähigkeit (84%) werden angenommen, sollte das Modell
umgesetzt werden. Selbst bei der Mitarbeiterzufriedenheit, Motivation
und Bindung der Mitarbeiter (78%) überwiegen laut Meinung der
Selbstständigen die positiven Auswirkungen einer
Arbeitszeitflexibilisierung.
Die Ergebnisse sind für Biegelmayer „ein klarer Auftrag“ zur
sozialpartnerschaftlichen Umsetzung. Seiner Meinung nach ist es
„höchste Zeit die ideologischen Scheuklappen auf allen Seiten endlich
abzulegen und im Sinne des Wirtschaftsstandortes die bestmöglichen
Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber durchzusetzen“,
so Biegelmayer abschließend.
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