- 23.01.2017, 10:44:33
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144 Organisationen: Regierungsspitze soll Nachhaltigkeitsziele endlich umsetzen!
Kanzler Kern und Vizekanzler Mitterlehner sollen die Nachhaltigkeits-Agenda 2030 der Vereinten Nationen wie in Deutschland zur Chefsache erklären.
Utl.: Kanzler Kern und Vizekanzler Mitterlehner sollen die
Nachhaltigkeits-Agenda 2030 der Vereinten Nationen wie in
Deutschland zur Chefsache erklären. =
Wien (OTS) - Von GLOBAL 2000, Greenpeace und WWF über Caritas, Rotes
Kreuz bis hin zu Arbeiter-Samariter-Bund, Dreikönigsaktion und vielen
andern wandten sich heute in einem offenen Brief 144 Organisationen
an die Regierungsspitzen. Sie rufen darin zu einem raschen, von der
Regierung gesteuerten und transparenten Prozess für eine neue
Nachhaltigkeitsstrategie auf.
Österreich unterzeichnete vor mehr als einem Jahr die Agenda 2030 der
Vereinten Nationen und ihre Nachhaltigkeitsziele (Sustainable
Development Goals – SDGs). Bisher gibt es in Österreich jedoch weder
einen Entwurf noch einen Zeitplan für die Umsetzung der Agenda 2030.
Dabei ist Österreichs aktuelle Nachhaltigkeitsstrategie aus dem Jahr
2002 längst überholt. Um ihre internationale Verpflichtungen und ihr
Bekenntnis zu mehr Nachhaltigkeit zu erfüllen, muss die Regierung die
Umsetzung der SDGs endlich angehen.
„In Deutschland ist die Agenda 2030 längst Chefsache. Die deutsche
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bereits im Frühling 2016 den
Strategieentwurf zur Erreichung der SDGs vorgelegt, während in
Österreich noch immer vollkommen unklar ist, ob etwas passiert“, sagt
Thomas Alge, Geschäftsführer von ÖKOBÜRO – Allianz der
Umweltbewegung.
Bei den SDGs gehe es um nicht weniger als um eine zukunftsfähige
Version von Gesellschaft, Wirtschaft und Arbeit. Alge: „Es ist zwar
schön, dass sich Bundeskanzler Kern im Plan A für bewussten Umgang
mit Ressourcen ausspricht und auch Vizekanzler Mitterlehner
Nachhaltigkeit zuletzt als Schwerpunkt für die Regierungsarbeit
nannte, aber auf die Worte müssen nun Taten folgen. Wir fordern
Bundeskanzler Christian Kern und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner
daher dazu auf, den seit über zehn Jahren erkennbaren Stillstand in
der österreichischen Nachhaltigkeitspolitik zu beenden und die
Chancen der Nachhaltigkeitsziele endlich zu nutzen.“
Am 25. September 2015 hat die Generalversammlung der Vereinten
Nationen die Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung beschlossen.
Darin enthalten sind 169 Ziele in 17 Zielsektoren für Nachhaltige
Entwicklung (Sustainable Development Goals - SDGs) – von Bildung und
gesundes Leben für alle über Klimaschutz und saubere Energiegewinnung
bis hin zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum und Vollbeschäftigung.
Alle 193 UN-Mitgliedstaaten einigten sich darauf, umgehend aktiv zu
werden und die Agenda bis 2030 umzusetzen.
ÖKOBÜRO ist die Allianz der Umweltbewegung. Dazu gehören 16
österreichische Umwelt-, Natur- und Tierschutz-Organisationen wie
GLOBAL 2000, Greenpeace, Naturschutzbund, VIER PFOTEN oder der WWF.
ÖKOBÜRO arbeitet auf politischer und juristischer Ebene für die
Interessen der Umweltbewegung.
Mehr Informationen:
- Link zum Brief:
http://www.oekobuero.at/images/doku/briefanregierungsdgsumsetzen.pdf
- SDG-Übersicht:
www.un.org/sustainabledevelopment/sustainable-development-goals/
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