- 05.02.2017, 13:30:01
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Internationaler Tag gegen Genitalverstümmelung: Für Grüne übelste Menschenrechtsverletzung
Aslan: „Internationale Bemühungen für ein Ende dieser schädlichen Praxis dürfen nicht nachlassen"
Utl.: Aslan: „Internationale Bemühungen für ein Ende dieser
schädlichen Praxis dürfen nicht nachlassen" =
Wien (OTS) - „Die frauenfeindliche Praxis der Genitalverstümmelung
geht weltweit zurück, aber sie ist noch lange nicht überwunden“,
erklärt die Grüne Frauensprecherin Berivan Aslan anlässlich des
Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung (FGM) am 6. Februar.
Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sind rund 150
Millionen Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betroffen bzw.
bedroht. „Das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit darf
niemals kulturellen und religiösen Überzeugungen geopfert werden.
Leider geschieht dies aber besonders oft, wenn es um Frauenkörper
geht“, klagt Aslan.
Auch in Österreich ist das ein Thema, wiewohl verboten und unter
Strafe gestellt. Dennoch gibt es Frauen und Mädchen, die hierzulande
darunter leiden müssen, etwa weil sie als Kinder bereits beschnitten
wurden und dann nach Österreich migrierten. Inzwischen gibt es
chirurgische Möglichkeiten, eine Genitalverstümmelung teilweise
rückgängig zu machen. Diese Operationen (die sogenannte
De-Fibulation) werden seit 2009 auch in Österreich angeboten. „Die
Ambulanz in Wien ist ein hervorragendes Beispiel, wie
fächerübergreifend mit Opfern von Genitalverstümmelung gearbeitet
werden kann. Es ist gut und richtig, dass wir uns hier in Österreich
so breit für Frauengesundheit einsetzen“, betont Aslan.
Positiv seien zudem die Neuerungen in der Strafprozessordnung, die es
Opfern von Genitalverstümmelung erleichtern, im Ausland begangene
Straftaten anzuzeigen. „Österreich nimmt die Opfer von
Genitalverstümmelung ernst. Wichtig ist nun, dass die österreichische
Entwicklungszusammenarbeit sich dieses Themas weiterhin annimmt und
bei den Aufklärungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen nicht nachlässt.
Auch die internationale Gemeinschaft ist gefordert, weiterhin
hartnäckig auf ein Ende dieser menschenrechtswidrigen Praxis
hinzuwirken“, fordert die Grüne.
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