- 11.01.2017, 11:27:27
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2016 überrascht mit hohem Zuwachs bei Kfz-Absatz in Österreich - Pkw, Lkw besonders stark
Pkw-Neuzulassungen +6,8% gegenüber 2015 – Starke Steigerung bei Elektro-Pkw - Neuer Höchstwert bei Lkw-Neuzulassungen - Händler und Importeure erfreut über Zuwachs
Utl.: Pkw-Neuzulassungen +6,8% gegenüber 2015 – Starke Steigerung
bei Elektro-Pkw - Neuer Höchstwert bei Lkw-Neuzulassungen -
Händler und Importeure erfreut über Zuwachs =
Wien (OTS) - Österreichs Automobilwirtschaft zeigt sich erfreut über
die Kfz-Zulassungszahlen für das Jahr 2016, die heute, Mittwoch, im
Vorfeld der Vienna Autoshow 2017 im Rahmen einer gemeinsamen
Pressekonferenz präsentiert wurden. Laut Statistik Austria überrascht
2016 mit einem hohen Zuwachs beim Kfz-Absatz in Österreich: „So
verzeichnete die Anzahl der Neuzulassungen von Pkw - das ist die mit
einem Anteil von 76,5 Prozent mit Abstand wichtigste Kfz-Art in
Österreich - 2016 mit insgesamt 329.604 Fahrzeugen eine Steigerung
von 6,8 Prozent und erreichte damit nach 2011 und 2012 den
dritthöchsten jemals erhobenen Wert“, so Peter Laimer,
stellvertretender Leiter der Direktion Raumwirtschaft der Statistik
Austria.
Davon überrascht, aber naturgemäß auch erfreut zeigen sich die
Vertreter des heimischen Fahrzeughandels sowie der österreichischen
Automobilimporteure: „Die von der Statistik Austria erhobenen Zahlen
sprechen eine klare Sprache“, so Klaus Edelsbrunner, der neue Obmann
des Bundesgremiums Fahrzeughandel in der Wirtschaftskammer Österreich
(WKÖ): „Mit einem Plus von 6,8% auf 329.604 Pkw und Kombi im Jahr
2016 liegen wir sehr gut - noch dazu, wo die Zahl der so genannten
Kurzzulassungen gesunken ist.“ Gut und durchaus auf hohem Niveau
entwickelt haben sich laut Fahrzeughandelsobmann Edelsbrunner auch
die Gebrauchtwagenummeldungen in Österreich.
Individuelle Mobilität
Den Punkt Marktwachstum hebt Günther Kerle, der Vorsitzende und
Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, hervor: „Auch mir
erscheint es wichtig zu betonen, dass die Steigerung bei den
Pkw-Neuzulassungen nicht wie in der Vergangenheit von den sogenannten
strategischen Kurzzulassungen herrührt, sondern dass der echte Markt
gewachsen ist. Das zeigt klar und deutlich den ungebrochenen Willen,
nicht auf das Auto bzw. auf die individuelle Mobilität verzichten zu
wollen – trotz der teilweise grotesk anmutenden politischen
Diskussionen.“
Hier noch einige Details zum Pkw-Markt in Österreich: Der Anteil der
dieselbetriebenen Pkw lag - gemessen an den Pkw-Neuzulassungen
insgesamt - mit 57,3 Prozent im Jahr 2016 deutlich über jenem der
benzinbetriebenen Pkw (40 Prozent). 2016 entwickelte sich - im
Gegensatz zu den Jahren 2010 bis 2015 - der Dieselanteil gegenüber
2015 mit minus 1 Prozentpunkt rückläufig.
Deutliches Plus bei alternativen Antrieben
Gut entwickelt hat sich der Anteil der Neuwagen mit alternativen
Kraftstoffarten und Energiequellen wie Benzin-Hybrid-Pkw oder
Diesel-Hybride: Er ist von 1,9 Prozent im Jahr 2015 auf 2,7 Prozent
bzw. 9.028 Stück (+ 53 Prozent) im Jahr 2016 gewachsen.
Stichwort Elektroauto: Vom enormen Anstieg bei den Neuzulassungen von
Elektroautos in Österreich 2016 zeigte sich das Podium geschlossen
erfreut: Laut Statistik Austria wurden 2016 mit 3.826 Stück um 128,1
Prozent mehr Elektro-Pkw neu zugelassen als noch 2015 (1.677). Der
Absatz des Jahres 2016 ist das Neunfache des Jahres 2012 (427). Die
meisten Elektro-Pkw wurden 2016 in Niederösterreich neu zugelassen
(Anteil: 19,8 Prozent), gefolgt von Oberösterreich (17,2 Prozent),
der Steiermark (14,3 Prozent) und Wien (13,6 Prozent).
BM Leichtfried: E-Mobilitätspaket verstärkt den Trend
Diesem Thema widmete sich auch Verkehrs-, Technologie- und
Innovationsminister Jörg Leichtfried, der ausführte: „Die Zukunft
unserer Autos ist elektrisch und selbstfahrend. Die Technik wird uns
Menschen im Auto immer mehr Aufgaben abnehmen, der Straßenverkehr
wird dann komfortabler und sicherer. Elektroautos werden den Verkehr
umweltfreundlicher und damit gesünder für uns alle machen. Mit
doppelt so vielen Neuzulassungen haben wir 2016 bei den E-Autos einen
kleinen Boom erlebt. Diesen Trend beschleunigen wir mit unserem
E-Mobilitätspaket“, so Leichtfried. Ziel ist es, Österreich bis 2020
elektrofit zu machen. Dafür haben Verkehrsministerium,
Umweltministerium und Auto-Importeure ein gemeinsames Maßnahmenpaket
in der Höhe von 72 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Dieses
umfasst unter anderem Ankaufprämien für Elektro-Fahrzeuge, den
flächendeckenden Ausbau von E-Ladestationen und eine eigene grüne
Nummerntafel für E-Autos. Die Forschung und Entwicklung von
selbstfahrenden Autos fördert das Verkehrsministerium mit rund 20
Millionen Euro. Es ermöglicht zudem allen interessierten Unternehmen
neue Systeme auf Österreichs Straßen zu testen.
Fahrzeugwirtschaft fordert Ausweitung der Förderung
Die heimische Fahrzeugwirtschaft nutze die Gelegenheit der
gemeinsamen Pressekonferenz aber auch, um eine Anregung bzw. einen
Wunsch bei der Politik zu deponieren: „Als Erweiterung zu der
beschlossenen E-Mobilitätförderung meinen wir, dass auch eine
Ausweitung er Förderung auch auf konventionelle Technologien wie
Diesel und Benzin sinnvoll wäre. Denn für breite Käuferschichten ist
die Anschaffung von reinen E-Fahrzeugen oft nicht sinnvoll“, so
Fahrzeughandelsobmann Edelsbrunner und Importeurssprecher Kerle in
Richtung Politik.
Die Vienna Autoshow, Österreichs größte Neuwagenpräsentation, geht
heuer in ihre elfte Ausgabe. Ab Do., 12. Jänner 2017, werden in der
Messe Wien vier Tage lang (bis inkl. So., 15. Jänner) Modellneuheiten
sowie zahlreiche Österreichpremieren gezeigt. Mehr Informationen dazu
gibt es auf http://www.viennaautoshow.at . (PWK021/JR)
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