• 18.12.2016, 11:05:18
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  • OTS0021

Marsch fürs Leben Wien - Abtreibung unnötig machen

Jugendliche fordern Modernisierung der Fristenregelung und bessere Unterstützung für Schwangere

Knapp 400 Teilnehmer demonstrierten beim Marsch fürs Leben Wien
für eine Modernisierung der Fristenregelung.

Utl.: Jugendliche fordern Modernisierung der Fristenregelung und
bessere Unterstützung für Schwangere =

Wien/Linz (OTS) - Gestern, Samstag fand in Wien der fünfte "Marsch
fürs Leben" statt. Knapp vierhundert Personen demonstrierten für eine
Modernisierung der Fristenregelung und einen Ausbau der
Unterstützungsangebote für Frauen im Schwangerschaftskonflikt.
Gefordert wurde unter anderem eine mehrtätige Bedenkzeit vor einem
Schwangerschaftsabbruch und die Abschaffung der in Österreich
praktizierten Spätabtreibung, bei der Kinder, die schon außerhalb des
Mutterleibs überlebensfähig wären, durch eine Giftspritze ins Herz
getötet werden. Auch die psychischen Komplikationen der Abtreibung
wurden thematisiert und die Tabuisierung von Abtreibungsfolgen
kritisiert.

Betroffene einer Abtreibung nicht verurteilen

Bei dem Marsch, der aufgrund aggressiver Gegendemonstranten
kurzfristig zu einer Standkundgebung umgewandelt werden musste, kamen
verschiedene Personen zu Wort, die ihre persönlichen Erfahrungen mit
dem Thema Abtreibung schilderten. Carina Eder, Pressesprecherin der
Jugend für das Leben, betonte in ihrer Ansprache, dass keiner der
Marschteilnehmer Betroffene einer Abtreibung verurteilen würde, weil
ein Schwangerschaftskonflikt tatsächlich eine Ausnahmesituation
darstellen würde. "Abtreibungsbetroffene müssen über die Folgen ihrer
Entscheidung sprechen dürfen, ohne Tabuisierung", so Eder und
unterstrich: "Wir müssen als Gesellschaft die grundlegenden Probleme
im Schwangerschaftskonflikt beseitigen, nicht das Kind". Ausbildung
und Kind dürften beispielsweise kein Widerspruch sein, Wohnungsnot
und finanzielle Sorgen müssten staatlich abgefedert werden, sodass
Frauen nicht zur Abtreibung gedrängt würden. "Schließlich", so Eder,
"will keine Frau wirklich über Leben oder Tod ihres eigenen Kindes
entscheiden müssen".

Linkextremisten randalierten über Nacht in der Wiener
Innenstadt

In der Nacht zum Samstag beschädigten Linksextremisten mehrere
Gebäude. Unter anderem wurde die Peterskirche und Gebäude auf dem
Fleischmarkt beschmiert, bei dem der Marsch beginnen sollte. Außerdem
wurden ganze Straßenzüge im Fleischmarkt mit kryptischen Symbolen
besprüht. Es wurden mehrere Anzeigen gestellt. Während der Kundgebung
am Petersplatz musste die Polizei einschreiten, nachdem intolerante
Linksextremisten die Teilnehmer der Versammlung zu provozieren
versuchten.

Weihbischof Turnovszky feierte Hl. Messe zum Abschluss

Weihbischof Turnovszky feierte im Anschluss an den Marsch eine hl.
Messe in der Peterskirche in der Wiener Innenstadt. In seiner Predigt
forderte er die Christen auf, konsequent daran festzuhalten, "anderen
Menschen Mut zu machen, zu leben und zu lieben." Christen sollten der
Welt "eine Ahnung schenken können, mit dem Umgang mit diesem großen
Thema, das momentan so gut wie alle beschäftigt", betonte der
Weihbischof und bedankte sich für den Einsatz aller Teilnehmer.

Finale der fünf Märsche fürs Leben in Österreich

Der Marsch fürs Leben Wien war der letzte in einer Serie von fünf
Märschen fürs Leben, die in Innsbruck, Linz, Salzburg und Graz
stattgefunden haben. Organisator aller Märsche war die Jugend für das
Leben, die sich für das Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum
natürlichen Tod einsetzt.

http://www.ots.at/redirect/marsch

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