Neues Volksblatt: "Spannende Zeiten" von Markus EBERT

Ausgabe vom 3. Dezember 2016

Linz (OTS) - Noch nie hatten die Österreicherinnen und Österreicher so lange Gelegenheit, während eines Wahlkampfes die Kandidaten zu beobachten. Rechnet man den Wahlkampfstart von Irmgard Griss am 17. Dezember 2015 mit ein, dann hat das Land einen einjährigen Wettbewerb um den Einzug in die Hofburg hinter sich. Wer daher morgen zur Wahl geht, hatte Zeit genug, sich ein Urteil zu bilden.
Aber: Egal, ob der Nachfolger von Heinz Fischer nun Alexander Van der Bellen (er hatte gleichsam die Türklinke zur Hofburg schon in der Hand) oder Norbert Hofer heißt — auf ihn wartet eine große Aufgabe. Um es mit einer Anleihe bei Franz Grillparzer zu sagen: Das neue Staatsoberhaupt muss danach trachten, dass in seinem Lager Österreich ist. Sprich: Einer gesellschaftspolitischen Spaltung des Landes muss mit aller Kraft entgegen getreten werden. Das ist jedenfalls vorerst einmal viel wichtiger als irgendwelche Ausflüge in die Tagespolitik, diesbezügliche Andeutungen sollten Wahlkampfrhetorik bleiben. So manche grenzwertige Aussagen mögen den Strapazen des langen Wahlkampfes geschuldet sein, wobei sich eines auch gezeigt hat: Auf das, was in den Social Media passiert, muss man ein besonderes Auge haben.
Das Ende des Hofburg-Wahlkampfes bedeutet überdies, dass nun die Bundespolitik wieder voll in den politischen Fokus rückt. Womit auch fix ist, dass die Zeiten spannend bleiben.

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