- 05.12.2016, 20:20:05
- /
- OTS0164
Neues Volksblatt: "Wähler hat recht" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 6. Dezember 2016
Utl.: Ausgabe vom 6. Dezember 2016 =
Linz (OTS) - Augen zu und durch: So reagiert die Bundes-FPÖ auf das
Ergebnis der Bundespräsidentenwahl — zumindest nach außen hin. Um gar
nicht erst allzugroße innerparteiliche Debatten aufkommen zu lassen,
blasen Strache & Co schon wieder zum Angriff: „Nach der Wahl ist vor
der Wahl“, so der Titel einer für heute anberaumten Pressekonferenz,
die der FPÖ-Chef gemeinsam mit dem unterlegenen
Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer bestreitet. Das soll wohl
auch das symbolisieren, was Hofer am Wahlabend betont hatte — dass
Strache nämlich mit ihm „einen sehr prominenten Wahlhelfer gewonnen“
habe. Die Frage, ob nicht Strache beim nächsten Urnengang Hofers
Wahlhelfer sein wird, will die FPÖ zwar nicht aufkommen lassen, daran
vorbeischwindeln wird sie sich aber auch nicht können. Denn das hat
die Präsidentenwahl gezeigt: Hofer strahlt in breitere
Wählerschichten als der derzeitige FPÖ-Obmann.
Diesbezügliche innerparteiliche Zores will man in bewährter
Wagenburg-Mentalität verdrängen: Da wird zum einen ÖVP-Chef Reinhold
Mitterlehner für Hofers Niederlage verantwortlich gemacht, zum
anderen das Wahlergebnis als Resultat einer
Establishment-Verschwörung gegen die Blauen interpretiert. Dabei ist
alles viel simpler, wie auch Hofer das am Wahlabend betont hat, als
er sagte: „Der Wähler hat immer recht“. Genau: Eine Mehrheit der
Österreicher wollte einfach keinen blauen Präsidenten.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB






