- 25.01.2017, 11:25:11
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Wenn Autos von alleine fahren
Über 100 Gäste kamen zum OCG Jahresopening 2017 zum Thema "Automatisiertes Fahren"

Utl.: Über 100 Gäste kamen zum OCG Jahresopening 2017 zum Thema
"Automatisiertes Fahren" =
Wien (OTS) - Elektrofahrzeuge und selbstfahrende, „autonome“ Autos,
super-smarte und „connected“ Gefährte aller Art und Drohnen – was
kommt da auf uns zu und wie sieht die Mobilität der Zukunft, wie
sieht der Verkehr der Zukunft aus? Diese spannenden Fragen standen im
Mittelpunkt des Jahresopenings 2017 der Österreichischen Computer
Gesellschaft (OCG), an dem gestern Dienstag über 100 Gäste
teilnahmen.
„Die Mobilität der Zukunft ist in Veränderung, daran besteht kein
Zweifel. Ob das connected, self-driving-car kommt, diese Frage stellt
sich nicht mehr. Es ist nur mehr eine Frage des Zeitpunkts“, stellt
Ronald Bieber, Generalsekretär der OCG, fest. Sechs Referenten
berichteten aus unterschiedlichen Perspektiven über Möglichkeiten,
Herausforderungen aber auch Zukunftsvisionen und Risiken des
„autonomen Fahrens“.
Die Keynote mit dem Thema „Mobility 4.0“ hielt Dirk Helbing,
Professor für Computational Social Science von der ETH Zürich. Was
kommt mittelfristig auf uns zu? Wie wird das unsere Städte verändern?
Welchen Beitrag wird die Revolution im Mobilitätssektor zur
Bewältigung der Klimaziele leisten? Was bedeutet das für die
Automobilunternehmen, was für uns alle? Und wie kann der CO2 Ausstoß
tatsächlich verringert werden? Dazu brachte Helbing einiges an
Aspekten ein, er ging in seinem Vortrag auch auf sozioökonomische
Aspekte und die Arbeitswelt der Zukunft ein – wenn etwa mehr Telework
geleistet wird, verringert sich auch das Verkehrsaufkommen.
Viele Herausforderungen in der „Mischphase“
Carsten Weber, Consulter bei Mieschke & Partner und seit bald 25
Jahren in der Management-, Prozess und IT-Beratung im Umfeld der
Automobilindustrie tätig, lenkte den Blick vor allem auf die
kommenden Herausforderungen der „Mischphase“, das heißt dem
parallelen Betrieb von herkömmlichen und autonomen Fahrzeugen.
Enkelejda Kasneci, Professorin für Informatik an der Universität
Tübingen, präsentierte ein konkretes Projekt: Sie beschäftigt sich
mit ihrem Team mit der Erforschung der Augenbewegungen während des
Fahrens und Fahrer-Assistenz-Systemen. Beim Test wurden 73 Probanden
während einer Fahrt von 35 Minuten auf der Teststrecke vier
verschiedene Aufgaben (Lesen, Video-Schauen, Mail-Schreiben, keine
Tätigkeit), gestellt. Fazit: Die Augenbewegungen sind dabei
tatsächlich unterschiedlich.
Zu den weiteren Referenten zählten Bernd Datler, Geschäftsführer der
ASFINAG, der Autonomes Fahren aus Sicht eines Infrastrukturbetreibers
schilderte, Siegfried Reich, Geschäftsführer von Salzburg Research,
der über den Test von selbstfahrenden Minibussen im Salzburger
Stadtverkehr berichtete und last but not least, Martin Höfler, seit
2008 Produktmanager Automotive von TTTech, der „Fehlertolerante
Systeme für das automatisierte Fahren“ thematisierte. TTTech arbeitet
in Kooperation mit Audi aktuell an einem „Level 3“
(hochautomatisierten) System für autonomes Fahren. Martin Höfler
brachte es auf den Punkt: „Die Frage ist immer, wie viel Autonomie
lassen wir zu und wie schaffen wir ausfallssichere Systeme?“ In der
Luftfahrtindustrie wird etwa derzeit mit 3fach redundanten Systemen
gearbeitet. Beim autonomen Fahren werden „Level 4“
(vollautomatisierte) Systeme laut Höfler frühestens 2020 auf den
Markt kommen. Fazit der Tagung: Wir sind derzeit bei „Level 2“
(teilautomatisiert) angekommen, und es warten noch sehr, sehr viele
Herausforderungen für das autonome Fahren.
Abstracts zu allen Vorträgen und Informationen zu allen Referenten
sind online zu finden, in Kürze stehen hier auch die Präsentationen
zu Verfügung: http://www.ocg.at/jahrestagung2017
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/8736
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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