• 13.12.2016, 10:48:40
  • /
  • OTS0067

Wirtschaft wehrt sich gegen Ölheizungs-Verbot

NÖ Energiehandel warnt: Randlagen besonders betroffen - Moderne Technologien bei Verbotsplänen nicht berücksichtigt

Dir. Ing. Engelberg Aigner, Obmann Fachgruppe Energiehandel

Utl.: NÖ Energiehandel warnt: Randlagen besonders betroffen -
Moderne Technologien bei Verbotsplänen nicht berücksichtigt =

St. Pölten (OTS) - Strikt gegen Pläne für ein Verbot von Ölheizungen
wendet sich Engelbert Aigner, der Obmann des NÖ Energiehandels. „Mir
geht es immer um einen ausgewogenen Mix im Energiebereich. Ich habe
überhaupt nichts gegen Strom, Pellets oder Kohle, ich wehre mich aber
dagegen, wenn ein Produkt wie Heizöl so verteufelt wird und andere
Energieträger wie beispielsweise Gas in der Diskussion überhaupt
nicht berücksichtigt werden“, so Aigner.

Aktuell beabsichtigt die NÖ Landesregierung die Bauordnung
dahingehend zu ändern, dass „flüssige fossile und feste fossile
Brennstoffe für Zentralheizungen im Neubau ab 2019“ nicht mehr zum
Einsatz kommen dürfen. Argumentiert wird das mit den CO2-Emissionen
bei der Verbrennung. „Emissionen von anderen Treibhausgasen sowie
gesundheitsgefährdende Feinstaub- und NOx-Emissionen bleiben jedoch
unberücksichtigt. Hier schneidet Heizöl ausgezeichnet und sehr viel
besser als etwa Holz und Fernwärme ab“, merkt Aigner kritisch an.

Angesprochen soll auch der soziale Aspekt werden. Durch ein
vielfältiges Angebot von Energieträgern, bleiben die Heizkosten für
den einzelnen Haushalt erschwinglich. Ein Verbot des wichtigen
Energieträgers Öl, würde zu einem dramatischen Preisanstieg anderer
Energieträger führen. Für Konsumenten würde das Heizen damit deutlich
teurer werden. Gerade in den Randlage-Gebieten gibt es oftmals keine
sinnvolle Alternative zur Ölheizung. „Heizöl ist bei
Vollkostenrechnung noch immer der effizienteste und günstigste
Energieträger. Weder Wärmepumpen noch Biomasse könnten hier
mithalten. Es gibt hier keinen anderen Energieträger, der so
effizient einzusetzen ist“, betont Aigner.

Überdies vermisst der Obmann des NÖ Energiehandels bei den Plänen des
Landes eine Berücksichtigung innovativer umweltfreundlicher
Marktlösungen, wie etwa der neuen Brennwerttechnik. So können etwa
mit einem Tausch auf moderne Heizkessel 40 Prozent an CO2 Emissionen
gegenüber herkömmlichen Ölkesseln eingespart werden. „Überdies werden
Ölbrennwertkessel in Zukunft auch CO2-freies Bio-Öl zur
Wärmeerzeugung nutzen und in Kombination mit Wärmepumpen betrieben
werden können“, so Aigner. Auch das werde bei den Verbotsplänen nicht
berücksichtigt. Aktuell gibt es in Niederösterreich über 100.000
Ölheizungen.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | HKN

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel