• 20.01.2017, 10:47:12
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  • OTS0055

Verbesserung der Bonität und des Ratings der KMU

Verbesserung der Bonität und des Ratings der KMU

Wien (OTS) - Aktuellen Analysen von rund 82.000 Jahresabschlüssen
zufolge konnten die österreichischen kleinen und mittleren
Unternehmen (KMU) der marktorientierten Wirtschaft (Gesamtwirtschaft
unter anderem ohne Land- und Forstwirtschaft und persönliche
Dienstleistungen) ihre Bonität weitgehend stabil halten oder sogar
verbessern (Ratingmodell der KMU Forschung Austria und des KSV1870).

Insgesamt 13% der Unternehmen sind einer der drei A-Klassen
zuzuordnen, 27% in BBB, 49% in BB und 11% in B. In Klasse C befinden
sich keine Unternehmen. Die durchschnittliche
Ausfallswahrscheinlichkeit ist im Vergleich zur Vorperiode gesunken.
Das bedeutet somit eine Verbesserung der Bonität der KMU der
marktorientierten Wirtschaft Österreichs.

Maßgeblich verantwortlich für das Rating eines Unternehmens sind
unter anderem die Rentabilität, die Entwicklung der
Verbindlichkeiten, die Geldflüsse und die Kapitalstruktur.
Vereinfacht ausgedrückt: Je höher die Innenfinanzierungskraft und je
höher die Eigenkapitalquote bzw. je niedriger die Fremdkapitalquote,
umso besser ist die Bonität (und die Ratingklasse) eines
Unternehmens.

Wie die Entwicklung auf Basis einer Kohortenanalyse von 70.000
Unternehmen zwischen dem Jahr 2013/14 und 2014/15 zeigt, befanden
sich zwei Drittel der Unternehmen in der Vorperiode in derselben
Ratingklasse wie 2014/15. Deren Bonität hat sich somit nicht
verändert.

Bei einem Drittel der Unternehmen kam es zu Verschiebungen, wobei der
Anteil mit einer Verbesserung im Rating um 3% höher ist, als jener
mit einer Verschlechterung.

Meist kam es zu einer Verschiebung um eine Ratingklasse. 16% der
Unternehmen haben sich um eine Klasse verbessert (z.B. von A auf AA),
13% der Unternehmen haben sich um eine Klasse verschlechtert. 2%
haben sich um zwei Klassen oder mehr verbessert, 2% um zwei Klassen
oder mehr verschlechtert.
„Die Verschiebung in bessere Ratingklassen gemeinsam mit den
sinkenden durchschnittlichen Ausfallswahrscheinlichkeiten sind
deutliche Signale für eine positive Entwicklung der Bonität von KMU
in Österreich“ so Mag. Peter Voithofer, Direktor der KMU Forschung
Austria.

Genau zu beobachten gilt es jedoch jene Unternehmen, die ihr Rating
zwar halten konnten, sich aber in einer der hinteren Klassen (BB und
B) befinden: „Hier ist sicherlich auch Vorsicht geboten, da sich
diese Unternehmen in Ratingklassen befinden, wo schon geringfügige
Verschlechterungen im Unternehmensumfeld zu Krisen führen können“ so
Mag. Peter Voithofer.

Insgesamt sei aber „eine positive Entwicklung feststellbar.
Nichtsdestotrotz unterstreicht die Veränderung der Ratingklasse bei
einem Drittel der Unternehmen die Notwendigkeit eines laufenden
Monitorings, da Veränderungen der Wettbewerbsfähigkeit und -position
vielfach erst etwas später deutlich werden“.

Das Ratingmodell der KMU Forschung Austria ist ein leistungsfähiges
Modell zur Bonitätsbeurteilung von bilanzierenden Unternehmen. Es
basiert auf einer Kooperation zwischen dem KSV1870 (www.ksv.at) und
der KMU Forschung Austria (www.kmuforschung.ac.at). Weitere
Informationen und Bestellmöglichkeiten finden sich unter
www.branchenrating.at sowie unter www.ksv.at/bilanzbranchenrating

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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