- 30.01.2017, 16:35:30
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Handelsverband begrüßt Mut ins Tun zu kommen. Arbeitsmarkt braucht Tempo bei Umsetzung und kein weiteres Ankündigungsprogramm
Lohnnebenkostensenkung, Investitionsanreize und Arbeitszeitflexibilisierung haben Priorität. Bundesregierung und Sozialpartner sind gefordert schnell Ergebnisse zu liefern.
Utl.: Lohnnebenkostensenkung, Investitionsanreize und
Arbeitszeitflexibilisierung haben Priorität. Bundesregierung
und Sozialpartner sind gefordert schnell Ergebnisse zu
liefern. =
Wien (OTS) - „Das heute beschlossene Arbeitspaket der Bundesregierung
enthält einige positive Handlungsabsichten“, so Stephan
Mayer-Heinisch, Präsident des Handelsverbandes. „Allerdings fehlen
bei manchen Themenstellungen noch konkrete Pläne und fristnahe
Umsetzungsvorschläge. Das neue Regierungsprogramm darf zu keinem
weiteren Ankündigungsprogramm werden.“
Eine Lohnnebenkostenentlastung der Arbeitgeber, die durch den
Beschäftigungsbonus erreicht werden soll, ist längst überfällig. Der
Jobmotor Handel beschäftigt alleine 580.000 Menschen.
„Wir müssen in die Gänge kommen, wenn wir die Arbeitsplätze in
Österreich halten und neue schaffen wollen. Der Beschäftigungsbonus
kann dabei helfen, jedoch hoffe ich, dass die praktische Umsetzung
nicht noch mehr Bürokratie in der Lohnverrechnung erzeugt. Die
Investitionsanreize müssen auch mitarbeiterintensive Branchen wie den
Handel berücksichtigen, um relevante Beschäftigungseffekte zu
erzielen“, so Mayer-Heinisch.
Dass die Themen Arbeitszeitflexibilisierung und Mindestlohn wieder
aufgeschoben und Verantwortung abgeschoben wurden, ist aus der Sicht
des Handels enttäuschend. Die Sozialpartner müssen auch Ihren
Reformwillen beweisen und im Sinne des Handels rasch Tempo aufnehmen,
um möglichst bald zu einer zukunftsweisenden Einigung zu kommen.
„Der steuerbedingte Wettbewerbsvorteil internationaler Konzerne
gegenüber heimischen Unternehmen ist ein altbekanntes Problem, auf
das der Handelsverband seit Jahren hinweist. Ein Maßnahmenpaket
hätte schon längst entwickelt und umgesetzt werden können. Wir hoffen
der Finanzminister präsentiert sein Paket schon im Frühling, bevor
die Sommerpause oder Neuwahldiskussionen die Reformbestrebungen der
Bundesregierung wieder entschleunigen“, hofft Mayer-Heinisch auf
weniger Aufschieben und mehr Umsetzen.
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