Fernwärme unter günstigsten Heizformen

Wien (OTS) - Der Fachverband der Gas- und Wärmeversorger kontert auf die von der Arbeiterkammer (AK) vorgelegten Forderungen im Fernwärme-Bereich: „Fernwärmepreise sind wie eine Studie der Österreichischen Energieagentur belegt, eine der günstigsten Heizformen in Österreich – die Zahlen sind transparent.“

Etwa jeder fünfte Haushalt in Österreich wird mit Nah- oder Fernwärme beheizt. Jährlich kommen einige Tausend neue Anschlüsse hinzu. „Das zeigt: Fernwärme als schadstoffarmer, flexibler und sicherer Energieträger ist eine der beliebtesten Heizformen“, sagt Mag. Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverbands der Gas- und Wärmeversorgungs¬unternehmungen (FGW).

Heizkostenstudie der Energieagentur

Eine aktuelle Analyse der gesamten Energie- sowie Investitionskosten, durchgeführt von der Österreichischen Energieagentur, belegt: Mit Fernwärme heizen Kunden gegenüber Pellets, Brennholz oder Öl vergleichsweise günstiger – und zwar sowohl in thermisch sanierten, in unsanierten Gebäuden und auch in Neubauten. Lediglich Erdgas ist im Vergleich der Heizkosten etwas günstiger.

Allgemeine Verbraucherschlichtungsstelle für Fernwärme zuständig Weiterer Bürokratieausbau, wie ihn die Arbeiterkammer vorschlägt, hält der Fachverband für entbehrlich: „Mit der staatlich anerkannten Schlichtungsstelle für Verbrauchergeschäfte unter der Leitung von Frau Dr. Irmgard Griss gibt es seit Anfang 2016 eine entsprechend kompetente Institution.“

Fernwärmepreise unterstehen dem Preisgesetz

Viele große Fernwärmeversorger sind an (Höchst-)Preisbescheide der gesetzlich vorgesehenen Preisbehörden gebunden. Von den insgesamt 930.000 versorgten Wohnungen unterliegen etwa die Hälfte einer staatlichen Preisregulierung. Weiters unterliegen alle Fernwärmeverträge in Österreich selbstverständlich dem Konsumentenschutz.

Fernwärme steht im Wettbewerb

Fernwärmeanbieter stehen genauso im Markt und betreiben kein wie immer geartetes „Monopol“. Jeder Bauträger kann sich bei der Errichtung für die Heizform seiner Wahl entscheiden, das heißt Fernwärme konkurriert regelmäßig mit anderen Technologien wie etwa Erdgas oder Wärmepumpen. Dass sich Fernwärme in Linz, Wien oder Graz großer Beliebtheit erfreut, liegt eben am attraktiven Gesamtpaket, den günstigen Vollkosten und der umweltfreundlichen Technologie. Das Wesen einer Zentralheizung ist, dass es sich um eine Gemeinschaftsanlage handelt, das ist bei anderen vergleichbaren Heizanlagen, wie etwa bei Gaskesseln, genauso. Auch hier gibt es beispielsweise keine Unterscheidung zu Gaskesseln, bei welchen auch zu Beginn eine Systementscheidung getroffen wird.

Konsumentenschutz und Mahnwesen

Selbstverständlich gibt es bei Fernwärmeanbietern ein mehrstufiges Mahnverfahren. Eine Absperrung ist somit nur die Ultima Ratio, wenn alle Versuche einer Klärung gescheitert sind. Zudem haben große Anbieter bestens ausgebildete Ombudsteams, in welchen sich qualifizierte Sozialarbeiter um Härtefälle bemühen und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden an einvernehmlichen Lösungen im Sinne der Kunden arbeiten. Städte, Gemeinden und Fernwärmeanbieter nehmen hier ihre soziale Verantwortung wahr.

Vorteile von Fernwärme

Der verstärkte Fernwärme- und Fernkälteleitungsausbau und der größere Absatz von Wärme tragen in Österreich maßgeblich zur Verminderung von Treibhausgasen bei. Private Haushalte profitieren ebenso von den konstanten Preisen, der besseren Energieeffizienz, geringeren Treibhausgasemissionen und weniger Feinstaub. Daher ist der Ausbau des Fernwärmenetzes zu Recht eines der vorrangigen Ziele des EU-Energieeffizienzplans.

Über Fernwärme

Fernwärme wird im Sommer ebenso wie im Winter zur Wärmeversorgung und Warmwasseraufbereitung erzeugt und gleichzeitig zur Herstellung der umweltfreundlichen Fernkälte eingesetzt. Dieselben Energiequellen, die für die Erzeugung von Fernwärme benutzt werden, kann man auch als Antriebsenergie für Kältemaschinen verwenden. Sogenannte „Absorptionskältemaschinen“ verwenden Abwärme aus Industrie, KWK-Anlagen oder Abfallverbrennung, die das ganze Jahr zur Verfügung stehen. Wie bei der Fernwärme, werden die Objekte zentral versorgt (oder auch dezentral, dann wir eine Kältezentrale beim Verbraucher errichtet). Isolierte Rohre transportieren das auf 6°C gekühlte Wasser zum Kunden, mit etwa 16°C fließt es zur neuerlichen Abkühlung wieder zurück.

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW)
Mag. Michael Mock, Geschäftsführer
mock@gaswaerme.at
Tel.: +43/1/513 15 88-13
www.gaswaerme.at

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