• 25.01.2017, 11:15:01
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  • OTS0061

Jahrespressekonferenz 2017 des Architekturzentrum Wien

Direktorin Angelika Fitz stellt das Programm 2017 vor

Utl.: Direktorin Angelika Fitz stellt das Programm 2017 vor =

Wien (OTS) - Seit 1. Jänner 2017 hat das Architekturzentrum Wien mit
Angelika Fitz eine neue Direktorin. Sie wird auf der besonderen DNA
des Architekturzentrum Wien aufbauen, die stets nach der
gesellschaftlichen Dimension von Architektur fragt, und gleichzeitig
das Haus programmatisch weiterentwickeln. Im Zentrum ihrer
Neuausrichtung steht die Frage „Was kann Architektur?“. Das „Können“
bezieht sich dabei vor allem auf eine Rückgewinnung der
Handlungsfähigkeit. Was kann Architektur zu den aktuellen
gesellschaftspolitischen Herausforderungen beitragen? Die
Beschäftigung mit einer „gebauten Verteilungsgerechtigkeit“, Fragen
nach dem Zusammenleben in einer zunehmend diversen Gesellschaft sowie
der Dauerbrenner des nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen, sind
zentrale Anliegen ihrer zukünftigen Arbeit.

Zu allen drei Schwerpunkten bietet das Jahresprogramm 2017 neue
Impulse: Die britischen Jungstars „Assemble“ entwickeln prototypische
Projekte dafür, wie gemeinschaftliches, räumlich innovatives,
ökologisches und nachhaltiges Bauen aussehen könnte (01.06. –
11.09.2017). Mit seinem Beitrag zur Vienna Biennale verlässt das Az W
die Ausstellungsräume am Standort MuseumsQuartier und geht in den
Stadtraum. Unter dem Titel „Care + Repair“ (21.06. – 31.07.2017)
entsteht ein öffentlicher Arbeitsraum in einem der spannendsten
Stadtentwicklungsgebiete Wiens, dem ehemaligen Nordbahnhof. Mit der
Pop-up-Ausstellung „Actopolis“ (07.10. – 15.10.2017) bietet das Az W
eine Bühne für AkteurInnen aus Südosteuropa: Wie haben sich die
Stadtgesellschaften nach den Ereignissen im Gezi-Park in Istanbul
oder am Syntagma-Platz in Athen, nach Öffnung und Schließung der
Balkanroute verändert und was können wir davon lernen? Im Herbst 2017
schaut das Az W hinter die Kulissen der Architekturproduktion – „Form
folgt Paragraph“ lautet der provokante Titel der Schau, die anhand
anschaulicher Beispiele eine breite Diskussion zu Baurecht, Normen
und Standards, aber auch ganz grundsätzlich zur
„Vollkaskogesellschaft“ entfachen will (23.11.2017 – Frühjahr 2018).

Was kann Architektur? – diese zentrale Frage geht uns alle an! In
sämtlichen Bereichen wird das Az W nicht nur neuralgische Themen,
sondern auch neue Formate zu dieser Fragestellung erarbeiten. Ziel
ist ein Museum, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern sich als Ort
des Teilens von Wissen manifestiert. Dabei spielt die Einbeziehung
der Perspektive der NutzerInnen von Architektur eine zentrale Rolle,
um eine Brücke zwischen Fachwelt und breitem Publikum zu spannen. Das
umfassende Veranstaltungs- und Vermittlungsangebot für alle
Altersgruppen mit beispielsweise über 500 Veranstaltungen,
Exkursionen und Workshops im letzten Jahr trägt zur vielschichtigen
Verankerung von Architektur bei. Gleichzeitig gilt es weiterhin die
Bewahrung, Erforschung und Aktualisierung des architektonischen Erbes
zu sichern. Das wissenschaftliche Renommee des Hauses bewog in den
letzten Jahren viele österreichischen ArchitektInnen des 20.
Jahrhunderts dazu, ihre Vor- oder Nachlässe dem Az W anzuvertrauen.
Diese einzigartige Sammlung wird im neuentwickelten Format
„SammlungsLab“ zukünftig regelmäßig ihren Auftritt bekommen. Ein- bis
zweimal im Jahr werden Originalmaterialien in aktuelle Kontexte
gestellt. Das SammlungsLab versteht sich als Probebühne für einen
experimentellen und zukunftsgerichteten Umgang mit dem
architektonischen Erbe und ist durchaus als Vorbereitung für eine
permanente Präsentation der Architektursammlung gedacht. Das erste
SammlungsLab zeigt mit der Schau „Das Terrassenhaus. Ein Wiener
Fetisch?“ (19.10. – 20.11.2017) Einblicke in diesen Wohntypus von
Adolf Loos bis heute.

Nähere Informationen zu den Ausstellungen sowie hochauflösende
Pressefotos:
www.azw.at/jahrespressekonferenz

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