• 08.12.2016, 19:32:40
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  • OTS0075

Neues Volksblatt: "Ernste Komödie" (von Harald Engelsberger)

Ausgabe vom 9. Dezember 2016

Utl.: Ausgabe vom 9. Dezember 2016 =

Linz (OTS) - Es war einmal vor fünf Jahren, als die riskanten
Finanzspekulationen der Verantwortlichen in der oö. Landeshauptstadt
schief gelaufen sind und publik wurden. Seither zieht sich zwischen
Stadt Linz und Geldinstitut Bawag ein hochbrisantes Gerichtsverfahren
um die Schuldfrage wie ein Strudelteig in die Länge.
Und während es in diesem Prozess nun darum geht, wie viele 100
Millionen Euro nun tatsächlich verzockt wurden und wer letztlich
dafür die Verantwortung zu tragen hat, werden auf dem Gerichtsweg
weitere zigtausende Euros der Steuerzahler verpulvert. Jene wiederum
verfolgen dieses Treiben mit steigendem Unmut gegenüber Politikern
und Bankern. Die Vernunft hat schon längst das Weite gesucht.
Dieses Tauziehen könnte sich morgen einem Ende zuneigen, weil
inzwischen auch der Richter dieser Schmierenkomödie überdrüssig
geworden ist. Und eben dieser Andreas Pablik hat es in der Hand, dass
wieder Bewegung in die Causa kommt. Er hat beiden Beteiligten die
Rute ins Fenster gestellt und sich selbst ein Hintertürchen geöffnet,
indem er eine juristische Formulierung für seine Entscheidung in den
Mittelpunkt rückt, die da lautet: Hat dieses Swap-Geschäft der Stadt
Linz überhaupt eine Optimierung für den damaligen Frankenkredit
gebracht?
Sollte dem Richter der Kragen platzen und er ein Machtwort oder gar
Urteil sprechen, dann könnte in dieser ernsten Komödie bald der
Vorhang fallen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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