- 01.12.2016, 12:46:07
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Wiener Ordensspitäler: Verhandlungen für die Kollektivverträge 2017 ausgesetzt
Nulllohnrunde für die Ärztekammer „inakzeptabel“ – Leitner: „Volle Solidarität“ mit allen Mitarbeitern
Utl.: Nulllohnrunde für die Ärztekammer „inakzeptabel“ – Leitner:
„Volle Solidarität“ mit allen Mitarbeitern =
Wien (OTS) - Nach der bereits fünften Kollektivvertragsrunde für die
Mitarbeiter in den Wiener Ordensspitälern gestern, Mittwoch, wurden
die Verhandlungen vorerst ausgesetzt. „Es gibt keinerlei Bereitschaft
der Arbeitgeber für eine konstruktive Verhandlung im Sinne der
Kolleginnen und Kollegen, aber auch der anderen Berufsgruppen“,
kritisiert der Obmann der Kurie angestellte Ärzte und Vizepräsident
der Ärztekammer für Wien, Hermann Leitner. ****
„Bei der letzten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber
schlichtweg alle unsere Forderungen hinsichtlich Einkommenserhöhung
und Adaptierung des Gehaltsschemas abgelehnt“, erklärt Leitner. Man
wollte die Ärzteschaft in den Ordenshäusern mit einer Nullrunde
abspeisen und damit im Rahmenrecht schlechterstellen als andere
Berufsgruppen. Die Ärztekammer zeige nun „volle Solidarität“ sowohl
mit der Ärzteschaft als auch mit allen anderen Mitarbeitern.
Da die Arbeitgeber trotz monatelanger Verhandlungen nicht bereit
seien, für faire Arbeitsbedingungen zu sorgen, müsse man jetzt „zu
anderen Mitteln greifen“, schließt sich Leitner der Stoßrichtung von
vida an und betont nochmals das Verständnis für die Anliegen des
nicht ärztlichen Personals und der Gewerkschaft. Die Kooperation von
Ärzteschaft und nicht ärztlichen Mitarbeitern sei ein „Beispiel für
eine ausgezeichnete Kooperation“ im Interesse aller Dienstnehmer in
den Spitälern.
Am 15. Dezember 2016 folgt nun eine Betriebsrätekonferenz. Die
ursprünglich für den 15. Dezember 2016 anberaumte Verhandlungsrunde
wurde abgesagt, da zuerst über die Betriebsräte in den Krankenhäusern
das „Angebot“ der Arbeitgeber an die Mitarbeiter weitergegeben werden
soll. Die betroffenen Wiener Ordensspitäler sind die Krankenhäuser
der Barmherzigen Brüder und der Barmherzigen Schwestern, das
Krankenhaus Göttlicher Heiland, das Herz Jesu Krankenhaus, St.
Elisabeth, St. Josef und das Hartmannspital. (ast)
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