• 25.11.2016, 10:05:02
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  • OTS0062

Caritas begrüßt Erhöhung der Entwicklungshilfe

Landau: „Ohne globale Gerechtigkeit gibt es kein Überleben der Menschheit. Wenn Menschen Chancen, Perspektiven für ihr Leben sehen, dann ist ein friedliches Zusammenleben aller möglich.“

Utl.: Landau: „Ohne globale Gerechtigkeit gibt es kein Überleben der
Menschheit. Wenn Menschen Chancen, Perspektiven für ihr Leben
sehen, dann ist ein friedliches Zusammenleben aller möglich.“ =

Wien (OTS) - Erstmals seit langem wird heute mit dem Budget die
Entwicklungszusammenarbeit des Außenministeriums stark erhöht – um
15,5 Mio. Euro zusätzlich gegenüber 2015.
Die Erhöhung des EZA Budgets der ADA auf insgesamt 92,5 Mio Euro -
davon 83,7 Mio. für operative Maßnahmen - stellt nach Jahren der
Kürzungen und Stagnation einen Trendwende dar. Der
Auslandskatastrophenfonds soll auch 2017 wieder mit 20 Mio. Euro
dotiert werden.
Insgesamt soll das Budget für Hilfe vor Ort soll von 77 Millionen
Euro (2015) bis zum Jahr 2021 auf 154 Millionen Euro verdoppelt
werden.

Mit 1 Million Euro können 12.000 Menschen vom Hunger befreit werden
Caritas Präsident Michael Landau: „Aus meiner Sicht ist das eine sehr
erfreuliche Trendwende und ein guter und wichtiger Schritt in die
richtige Richtung. Allein in Äthiopien und im Südsudan sind Millionen
von Menschen durch Hunger vom Tod bedroht. Dass für diese so schwer
gebeutelte Region jetzt mehr Hilfe vorgesehen ist, schafft für viele
Menschen echte Überlebenschancen und Zukunftsperspektiven. In diesem
Sinne danke ich Außenminister Sebastian Kurz und Finanzminister Hans
Jörg Schelling, aber auch Kanzler und Vizekanzler sehr herzlich für
diesen Schritt und bitte, diesen Weg jetzt entschieden weiter zu
gehen."

Österreich bekommt mit OSZE Vorsitz Schlüsselfunktion
„Im Zusammenhang mit dem österreichischen OSZE Vorsitz im kommenden
Jahr werden auch Länder wie Armenien, Georgien, Ukraine, Moldau
stärker in den Fokus rücken“, so Landau. „Gerade die bilaterale
Entwicklungszusammenarbeit ist ein Themenfeld, in dem ein kleines
Land Größe zeigen kann. Hier bin ich dankbar, wenn die
verantwortlichen Stellen die Sustainable Development Goals auch zu
einer Leitschnur für ihr eigenes Handeln machen.“

Fluchtursachen bekämpfen
Der Auslandskatastrophenfonds soll auch 2017 wieder mit 20 Mio. Euro
dotiert werden. Der Einsatz Österreichs wird offenbar verstärkt als
„Beitrag für erträglichere Lebensbedingungen in den Krisengebieten“
gesehen. „Aus Sicht der Caritas spricht das dafür, beim
Auslandskatastrophenfonds weiter aufzustocken, da die Hilfe vor Ort
von entscheidender Bedeutung ist, wie die praktischen Erfahrungen der
Hilfe zeigen und auch Mitglieder der Bundesregierung immer wieder
deutlich gemacht haben“, so Landau.
Es zeichnet sich ein Trend ab, stärker in den Herkunftsländern von
geflüchteten Menschen zu investieren. Laut Informationen aus dem
Außenministerium sollen die Erhöhungen vorrangig in diese Regionen
gehen (Irak, Afghanistan).
Landau: „Entwicklungszusammenarbeit und -politik leistet einen
wichtigen Beitrag dort, wo sie ein menschenwürdiges Leben und soziale
und politische Sicherheit gewährleisten kann und sich weniger
Menschen auf den Weg machen müssen. Gerechtigkeit und Frieden und das
Schaffen von Lebensgrundlagen müssen Ziel der Bemühungen sein – denn
nur so können Fluchtursachen effektiv und nachhaltig bekämpft werden.
Dafür ist die EZA ein entscheidender Hebel. Unser Planet, unsere
Welt, muss ein guter Platz für alle Menschen werden.“

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