• 05.12.2016, 09:00:03
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Lebenshilfe: Freiwillige fördern Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen

Freiwillige unterstützen Menschen mit Beeinträchtigungen individuell und auf Augenhöhe

Utl.: Freiwillige unterstützen Menschen mit Beeinträchtigungen
individuell und auf Augenhöhe =

Wien (OTS) - „Die Zusammenarbeit mit freiwillig Aktiven verbessert
die Lebensqualität von Menschen mit Beeinträchtigungen erheblich und
fördert deren Selbstbestimmung. Die Begegnung zwischen Freiwilligen
und KundInnen stellt eine sehr persönliche Erfahrung dar und ist
gleichzeitig gesellschaftlich relevant. Freiwillig für Menschen mit
Beeinträchtigungen aktiv zu sein, trägt zum Beziehungsaufbau zwischen
Generationen, sozialen Schichten und Kulturen, sowie zur Förderung
der Inklusion und dem Abbau von Barrieren bei“, so der ehrenamtliche
Präsident der Lebenshilfe Österreich, Germain Weber.

Lebenshilfe sucht laufend Freiwillige: Kampagnenstart „freiwillig
aktiv“

Zum Tag des Ehrenamts (5.12.) startet die Kampagne der Lebenshilfe
„freiwillig aktiv“, um darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig
freiwilliges Engagement für die Unterstützung von Menschen mit
Beeinträchtigungen in der Gesellschaft ist. "Wir brauchen freiwillig
aktive Menschen, die Tätigkeiten nach den eigenen Vorlieben und
Fähigkeiten an den verschiedenen Standorten der Lebenshilfe erfüllen.
Lust auf Kaffee trinken oder Fußball spielen? Dann gehen Sie doch das
nächste Mal gemeinsam mit jemandem, der sich darüber ebenso freuen
würde. Dazu braucht man auch keine besonderen Qualifikationen,
sondern nur Spaß an der Sache und Lust auf neue Bekanntschaften",
erklärt Weber.

Freiwillige als wichtige Unterstützung auf dem Weg zu Inklusion

Auf dem Weg zur Inklusion sind Freiwillige BrückenbauerInnen für den
sozialen Austausch. Dabei sollen Freiwillige nicht die hauptamtlichen
Tätigkeiten ersetzen, sondern das zivilgesellschaftliche Engagement
steht im Vordergrund. "Wenn Menschen mit Beeinträchtigungen
unabhängig von ihrem Unterstützungsbedarf die Assistenz bekommen
würden, die sie brauchen, dann gehen zwei Menschen nicht mehr
gemeinsam in den Chor, weil Aufgabe und Wunsch zusammentreffen,
sondern weil die Leidenschaft für eine Sache vereint. Und bis dahin
fungiert die Lebenshilfe als Vermittlerin", so Weber.

Freiwillig aktiv bei der Lebenshilfe – Beispiele aus dem Leben

Eigene Vorlieben einbringen und dabei flexibel bleiben: Seit 30
Jahren arbeitet Christl Fuchsbichler mit Menschen mit
Beeinträchtigungen - zuerst als Volksschullehrerin, seit ihrer
Pension ist sie freiwillig aktiv. „Ich mag die Abwechslung und mache
viel für das Freizeitprogramm Tumawas der Lebenshilfe in Graz und
Umgebung“, so Fuchsbichler. Mindestens zweimal pro Monat engagiert
sich die 66-Jährige nicht nur im Schreib-/Lesekurs, beim Tanzen,
Singen, Basteln und für die Special Olympics, sondern führt die
Lebenshilfe-KundInnen auch regelmäßig in die Oper und ins Theater
aus.

Freiwilligenengagement ermöglicht auch den Betrieb des Cafés Zeughaus
in Radstadt. Dort betreiben Menschen mit intellektueller
Beeinträchtigung mit Unterstützung von Freiwilligen seit 1998 das
Café Zeughaus im Turm. Die Zusammenarbeit von KundInnen der
Lebenshilfe und Freiwilligen ermöglicht der Stadt die gastronomische
Bewirtung bei Kulturveranstaltungen. Der Café Betrieb hat zweimal
pro Woche geöffnet. Seit 15 Jahren schafft dieses Projekt dank der
Unterstützung durch freiwillig Aktive Selbstbestimmung und Teilhabe
für Menschen mit Beeinträchtigungen.

Für Menschen mit Beeinträchtigungen freiwillig aktiv werden?

Hier finden Sie Infos zu freiwilligen Tätigkeiten bei der
Lebenshilfe: www.freiwillig-aktiv.at

Weitere Beispiele für freiwillig Aktive bei der Lebenshilfe auf
unserem Blog: http://bit.ly/2gcLGRu

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