Rechnungshof bestätigt Kerns „Plan A“ zur Forschungsförderung – Kucher: „Förderstellen bündeln und Transparenz erhöhen“

Wien (OTS/SK) - Der Bericht des Rechnungshofes zur heimischen Forschungsfinanzierung bestätigt die Vorschläge im „Plan A“ von Kanzler Christian Kern zur effizienteren Forschungsförderung. „Durch mehr Transparenz und eine Bündelung der Förderstellen könnten wir zu mehr Effizienz und einen höheren Output der Forschungsförderung kommen“, so SPÖ-Forschungs- und Technologiesprecher Philip Kucher. Der Bericht, der heute im Rechnungshofausschuss diskutiert wurde, moniert v.a. die unübersichtlichen Zahlungsströme und einen „Programmdschungel“. Außerdem wird die Vielzahl an Forschungsförderungsdatenbanken kritisch gesehen, die den Informationsfluss zwischen den Bundesländern und zwischen Bund und Ländern schwierig mache. ****

„Durch eine Bündelung der Förderstellen des Bundes könnten wir zumindest auf dieser Ebene Synergien schaffen und mehr Effizienz erreichen“, begrüßt Kucher den „Plan A“ des Kanzlers. So soll es statt der derzeit zehn Förderstellen des Bundes künftig drei geben, wobei sich eine um die Grundlagenforschung, eine um die angewandte Forschung und eine um Start-up-Förderung und Risikokapital kümmern sollte.

Wichtig wäre auch verstärkte Kooperation und mehr Transparenz in der Forschungsförderung über alle Gebietskörperschaften hinweg. So gibt es derzeit insgesamt 20 Datenbanken (davon 14 bei den Ländern), die die Förderungen von Bund und Ländern abbilden, „wobei oft nicht nachvollziehbar ist, ob ein Bundesland alle Förderungen einmeldet“, wie Kucher erläutert. Er unterstützt deshalb den Vorschlag im „Plan A“, dass ab einer gewissen Höhe alle Gebietskörperschaften Förderungen verpflichtend veröffentlichen. „Damit könnten wir ineffiziente Mehrfachförderungen vermeiden“, so Kucher.

„Insgesamt liegt Österreich mit einer Forschungsquote von 3,1 Prozent des BIP erstmals auf Platz zwei in Europa. Um unser Ziel von 3,76 Prozent zu erreichen, müssen wir aber unsere Anstrengungen verstärken und vor allem den Unternehmensanteil an den Gesamtforschungsausgaben weiter ankurbeln“, fordert Kucher und sieht im „Plan A“ des Kanzlers „die richtigen Antworten für den Forschungs- und Innovationsstandort Österreich“. (Schluss) sc/ah/mp

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