FMK: Alle Jahre wieder die Angstmache mit „Handytipps“ – nun auch von der AUVA

„Warnungen“ sind wissenschaftlicher Unsinn, ergibt sogar die AUVA-eigene Studie

Wien (OTS) - In einer Aussendung gibt die AUVA heute Tipps, wie man „sicher“ mit dem handy telefoniert. Ganz abgesehen davon, dass die AUVA freilich nicht erklärt, was denn die „Gefahren“ sind, sind die Warnungen technischer Unsinn.

Die gute Nachricht: Keine Wirkungen gefunden – selbst bei 16 stündiger Exposition

Auch die erwähnte ATHEM-2 Studie bietet keine Rückschlüsse, denn ´bei der Lektüre des zur Verfügung gestellten Zahlenteils der Studie kommen nicht nur die Autoren zu dem Schluss, dass, Zitat, „Keine der gefundenen Wirkungen den Schluss auf direkte gesundheitsschädliche Wirkungen zu(lassen)“. Weiters ist auf Seite 164 des fast 190 Seiten starken Papiers zu lesen: „Um zu untersuchen, ob es bereits nach einer akuten Exposition bereits zur Ausbildung von Mikrokernen kommt (Hinweis auf akute permanente DNA-Schädigung) führten wir ein Kleinkern-Experiment durch und stellten fest, dass eine einmalige 16 stündige Exposition zu keinen bleibenden DNA-Schäden führt.“

WHO mahnt im Factsheet 296 zu verantwortungsvollem Umgang mit Informationen

Dennoch gibt die AUVA Tipps, um ein angebliches Risiko zu mindern, die – ganz abgesehen davon, dass einige davon technischer Unsinn sind – suggerieren, dass das Telefonieren mit dem Mobiltelefon gesundheitsschädlich ist. Dem steht aber der zusammengefasste, anerkannte, wissenschaftliche Kenntnisstand der Weltgesundheitsorganisation WHO entgegen. Die WHO stellt fest, dass „Warnungen“ wie diese sehr wohl zu unbestimmten Beschwerden führen können, die jedoch nicht auf die „Handystrahlung“ sondern viel mehr auf die dadurch geschürte Angst zurückzuführen ist.

Warnungen sind auch technisch gesehen Unsinn

Beispielsweise lässt der SAR-Wert keine Rückschlüsse auf die tatsächlichen Emissionen eines Handys im Betrieb zu – und nein, ein Gerät mit hohem SAR-Wert emittiert nicht notwendigerweise unter den gleichen Bedingungen mehr als ein Gerät mit geringem SAR-Wert. Auch ist der Tipp, bei der Verbindungsherstellung das Gerät fern vom Körper zu halten (will man die Immissionen gegen Nullkommanull verringern) natürlich Nonsens, denn moderne Geräte starten den Leitungsaufbau mit der geringsten Sendeleistungen.

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