- 15.12.2016, 14:38:21
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Ordensspitäler: Ärztekammer unterstützt Kampfmaßnahmen bis hin zum Streik
Standesvertretung steht hinter geplanten Protestmaßnahmen der Belegschaft – Leitner: „Wir werden den Kampf um faire Einkommen unterstützen“
Utl.: Standesvertretung steht hinter geplanten Protestmaßnahmen der
Belegschaft – Leitner: „Wir werden den Kampf um faire
Einkommen unterstützen“ =
Wien (OTS) - Nach dem gestrigen Ärzteprotest der niedergelassenen
Ärztinnen und Ärzte in Wien machen sich auch die Mitarbeiter der
Ordensspitäler bereit: Sie kämpfen um eine faire Lohnerhöhung. Dass
sie nach monatelangen Kollektivvertragsverhandlungen mit einer
Nulllohnrunde abgespeist werden sollen, wird nun mit Protestmaßnahmen
bis hin zu einem Streik beantwortet. ****
Bei der heutigen Betriebsrätekonferenz der Ordensspitäler waren
auch Vertreter der Ärztekammer anwesend. „Wir stehen als
Standesvertretung voll hinter der Entscheidung der Kolleginnen und
Kollegen und werden sie bei ihrem Protest für ein faires Einkommen
bestmöglich unterstützen“, betont der Obmann der Kurie angestellte
Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien, Hermann Leitner,
für den feststeht: „Wir werden sämtliche Maßnahmen mittragen.“
Seitens der Arbeitgeber hätte es keinerlei Bereitschaft für
konstruktive Verhandlungen gegeben. „Der nun eingeschlagene Weg, mit
Protestmaßnahmen für eine angemessene Erhöhung zu kämpfen, ist daher
auch aus unserer Sicht unumgänglich“, so Leitner zu den schwierigen
Gesprächen, die bereits vor zwei Wochen ausgesetzt wurden.
Leitner kritisiert, dass man die Ärzteschaft in den Ordenshäusern
mit einer Nullrunde abspeisen und damit im Rahmenrecht
schlechterstellen wolle als andere Berufsgruppen. Denn bereits jetzt
klaffe zwischen den geringen Einkommen in den Ordensspitälern und
jenen im öffentlichen Bereich eine große Lücke. Daher ist auch für
Leitner eine Nulllohnrunde „schlichtweg inakzeptabel“. Da die
Arbeitgeber nicht bereit seien, für faire Arbeitsbedingungen zu
sorgen, stünde die Ärztekammer hinter der Entscheidung der
Betriebsrätekonferenz, einen konkreten Fahrplan für Protestmaßnahmen
einzuleiten.
Die betroffenen Ordensspitäler in Wien sind die Krankenhäuser der
Barmherzigen Brüder und der Barmherzigen Schwestern, das
Orthopädische Spital Speising, das Krankenhaus Göttlicher Heiland,
das Herz-Jesu Krankenhaus, St. Elisabeth, St. Josef und das
Hartmannspital mit insgesamt ungefähr 4500 Mitarbeitern. „Wir zeigen
volle Solidarität mit den Anliegen sowohl der betroffenen Ärztinnen
und Ärzten als auch mit allen anderen Mitarbeitern der
Ordensspitäler“, bekräftigt Leitner seine Zustimmung zu den geplanten
Protestmaßnahmen der Gewerkschaft vida.
„Bei der nächsten Verhandlungsrunde am 10. Jänner 2017 muss sich
etwas bewegen, sonst steht die nächste massive Auseinandersetzung mit
der Ärzteschaft an“, richtet Leitner den Arbeitgebern aus. Dass diese
nicht auf eine einzige Forderung ihrer Mitarbeiter eingehen wollten,
sei für ihn „schlichtweg unverständlich.“ Leitner fordert für die
weiteren Verhandlungen entsprechende Gesprächsbereitschaft sowie ein
klares Bekenntnis zu einem fairen Verhandlungsabschluss“. (lsd)
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