• 07.12.2016, 14:23:39
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  • OTS0160

GÖD-Vorstand bestätigt Gehaltsabschluss - UGÖD-Vertreter stimmt dagegen

Unabhängige GewerkschafterInnen wollten Mindestbeitrag und ausreichende Abgeltung von Arbeitsverdichtung und Mehrarbeit

Utl.: Unabhängige GewerkschafterInnen wollten Mindestbeitrag und
ausreichende Abgeltung von Arbeitsverdichtung und Mehrarbeit =

Wien (OTS) - Die Minderheitsfraktion UGÖD ist seit 2015 als
GÖD-Fraktion anerkannt und im Vorstand vertreten, war aber von den
gewerkschaftlichen Beratungen über Höhe und soziale Dimension der
GÖD-Gehaltsforderungen ausgeschlossen und ohne ausreichende
Informationen über den Verhandlungsverlauf. Die für 28.11. anberaumte
Vorstandssitzung wurde abgesagt und um eine Woche verschoben.

Zwt. Die UGÖD lehnt das von GÖD und Regierungsseite am 30.11.
verlautbarte Verhandlungsergebnis ab.

Begründung:
+ Dem Gehaltsabschluss fehlt die solidarische Komponente eines
Mindestbetrages für die KollegInnen mit niedrigen Bezügen, er enthält
auch keine stärkere prozentuelle Anhebung für diese
KollegInnengruppe, wie sie in den Abschlüssen der MetallerInnen und
der Handelsangestellten von den GewerkschafterInnen angestrebt und
erreicht wurde.
+ Frauenförderung und das Schließen der Einkommensschere, die es auch
im öffentlichen Dienst noch immer gibt, waren offensichtlich
überhaupt kein Thema der Gehaltsverhandlungen 2016.
+ Die Teuerung wird mit dem Abschluss zwar abgegolten, die darüber
hinausgehenden 0,55 % sind keine angemessene Abgeltung für die von
den öffentlich Bediensteten erbrachte Mehrarbeit
(Leistungssteigerungen wegen Personalmangel, wachsende Anforderungen,
Verdichtung der Arbeit) und keine Berücksichtigung der mit der
Einführung neuer Technologien verbundenen Produktivitätsgewinne der
öffentlichen Hand, sie liegen auch weit unter dem Wirtschaftswachtums
von 1,7% .
+ Die Bundeskonferenz der GÖD, die gemäß GÖD-Statut für die
Beschlussfassung über „grundlegende gewerkschaftliche
Angelegenheiten“ zuständig ist, wurde nicht einberufen.
+ Der Budgetrahmen für die Gehaltsverhandlungen, der den
Verhandlungen zugrunde gelegt wurde, ist uns und unseren KollegInnen
nicht bekannt, er war offensichtlich zu niedrig. Gewerkschaftliche
Aktionen für mehr Budgetmittel und für ein Abgehen der von SPÖ und
ÖVP geführten Bundesregierung von ihrem restriktiven Budgetpolitik
haben FCG und FSG nicht in Erwägung gezogen.

Glück auf, trotz alledem

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