- 20.01.2017, 12:39:39
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Den ländlichen Raum durch Familienbetriebe stärken
Eröffnung der Internationalen Grünen Woche in Berlin
Utl.: Eröffnung der Internationalen Grünen Woche in Berlin =
Berlin (OTS) - Die Internationale Grüne Woche in Berlin, die
weltgrößte Verbraucherschau für Ernährung und Landwirtschaft, bildet
jährlich den agrarpolitischen Auftakt in Mitteleuropa. Anlässlich der
heutigen Eröffnung betonen die Land&Forst Betriebe Österreich die
zentrale Bedeutung der landwirtschaftlichen Familienbetriebe für den
ländlichen Raum, die Umwelt und die Gesellschaft.
Eine stabile Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) muss auch in
Zukunft die Grundlage für die europäische Landwirtschaft bilden. Dazu
braucht es auch weiterhin die zwei Säulen der GAP. Die zweite Säule
zielt auf die Entwicklung des ländlichen Raums. „Die Beibehaltung und
der Ausbau der zweiten Säule sind wichtig für die
Haupterwerbsbetriebe im ländlichen Raum. Nur so kann über die zweite
Säule auf den Standort mit spezifischen Maßnahmen und Instrumenten,
zum Beispiel im Bereich Umwelt und Klimaschutz, eingegangen werden.
Die Vollerwerbsbetriebe müssen gestärkt werden, sie sind
Wirtschaftsmotor, Arbeitgeber, Innovationsträger und Rückgrat des
ländlichen Raums. Sie sichern gerade strukturell schwächeren Regionen
Arbeitsplätze und stehen als innovative Leitbetriebe für
Weiterentwicklung“, betont Felix Montecuccoli, Präsident der
Land&Forst Betriebe Österreich.
„Gleichzeitig muss der bürokratische Aufwand für Verwaltung und
Betriebe dringend wieder zurückgeführt werden, damit die Betriebe
sich auf ihre Kernaufgabe einer nachhaltigen Landbewirtschaftung
konzentrieren können“, fordert Vizepräsident Richard Auer-Welsbach.
„Die Vielfalt der heimischen Betriebe in Größe und Ausrichtung ist
DIE Stärke der österreichischen Agrarstruktur. Nur so kann man den
unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten gerecht werden. Die
österreichische Landwirtschaft ist so vielfältig strukturiert wie die
heimische Kulturlandschaft. Über dieser Vielfalt steht das gemeinsame
Dach der nachhaltigen Bewirtschaftung. Dabei geht es nicht nur um
Produktion, sondern auch um Leistungen für die Umwelt und die
Gesellschaft, die sogenannten „Public Goods“ wie gepflegte Landschaft
oder Naturschutz“, so Präsident Montecuccoli, der damit die Aussagen
der österreichischen Agrarspitze bei der Grünen Woche in Berlin
unterstreicht.
Generationenübergreifende Landbewirtschaftung ist Stärke des
ländlichen Raums
Durch jahrhundertelange Landnutzung und -bewirtschaftung durch
Familienbetriebe kann Österreich auf eine Landwirtschaft stolz sein,
die qualitativ hochwertige Lebensmittel produziert. Gleichzeitig
bewirtschaften diese Betriebe seit Generationen nach dem Konzept der
Nachhaltigkeit und Multifunktionalität und ermöglichen dadurch eine
Kulturlandschaft mit Artenvielfalt und Biodiversität. Die Fundamente
für diese seit Generationen gelebte nachhaltige Landbewirtschaftung
sind Familie, ein starkes Eigentumsrecht und stabile
Rahmenbedingungen.
„Es geht letztlich um das Interesse an leistbaren und qualitativ
hochwertigen Lebensmitteln, die Infrastruktur im ländlichen Raum, den
Umweltschutz, die Biodiversität und energiepolitischen
Herausforderungen, die Lebensqualität, die Landschaftsgestaltung und
den Tourismus. Und es sind auch die Leitbetriebe, die Arbeitsplätze
in strukturarmen Regionen sichern, technischen Fortschritt und
Innovationen ermöglichen und über ihre professionelle Arbeit die
verschiedenen gesellschafts- und umweltpolitischen Zielsetzungen auf
großen Einheiten sicherstellen können“, so Montecuccoli abschließend.
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