- 03.01.2017, 13:14:41
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3 Jahre Ukraine-Krise: Caritas Nothilfe im Kriegsgebiet
Auslandshilfe-Chef Christoph Schweifer berichtet aus der Ukraine: „Mehr als 700.000 Kinder in der Ostukraine leiden unter dem Krieg und der Kälte. Gemeinsam können wir helfen!“
Utl.: Auslandshilfe-Chef Christoph Schweifer berichtet aus der
Ukraine: „Mehr als 700.000 Kinder in der Ostukraine leiden
unter dem Krieg und der Kälte. Gemeinsam können wir helfen!“ =
Wien (OTS) - „Die Menschen in der Ukraine leiden nach wie vor unter
den Kämpfen und den Zerstörungen, unter Versorgungsengpässen und
Arbeitslosigkeit. Besonders hart trifft es jene, die in den
Kleinstädten und Dörfern entlang der Kontaktlinie im Osten des Landes
leben. Sie sind oft von der Außenwelt abgeschnitten und brauchen
dringend unsere Hilfe“, so Caritas Auslandshilfe-Generalsekretär
Christoph Schweifer bei einem Lokalaugenschein mit Außenminister
Sebastian Kurz in der Ostukraine.
Seit Februar 2014 wurden in der Ukraine mehr als 9.500 Menschen
getötet und mehr als 22.000 verletzt. 1,7 Millionen Menschen sind
innerhalb des Landes auf der Flucht. 1,1 Millionen Menschen sind in
die Nachbarländer geflüchtet. Insgesamt sind mehr als fünf Millionen
Menschen vom Konflikt betroffen. „Die gute Nachricht: Unsere Hilfe
kommt an. Seit Ausbruch der Krise konnte die Caritas insgesamt
260.000 Menschen konkret helfen“, so Schweifer. „Das Ziel, das wir
uns für 2017 gesteckt haben: Wir wollen 40.000 Menschen in Not mit
unserer Hilfe erreichen. Gemeinsam mit unseren Partnern und mit der
Unterstützung der Österreicherinnen und Österreicher ist diese Hilfe
möglich.“
Not- und Winterhilfe für Menschen im Kriegsgebiet
„In vielen Dörfern und Städten entlang der Kontaktlinie wird nach wie
vor jeden Tag gekämpft. Oft müssen die Kinder in der Schule in den
Bombenschutzkeller flüchten, viele sind schwer traumatisiert. In
sechs Schulen entlang der Kontaktlinie werden 180 Kinder mit
psychosomatischen Symptomen und Traumata psychologisch betreut“, so
Schweifer.
„Hier im Osten der Ukraine sind viele Häuser beschädigt und im Winter
kaum zu heizen. Auch weil zahlreiche Fernwärme- und Wasserleitungen
zerstört und konnten aufgrund des anhaltenden Konflikts und
Verminungen nicht repariert werden konnten“, beschreibt Schweifer die
Lage vor Ort. „Seit vergangenem Winter haben wir gemeinsam mit der
Caritas Ukraine 450 Haushalte in Dörfern und Städten entlang der
Kontaktlinie mit Heizmaterial und 60 Haushalte mit Öfen versorgt. In
insgesamt 200 Häusern konnten wir kaputte Fenster erneuern. Dazu
erhalten 300 Haushalte warme Decken für die eisigen Wintermonate.“
Vielerorts, wie z.B. im Norden Mariupols, im Osten von Kramatorsk
oder in Lugansk, ist die Gesundheitsversorgung zusammengebrochen. Vor
allem ältere Menschen, die mit einer Mindestpension von umgerechnet
50 Euro auskommen müssen, können sich Medikamente und Essen nicht
leisten. „In 12 Dörfern und Kleinstädten in der Pufferzone werden
1200 PatientInnen mit Medikamenten, Hygieneartikeln und
Rehabilitationsbehelfen versorgt“, so Caritas Auslandshilfe-Chef
Schweifer. „Außenminister Sebastian Kurz setzt mit seinem Besuch und
der Unterstützung der Gesundheitsversorgung in der Pufferzone durch
die Austrian Development Agency (ADA) ein wichtiges Zeichen. Dank der
Österreicherinnen und Österreicher werden wir die Menschen in der
Ukraine auch in Zukunft nicht vergessen. Gemeinsam können wir Kindern
in Not helfen. Danke für Ihr Engagement!“
Interviewpartner vor Ort
Caritas Auslandshilfe Generalsekretär Christoph Schweifer besucht von
3.-4.1. Hilfsprojekte in der Ostukraine und steht als
Interviewpartner zur Verfügung.
So können Sie helfen
Für 20 Euro erhält eine Familie ein Lebensmittelpaket für einen
Monat.
Für 25 Euro erhält eine Familie Heizmaterial für einen Monat.
Caritas-Spendenkonto
Erste Bank: IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560, BIC: GIBAATWWXXX
Kennwort: Ukrainehilfe
Online-Spenden: https://www.caritas.at/ukraine
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