- 20.12.2016, 11:47:48
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FMK: Alle Jahre wieder die Angstmache mit „Handytipps“ – nun auch von der AUVA
„Warnungen“ sind wissenschaftlicher Unsinn, ergibt sogar die AUVA-eigene Studie
Utl.: „Warnungen“ sind wissenschaftlicher Unsinn, ergibt sogar die
AUVA-eigene Studie =
Wien (OTS) - In einer Aussendung gibt die AUVA heute Tipps, wie man
„sicher“ mit dem handy telefoniert. Ganz abgesehen davon, dass die
AUVA freilich nicht erklärt, was denn die „Gefahren“ sind, sind die
Warnungen technischer Unsinn.
Die gute Nachricht: Keine Wirkungen gefunden – selbst bei 16
stündiger Exposition
Auch die erwähnte ATHEM-2 Studie bietet keine Rückschlüsse, denn ´bei
der Lektüre des zur Verfügung gestellten Zahlenteils der Studie
kommen nicht nur die Autoren zu dem Schluss, dass, Zitat, „Keine der
gefundenen Wirkungen den Schluss auf direkte gesundheitsschädliche
Wirkungen zu(lassen)“. Weiters ist auf Seite 164 des fast 190 Seiten
starken Papiers zu lesen: „Um zu untersuchen, ob es bereits nach
einer akuten Exposition bereits zur Ausbildung von Mikrokernen kommt
(Hinweis auf akute permanente DNA-Schädigung) führten wir ein
Kleinkern-Experiment durch und stellten fest, dass eine einmalige 16
stündige Exposition zu keinen bleibenden DNA-Schäden führt.“
WHO mahnt im Factsheet 296 zu verantwortungsvollem Umgang mit
Informationen
Dennoch gibt die AUVA Tipps, um ein angebliches Risiko zu mindern,
die – ganz abgesehen davon, dass einige davon technischer Unsinn sind
– suggerieren, dass das Telefonieren mit dem Mobiltelefon
gesundheitsschädlich ist. Dem steht aber der zusammengefasste,
anerkannte, wissenschaftliche Kenntnisstand der
Weltgesundheitsorganisation WHO entgegen. Die WHO stellt fest, dass
„Warnungen“ wie diese sehr wohl zu unbestimmten Beschwerden führen
können, die jedoch nicht auf die „Handystrahlung“ sondern viel mehr
auf die dadurch geschürte Angst zurückzuführen ist.
Warnungen sind auch technisch gesehen Unsinn
Beispielsweise lässt der SAR-Wert keine Rückschlüsse auf die
tatsächlichen Emissionen eines Handys im Betrieb zu – und nein, ein
Gerät mit hohem SAR-Wert emittiert nicht notwendigerweise unter den
gleichen Bedingungen mehr als ein Gerät mit geringem SAR-Wert. Auch
ist der Tipp, bei der Verbindungsherstellung das Gerät fern vom
Körper zu halten (will man die Immissionen gegen Nullkommanull
verringern) natürlich Nonsens, denn moderne Geräte starten den
Leitungsaufbau mit der geringsten Sendeleistungen.
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