• 16.01.2017, 08:30:01
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  • OTS0007

Schönfärberei seitens der Pensionskassen demnächst zu erwarten!

De facto wieder Verluste bei Pensionen der 2ten Säule (Pensionskassen)

Utl.: De facto wieder Verluste bei Pensionen der 2ten Säule
(Pensionskassen) =

Wien (OTS) - In den nächsten Tagen sind wieder die üblichen Meldungen
der Pensionskassen zu erwarten. Trotz deren positiven Darstellungen
ist festzuhalten, dass es ihnen
wieder einmal nicht gelungen ist, Kürzungen bei den Pensionen zu
vermeiden.
Damit wird per 1.1.2017 bei vielen Pensionskassenpensionen bei der
Summe der bisher erlittenen Verluste die 50%-Marke überschritten. Im
Klartext: Viele Pensionisten der 2ten Säule erhalten de facto bereits
weniger als die Hälfte der ihnen zustehenden Pensionsleistung!

Wie kam es dazu? Im Vorfeld der Jahrhundertwende hatten
Großunternehmen wie Banken, ORF und staatsnahe Großunternehmen die
Pensionsansprüche ihrer Mitarbeiter in Pensionskassen verlagert und
zwar mit bereits damals absehbar unrealistisch hohen sogenannten
Rechnungszinsen(RZ). Darunter versteht man jenen Ertrag, der jährlich
erwirtschaftet werden muss, um die Pensionen weiterhin in gleicher
Höhe auszahlen zu können. Je höher dieser RZ, desto geringer war das
Übertragungskapital an die Pensionskasse. Es erfolgte also eine
Sanierung der Firmen auf Kosten ihrer Mitarbeiter!
Die Pensionskassen haben sich mitschuldig gemacht, indem sie diese
überhöhten RZ akzeptiert hatten!

Die Rechnung zahlen seit Jahren die betroffenen Pensionisten!
Nicht nur, dass die Pensionskassen aufgrund ihres inflexiblen Systems
der Veranlagung die zugesagten RZ nicht erwirtschaften, sie reden
sich einerseits auf Verluste im Anleihenbereich aus, andererseits
bauen sie auch dort Verluste, wo ein höherer Aktienanteil im
Portfolio ist. Und das, obwohl im Aktienbereich allgemein – sogar im
kleinen Markt der Wiener Börse – laufend steigende Kurse zu
beobachten sind – wenn man denn die richtigen Werte im Portfolio hat!

Ein inflexibles Veranlagungssystem mit einer offensichtlich
falschen Fondskonstruktion wird stur beibehalten, die Verluste tragen
ja ohnehin die Kunden und die Pensionskassen selbst bleiben weiterhin
dabei ungeschoren. Aufgrund eines Pensionskassensystems in
Österreich, das sich schon längst als Fehlkonstruktion und als das
Schlechteste in der EU erwiesen hat.

Wie ehrlich die Bundesregierung ihre Evaluierung des derzeitigen
Koalitionsprogramms nimmt, wird man u.A. daran ablesen können, ob die
überfällige Evaluierung des Pensionskassengesetzes endlich in Angriff
genommen werden wird!

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PKB

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