- 01.02.2017, 11:35:17
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BIO AUSTRIA Bauerntage: Gewinner des Innovationspreises Bio-Fuchs ausgezeichnet
Wettbewerb heuer im Zeichen des Tierwohls - Erster Preis geht an Salzburger Projekt zur Trinkwasserversorgung von Rindern auf der Weide

Utl.: Wettbewerb heuer im Zeichen des Tierwohls - Erster Preis geht
an Salzburger Projekt zur Trinkwasserversorgung von Rindern
auf der Weide =
Wels (OTS) - Im Rahmen der BIO AUSTRIA Bauerntage im Bildungshaus
Schloss Puchberg bei Wels wurde gestern, Dienstag, zum achten Mal der
Innovationspreis BIO AUSTRIA-Fuchs für hervorragende Projekte und
Ideen in der Biolandwirtschaft vergeben. Diesmal stand der Wettbewerb
unter dem Motto „Tierwohl am Bio-Betrieb“. Zum Mitmachen aufgerufen
waren alle Biobäuerinnen und Biobauern Österreichs. Gesucht waren
Maßnahmen, die das Wohlergehen von Tieren am Bio-Bauernhof besonders
fördern. Bio-Betriebe aus ganz Österreich haben Projekte eingereicht.
Alle Einsendungen wurden von einer unabhängigen Jury nach den
Kriterien Kreativität, Beitrag zur Erhöhung des Tierwohls sowie
Umsetzbarkeit und Nutzen für andere Biobäuerinnen und Biobauern
bewertet. Die Preise wurden den Gewinnerinnen und Gewinnern von BIO
AUSTRIA-Obfrau Gertraud Grabmann und Christa Gröss, Leiterin der
Abteilung Landwirtschaft bei BIO AUSTRIA übergeben.
Die Gewinner des ersten Preises kommen heuer aus Piesendorf in
Salzburg: Kathrin und Ägidius Steiner konnten sich mit ihrem Projekt
zur Trinkwasserversorgung von Weiderindern bei der Jury durchsetzen.
Um die Versorgung der Tiere mit Trinkwasser zu ermöglichen, haben
die Steiners eine Nutzwassergenossenschaft gegründet. 42 Bäuerinnen
und Bauern wurden von dem Projekt überzeugt, elf Kilometer
Wasserleitung verlegt und 64 Tränken aufgestellt. Etwa 400 Rinder
profitieren nun in den Sommermonaten von diesen Bemühungen, da sie
rund um die Uhr bestes Trinkwasser zur Verfügung haben.
Der zweite Preis geht in diesem Jahr nach Wien. Hier hat Andreas
Maurer eine mobile Schweinesuhle entwickelt, um einer zu starken
Beanspruchung des Bodens durch die exzessive Nutzung der Tiere
vorzubeugen. Denn wo Schweine suhlen sind oft noch nach Jahren Löcher
in der Erde vorhanden. Auf einem absenkbaren Anhänger hat Mauerer
daher ein Suhle-Becken aufgebaut, das mit Erde und Wasser gefüllt
werden kann. Als Aufstiegsrampe fungieren die Bordwände. Die mobile
Suhle kann problemlos gereinigt und jederzeit auf einem anderen Platz
abgestellt werden. Ein Sonnendach erhöht das „Wellnessangebot“ für
die Schweine noch zusätzlich.
Den dritten Platz konnte sich Franz Haslehner aus St. Agatha in
Oberösterreich sichern. Er wurde für die Erfindung eines absenkbaren
Weidezauns ausgezeichnet. Um seinen Ziegen das Pendeln zwischen Weide
und Stall leichter zu ermöglichen, ohne dabei selbst ständig den Zaun
eigenhändig öffnen zu müssen, hat er ein automatisch absenkbares
Zaunband entworfen. Die Tiere können nun je nach Lust und Laune
jederzeit hinaus ins Grüne und wieder zurück.
"Die Biolandwirtschaft ist dem Tierwohl seit je her verpflichtet, ist
oft Vorreiter auf diesem Gebiet. Dennoch ist es notwendig, laufend
neue Erkenntnisse auf unseren Höfen umzusetzen und uns
weiterzuentwickeln. Ich freue mich über die zahlreichen Einsendungen
und gratuliere den Gewinnerinnen und Gewinnern des
Bio-Fuchs-Wettbewerbs zu ihren kreativen Ideen zur Steigerung des
Tierwohls auf ihren Betrieben", betonte BIO AUSTRIA Obfrau Gertraud
Grabmann anlässlich der Preisverleihung.
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