• 13.01.2017, 11:59:13
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  • OTS0086

NEOS zu Mitterlehner: Tourismus braucht Arbeitszeitflexibilisierungen, echte Entlastungen und Bürokratieabbau

Sepp Schellhorn: „Wenn die Bundesregierung weiterhin nicht die brennenden Probleme erkennt, werden Tourismus-Unternehmen bald reihenweise zusperren.“

Utl.: Sepp Schellhorn: „Wenn die Bundesregierung weiterhin nicht die
brennenden Probleme erkennt, werden Tourismus-Unternehmen bald
reihenweise zusperren.“ =

Wien (OTS) - Verärgert zeigt sich NEOS-Tourismussprecher Sepp
Schellhorn über die wiederholte Schönfärberei von Minister Reinhold
Mitterlehner zur Lage des Tourismus in Österreich: „Mitterlehner hat
offenbar vollkommen den Bezug zu den tatsächlichen Problemen im
Tourismus verloren. Anstatt auf irgendwelche makroökonomischen Zahlen
zu schielen, sollte er endlich eine umfassende Entlastung der
Unternehmer und Unternehmerinnen angehen. Solchen Weitblick sucht man
hierbei ja bisher leider vergebens.“ Immerhin bringen jetzt schon
sinkende Umsätze, steigende Belastungen und ein überbordendes Maß an
Bürokratie viele Unternehmen an die Grenzen der Wirtschaftlichkeit.
Die ÖVP weist die Schuld von sich und schiebt die Verantwortung an
die EU - Stichwort Basel III.

„Es braucht echte Reformen und keine oberflächliche Kosmetik, sonst
ist der ohnehin schon stotternde Wirtschaftsmotor Tourismus schon
bald Geschichte“, fordert Schellhorn ein Umdenken. Konkrete Maßnahmen
zur Entlastung gebe es zur Genüge, wie der NEOS-Tourismussprecher
aufzeigt: „Man muss das Rad nicht neu erfinden, die Vorschläge von
NEOS liegen seit Jahren auf dem Tisch. Wenn es dem Minister ernst
wäre, würde er sich für Steuererleichterungen auf Investitionen, für
die Senkung der Lohnnebenkosten und für einen echten Bürokratieabbau
einsetzen. Stattdessen redet die Regierung von EU-rechtswidrigen
Einschränkung der Personenfreizügigkeit und weigert sich fehlende
Fachkräfte - vor allem Köche - als Mangelberuf anzuerkennen. Das ist
eine Zumutung für alle Unternehmerinnen und Unternehmer!“

Immerhin habe nun auch Mitterlehner die Fokussierung auf den
Ganzjahrestourismus erkannt. „Wenn dieser Ansatz als wichtig und
richtig erkannt wird, brauchen wir auch endlich eine entsprechende
Arbeitszeitflexibilisierung. Hinzu kommt, dass Angestellte zu viel
kosten und zu wenig verdienen. Neben eines Abbaus der Lohnnebenkosten
brauchen wir die Möglichkeit, Angestellte über 365 Tage
durchzurechnen - auch dieses Konzept haben wir Mitterlehner längst
zukommen lassen. Jetzt muss er handeln - der Tourismus kann nicht bis
zum Ende der Legislaturperiode auf Reformen warten“, so Schellhorn
abschließend.

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