• 18.01.2017, 11:45:58
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  • OTS0086

ZAG: Augen auf beim Eierkauf

Sicherheit bei ausländischen Eiern nicht immer gegeben

Utl.: Sicherheit bei ausländischen Eiern nicht immer gegeben =

Wien (OTS) - Etwa 1 Mio. Eier werden pro Tag nach Österreich
verbracht, um als Frischeier auf heimischen Märkten verkauft, oder im
Bereich der Außer-Haus-Verpflegung, der Gastronomie oder der
Lebensmittelindustrie verarbeitet zu werden. Solche Eier sind nicht
immer unbedenklich zu konsumieren, das zeigte vor kurzem eine
Warnmeldung der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit
(AGES) für polnische Käfigeier, die wegen der Belastung durch
Salmonellen öffentlich zurückgerufen werden mussten. Wer auf Nummer
sicher gehen will, der sollte daher genau auf die Herkunft achten und
österreichische Frischeier einkaufen, raten Experten. Alle Frischeier
im Handel oder auf Wochenmärkten müssen klar hinsichtlich der
Haltungsform, der Herkunft und der landwirtschaftlichen
Betriebsnummer gekennzeichnet werden.

Die österreichischen Legehennenhalter haben in den vergangenen
Jahren sehr viel dazu beigetragen, die Gesundheit der Tiere, aber
auch die Sicherheit von heimischen Eiern zu verbessern. Die Obfrau
des Österreichischen Geflügelgesundheitsdienstes (QGV), Martina
Glatzl betont, dass heimische Legehennen auf Grund der intensiven
tierärztlichen Betreuung im europäischen Vergleich besonders gesund
sind. "Österreich zählt in der EU nachweislich zu den Ländern mit der
niedrigsten Belastung der Eier durch Salmonellen. Die Probenziehung
an den Betrieben erfolgt im Gegensatz zu anderen Ländern durch
geschulte Tierärzte. Eine Versicherungslösung wurde ausgearbeitet,
die von Salmonellen betroffenen Betriebe entschädigt. Somit wird dazu
beigetragen, dass belastete Eier erst gar nicht in den Handel
kommen", so die QGV-Obfrau.

Klare Rückverfolgbarkeit

"Es ist uns insgesamt gelungen, die Haltungsbedingungen für
Legehennen trotz erheblichem Preisdruck durch den freien Wettbewerb
in der EU zugunsten der Tiere und der Umwelt weiter zu verbessern",
betont der Obmann der Zentralen Arbeitsgemeinschaft der
Österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG), Robert Wieser. Heimische
Legehennen bekommen gentechnikfreies Futter und der wichtigste
Futtermittelbestandteil, die Sojabohnen, stammen aus dem
Nachhaltigkeitsprogramm "Donau Soja", das unter anderem rein
europäische Herkunft absichert.

"Will man sichergehen, Eier zu kaufen, die nach den strengen
österreichischen Tierhaltungsstandards produziert wurden, sollte man
zu solchen mit dem AMA Gütesiegel greifen", rät
ZAG-Obmannstellvertreter Franz Karlhuber. Eier mit dem AMA Gütesiegel
werden schon im Vorraum des Stalles gekennzeichnet und heimische Eier
sind über die Österreichische Eierdatenbank vom Verkaufsregal bis zum
einzelnen Legehennenhalter zurück zu verfolgen.

Höchstmaß an Sicherheit

Die heimischen Legehennenhalter bieten mit dem genannten
"Österreich Paket" an Maßnahmen ein Höchstmaß an Sicherheit beim
Eierkonsum. Im Gegensatz dazu untergraben importierte Käfigeier, die
am inländischen Markt als Frischeier angeboten werden, die
Qualitätsstrategie der österreichischen Geflügelwirtschaft und
gefährden das Vertrauen der Konsumenten in das wertvolle
Nahrungsmittel Ei, warnen die Obleute der ZAG und empfehlen, beim
Eiereinkauf besonders auf die österreichische Herkunft zu achten. Die
Kunden sollten also immer darauf schauen, dass am Eierstempel "AT"
als Herkunftsland angegeben ist. Was der Zahlencode am Eierstempel
genau bedeutet, das können Konsumenten im Internet auf
https://www.amainfo.at/ama-themen/produktvielfalt/eier/ nachlesen.
(Schluss)

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