- 11.01.2017, 11:28:28
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Caritas leistet Überlebenshilfe für Kälte-Opfer in Österreich und in Europa und bittet um Unterstützung!
Landau: „Wenn Kinder, Frauen und Männer in Schnee und Eis ausharren müssen, ist Gefahr in Verzug. Hier müssen wir gemeinsam sofort Überlebenshilfe leisten!“
Utl.: Landau: „Wenn Kinder, Frauen und Männer in Schnee und Eis
ausharren müssen, ist Gefahr in Verzug. Hier müssen wir
gemeinsam sofort Überlebenshilfe leisten!“ =
Wien (OTS) - Caritas Präsident Michael Landau: „Wir alle haben die
Bilder aus unseren europäischen Nachbarländern gesehen und sind
schockiert. Aktuell kampieren rund1.000 Menschen im Stadtzentrum von
Belgrad inmitten von Schnee und Eis. Hier ist Gefahr in Verzug. Die
Hilfe wird zu einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit, bei dem wir
jede Unterstützung dringend brauchen!“
Winter-Nothilfe für geflüchtete Menschen in Serbien
Es sind ungefähr 7000 Menschen – über die Hälfte von ihnen Kinder und
Frauen – die sich aktuell in Serbien aufhalten und klirrender Kälte
ums Überleben kämpfen. Täglich kommen einige hundert Menschen dazu,
die den Weg über die mazedonische, die bulgarische oder albanische
Grenze geschafft haben. Der Großteil der geflüchteten Menschen ist in
staatlichen Asyl- und Transitzentren untergebracht, deren Kapazitäten
aber vollkommen ausgelastet sind.
Seuchen-Gefahr neben der Kälte
Die hygienischen Bedingungen in einigen staatlichen
Flüchtlingszentren in Serbien sind entsetzlich, es gibt Fälle von
Fleckfieber. Die Räumung des Belgrader Bahnhofs und einiger Parks
konnte diese Gefahr nicht komplett bannen. Aktuell bemühen sich
Regierung und Stadtverwaltung die noch immer am Bahnhof befindlichen
Menschen in Lager zu bringen, um zu verhindern, dass sie in der Kälte
erfrieren.
Die Kälte bleibt
Aktuell herrschen in vielen Teilen Serbiens Temperaturen von -28°C
bis -30°C und die Prognose für die kommenden Wochen bleibt
winterlich. Viele Orte sind von der Umwelt abgeschnitten, darunter
auch die Flüchtlingslager in Preševo und Bujanovac im gebirgigen
Süden des Landes an den Grenzen zu Mazedonien und Bulgarien. Durch
die riesigen Schneemengen können keine Menschen mehr in die
Unterkünfte gebracht werden.
Auch an der Grenze zu Ungarn in der Nähe der beiden „Transitzonen“
harren bei eisiger Kälte ständig etwa 150 Menschen im Freien aus.
Hilfe wird zur Überlebenshilfe
Die serbische Regierung hat von Anfang der Flüchtlingskrise an
klargestellt, dass sie keine finanziellen Mittel für die Versorgung
der Menschen auf der Flucht zur Verfügung stellen wird. Die
internationalen Geldgeber ziehen sich seit Sommer 2016 aus der Region
zurück.
Landau: „Das offizielle Österreich hat vor zwei Tagen Polizisten zur
Grenzsicherung nach Serbien geschickt, aber bisher noch keine
humanitäre Hilfe. Geholfen werden kann nur, weil die
Österreicherinnen und Österreicher dankenswerterweise Geld spenden.
Doch wir brauchen in dieser so dramatischen Situation unbedingt
europäische Solidarität auf allen Ebenen!“
Wie hilft die Caritas:
Die Caritas Österreich hat bis jetzt insgesamt mehr als 1,3 Millionen
Euro für Nothilfeaktivitäten zur Versorgung von Flüchtlingen in
Griechenland, Mazedonien, Serbien, Rumänien, Ungarn, Kroatien,
Slowenien und Albanien zur Verfügung gestellt.
Die Caritas Serbien versorgt derzeit, auch mit Unterstützung aus
Österreich, tausende Menschen täglich mit Frühstück, heiße Suppen und
Tee sowie Lebensmittelpaketen. Warme Winterkleidung und Decken werden
verteilt.
Wärme > Kälte: Caritas bittet dringend um Spenden!
Caritas Spendenkonto:
Erste Bank: IBAN AT23 2011 1000 0123 4560
Kennwort: Winternothilfe
Online Spenden: www.caritas.at
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