- 11.01.2017, 09:25:37
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Österreichischer Strompreisindex: Stärkster Preisanstieg seit über sechs Jahren
ÖSPI steigt weiter: Höchststand seit Mai 2016, aber noch um 8,6 % günstiger als im Februar des Vorjahres
Utl.: ÖSPI steigt weiter: Höchststand seit Mai 2016, aber noch um
8,6 % günstiger als im Februar des Vorjahres =
Wien (OTS) - Laut Berechnungen der Österreichischen Energieagentur
klettert der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) im Februar 2017
um 3,6 % gegenüber Jänner und ist damit auf dem höchsten Stand seit
Mai 2016.
Stärkster Preisanstieg seit März 2010, Strom aber noch um 8,6%
günstiger als im Vorjahr
Obwohl der Anstieg mit 3,6 % zum Vormonat etwas schwächer ist (+4,7 %
von Dezember auf Jänner), ist es der prozentuell höchste Zuwachs seit
März 2010. Im Jahresvergleich liegt der Preis um 8,6 % niedriger.
Zum Vergleich: Im Dezember 2016 lag der Rückgang noch bei knapp über
18 %.
Der ÖSPI erreicht im Februar 54,08 Punkte (Basisjahr 2006 = 100). Der
Grundlastpreis (Index 56,05 Punkte) steigt gegenüber dem Vormonat
auch in abgeschwächter Form um 3,7 %, im Jahresvergleich geht er um
8,5 % zurück. Beim Spitzenlastpreis (Index 49,9 Punkte) wird eine
Steigerung von 3,6 % und im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von
8,7 % erwartet.
Methodik
Der ÖSPI wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der
Notierungen an der Energie-Börse EEX (European Energy Exchange) in
Leipzig berechnet. Grundlage des ÖSPI sind die Marktpreise für
Strompreis-Futures der kommenden vier Quartale. Sie sind gleichzeitig
ein Indikator für die zu erwartende Entwicklung des Strompreises.
Konkret werden neben den Werten für Grundlast, also der regelmäßigen,
bandförmigen Stromlieferung auch die Werte für Spitzenlast zur
Berechnung herangezogen.
Der ÖSPI zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für
Strom im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und
dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens
verändert. Der Durchschnitt der Strompreise aus dem Jahr 2006 ist die
Ausgangsbasis für den Strompreisindex. Der ÖSPI bildet nur die reine
Energiekomponente ab. Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim
Endkonsumenten mit knapp 40 % auf die Energiekomponente und zu 60 %
auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben auf. Weitere Faktoren, die den
Strompreis beeinflussen – wie beispielsweise die
Beschaffungsstrategien der Energieversorger – werden im ÖSPI nicht
berücksichtigt. Ein Steigen bzw. Fallen des ÖSPI lässt daher nur eine
entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des gesamten
Strompreises erwarten. Mit dem ÖSPI kann keine Aussage getroffen
werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den Endkunden
tatsächlich gestalten.
Eine grafische Darstellung der Entwicklung des Strompreisindex steht
auf http://www.ots.at/redirect/strompreisindex1 zum Download bereit.
Die Zeitreihen zum ÖSPI, getrennt nach Grund- und Spitzenlast, sind
ebenfalls auf der Website der Österreichischen Energieagentur
angeführt.
Über den Österreichischen Strompreisindex – ÖSPI©
Die Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
veröffentlicht neben dem Energiepreisindex (EPI) seit Oktober 2008
auch einen Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI) als unabhängiges
Informations-Service für Stromanbieter und StromabnehmerInnen. Der
ÖSPI ist ein guter Indikator der Marktpreisentwicklung, der durch die
standardisierte Berechnungsmethode die notwendige Stabilität erhält.
Haftungsausschluss
Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der
Indizes beteiligten ExpertInnen haben deren Berechnung sowie
inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt.
Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich
ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt
daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und
Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle
unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder
indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.
Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy
Agency
Die Österreichische Energieagentur (AEA) liefert Antworten für die
Energiezukunft. Sie berät auf wissenschaftlicher Basis
Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Die
strategischen Schwerpunkte des Kompetenzzentrums für Energie liegen
dabei auf der visionzero einer fossilfreien Zukunft, der
Transformation des Energiesystems in Richtung Energieintelligenz und
den damit verbundenen Umbrüchen in den energierelevanten Branchen. Im
Vordergrund steht die Forcierung von Energieeffizienz und
erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen
Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie
Versorgungssicherheit.
Die Österreichische Energieagentur ist national und international
tätig. Sie entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere
Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die
Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Die Österreichische
Energieagentur setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des
BMLFUW – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in
den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und
Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische
Energieagentur im Auftrag des BMWFW die Nationale
Energieeffizienz-Monitoringstelle.
ENERGY 2027>> 40 Jahre Österreichische Energieagentur
Das Jubiläumsjahr der Österreichischen Energieagentur steht ganz im
Zeichen der Energiezukunft: Wie werden wir im Jahr 2027 global und
lokal Energie erzeugen, verteilen und nutzen? Der Zeitraum scheint
kurz, aber angesichts der disruptiven und exponentiellen
Entwicklungen ist heute nicht absehbar, wie unsere Energie-Welt in 10
Jahren tatsächlich aussieht und vor welchen Herausforderungen sie
dann stehen wird.
Weitere Informationen für Mitglieder und Interessenten unter
www.energyagency.at.
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