Lopatka: Mit Roman Herzog verlieren Deutschland und die Welt einen Staatsmann mit Weitblick

Wien (OTS/ÖVP-PK) - „Mit Roman Herzog verlieren Deutschland und die Welt einen Staatsmann mit Weitblick“, zeigt sich der außen- und europapolitische Sprecher der ÖVP, Klubobmann Dr. Reinhold Lopatka, angesichts der Nachricht über das Ableben des ehemaligen Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland betroffen. Dr. Roman Herzog, der von 1994 bis 1999 Bundespräsident Deutschlands war, blickte auf eine erfolgreiche politische und juristische Karriere zurück. Der CDU-Politiker war zuvor von 1978 bis 1980 Kultusminister von Baden-Württemberg und danach bis 1983 dortiger Innenminister, bevor er bis zu seiner Wahl zum siebten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland Richter am Bundesverfassungsgericht – ab 1987 auch dessen Präsident – war.

Als Bundespräsident wird er den Menschen in Deutschland vor allem durch sein Engagement für Reformen nach der deutschen Wiedervereinigung sowie durch seine klaren politischen Statements – etwa seine berühmte Rede in Berlin 1997, in der er forderte, dass ein „Ruck“ durch Deutschland gehen müsse – in Erinnerung bleiben. Auch war er mahnender Bewahrer des Andenkens an die Gräueltaten des Nationalsozialismus und seiner Opfer: So geht der „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“, der in Deutschland seit 1996 am 27. Jänner begangen wird, auf sein Wirken als Bundespräsident zurück. Demokratie, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und die Grund- und Menschenrechte seien für Herzog stets unverhandelbar gewesen, so der ÖVP-Klubobmann, der weiter sagt: „Roman Herzog trat Zeit seines Lebens für unsere europäischen Werte ein. Eine Eigenschaft, die gerade in den heute so herausfordernden Zeiten immer mehr Bedeutung hat.“

Lopatka schließt: „Roman Herzog schrieb auch das Vorwort für das ‚Steirische Jahrbuch für Politik 2003‘, das ich nach dem Wahlerfolg 2000 ins Leben gerufen und 2003 mitherausgegeben habe. Unter dem Titel ‚Perspektiven der Zeit‘ umriss der deutsche Altbundespräsident dabei scharfsinnig und weitblickend die Herausforderungen, denen Politik und Gesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts gegenüberstanden. Heute trauern wir um Roman Herzog. Unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.“ (Schluss)

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