• 19.12.2016, 12:55:33
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  • OTS0089

Das MAK zeigt "GLÄSER DER EMPIRE- UND BIEDERMEIERZEIT"

Aus der Sammlung des MAK und der Glassammlung Christian Kuhn

Anton Kothgasser (1769–1851) Ranftbecher mit
Fischen Wien, um 1820

Utl.: Aus der Sammlung des MAK und der Glassammlung Christian Kuhn =

Wien (OTS) - Einen hochkarätigen Einblick in die bedeutenden
Gestaltungstechniken des Glases zwischen 1780 und 1840 bietet die
Ausstellung "GLÄSER DER EMPIRE- UND BIEDERMEIERZEIT. Aus der Sammlung
des MAK und der Glassammlung Christian Kuhn" (MAK-Ausstellungshalle,
1. Februar – 17. April 2017). Die umfassende Präsentation in der
MAK-Ausstellungshalle versammelt 180 ausgewählte Objekte aus der
MAK-Sammlung Glas und Keramik sowie rund 180 Objekte aus der
Glassammlung von Christian Kuhn und rückt Biedermeierglas nach knapp
einem Jahrhundert wieder in den Mittelpunkt einer MAK-Ausstellung.
Sie wird parallel zur MAK-Ausstellung "DAS GLAS DER ARCHITEKTEN. Wien
1900–1937" gezeigt, eine in Kooperation mit LE STANZE DEL VETRO,
Venedig, realisierte Gesamtschau von über 300 Gläsern aus den letzten
Jahrzehnten der österreichisch-ungarischen Monarchie bis zum Ende der
Ersten Republik.

Mit der Zusammenarbeit eines erfahrenen Sammlers und eines Kustoden
greift die Schau "GLÄSER DER EMPIRE- UND BIEDERMEIERZEIT" auf eine
Tradition in der Geschichte des MAK zurück. "Auch die Ausstellung von
Gläsern des Klassizismus, der Empire- und Biedermeier-Zeit, die 1922
im damaligen Österreichischen Museum für Kunst und Industrie, heute
MAK, stattfand und an die wir den Namen unserer Präsentation
angelehnt haben, präsentierte großteils Gläser aus privaten
Sammlungen, wobei die Sammler mit dem Kustos des Museums eng
zusammenarbeiteten", so Rainald Franz, Kurator und Kustode
MAK-Sammlung Glas und Keramik. Auf die damalige Ausstellung folgte
Gustav Pazaureks 1923 erschienenes Buch Gläser der Empire- und
Biedermeierzeit, das bis heute ein Standardwerk zu diesem Thema
blieb. Die Gläser dieser Periode waren damals für das Museum von
großer Bedeutung. Einerseits wurde versucht, die kunsthistorische
Entwicklung der Glasformen und -dekortechniken aufzuarbeiten und
andererseits bot der reiche Formenschatz der Glasveredelungstechniken
und der Gestaltung Anregungen, die die lokalen Glasverleger in Wien –
aber auch in den böhmischen Glaszentren – wieder aufgriffen.
"Biedermeier als Erzieher" wurde zum Schlagwort der Kunstkritik und
das Österreichische Museum für Kunst und Industrie reagierte mit
historischen Ausstellungen auf das Interesse an Entwerfern wie Josef
Hoffmann.

Anhand von ausgewählten Objekten bietet "GLÄSER DER EMPIRE- UND
BIEDERMEIERZEIT" einen Einblick in die technischen und künstlerischen
Entwicklungen dieser Zeit, die für qualitätsvolle Biedermeiergläser
von besonderer Bedeutung sind. Zu den frühesten ausgestellten
Beispielen zählen die Arbeiten von Josef Mildner (1765–1808), die
einen hohen technischen und künstlerischen Standard aufweisen.
Arbeiten aus der Werkstatt des Samuel Mohn (1762–1815) und seines
Sohnes Gottlob (1789–1825) sowie von Anton Kothgasser (1769–1851) und
seiner Werkstatt repräsentieren die Transparentmalerei. Die Technik
des Glasschnitts, die zu den schwierigsten Arten der Glasbearbeitung
zählt und ihren Höhepunkt im Biedermeier hatte, wird durch prominente
Vertreter wie Dominik Biemann, Franz Paul Gottstein, Hieronymus
Hackel, Johann Lenk, Anton Simm, Franz Anton Pelikan und August Böhm
jun. thematisiert.

Im Fokus der Sammlung Christian Kuhn liegen Steingläser. Gezeigt
werden Arbeiten von Friedrich Egermann aus Blottendorf bei Haida in
Nordböhmen, der den Höhepunkt der Technik mit seinen "Lithyalinen"
erreichte. Egermann schuf einen neuen Typ von Steinglas, der durch
effekt- und ausdrucksvoll verfärbte, inhomogene Teile und
verschiedenfarbige Oberflächen gekennzeichnet ist. Die Gläser bezog
er teilweise aus der Harrach’schen Hütte, Neuwelt, die ebenfalls
Steingläser produzierte. Auch die Agatingläser der Bouquoy’schen
Glashütten in Südböhmen, die sich in unmittelbarer räumlicher Nähe
zur Glashütte von Josef Zich in Joachimsthal im
niederösterreichischen Waldviertel befanden, zählen zu bedeutenden
Beispielen der Steingläser. Sie deuten bereits die spätere
Entwicklung des Glases an, die in der Loetz’schen Hütte in
Klostermühle neue Höhepunkte erreichte.

Begleitend zur Ausstellung "GLÄSER DER EMPIRE- UND BIEDERMEIERZEIT.
Aus der Sammlung des MAK und der Glassammlung Christian Kuhn"
erscheint eine gleichnamige Publikation.

Pressefotos stehen unter MAK.at/presse zum Download bereit.

Mit freundlicher Unterstützung von DOROTHEUM.

PRESSEDATEN:

Press Preview: Dienstag, 31. Jänner 2017, 10:30 Uhr
Eröffnung: Dienstag, 31. Jänner 2017, 19:00 Uhr
Ausstellungsort: MAK-Ausstellungshalle, MAK, Stubenring 5, 1010 Wien
Ausstellungsdauer: 1. Februar – 17. April 2017
Öffnungszeiten: Di 10:00–22:00 Uhr, Mi–So 10:00–18:00 Uhr, Jeden
Dienstag 18:00–22:00 Uhr Eintritt frei

Publikation: "GLÄSER DER EMPIRE- UND BIEDERMEIERZEIT
Aus der Sammlung des MAK und der Glassammlung Christian Kuhn",
herausgegeben von Christoph Thun-Hohenstein und Christian Kuhn. Mit
Texten von Rainald Franz und Christian Kuhn, Deutsch, 208 Seiten mit
zahlreichen Farbabbildungen, MAK, Wien/Verlag Bibliothek der Provinz,
2016.

Kurator: Rainald Franz, Kustode MAK-Sammlung Glas und Keramik

MAK-Eintritt: € 9,90 / ermäßigt € 7,50 / Familienkarte € 13 
Eintritt frei für Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MAK

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