- 24.11.2016, 09:55:53
- /
- OTS0049
Hammerschmid: Die Schaffung von Feindbildern kann durch Bildung überwunden werden
LehrerInnenfortbildung thematisiert Diversität in Gesellschaft und Klassenzimmer
Utl.: LehrerInnenfortbildung thematisiert Diversität in Gesellschaft
und Klassenzimmer =
Wien (OTS) - „Das Risiko ist hoch, dass in herausfordernden Zeiten
Feindbilder geschaffen werden und Menschen gegeneinander ausgespielt
werden. Gerade in diesen Zeiten ist die Auseinandersetzung mit dem
Holocaust und der nationalsozialistischen Terrorherrschaft in der
Schule besonders wichtig, das 15. Zentrale Seminar von _erinnern.at_
unterstützt unsere LehrerInnen dabei“, erklärt Bildungsministerin
Sonja Hammerschmid im Vorlauf der größten österreichischen
LehrerInnenfortbildungstagung zum Thema Holocaust und
Nationalsozialismus im Stift Ossiach in Kärnten.
„Ich selbst bin Oberösterreicherin, bin im Mühlviertel aufgewachsen,
damit aus einem Land, das durch Orte wie Mauthausen, Gusen, Ebensee
und grauenhafte Ereignisse wie die Mühlviertler Hasenjagd, für immer
mit der Geschichte des Nationalsozialismus verbunden ist. Deswegen
haben wir eine historische Verantwortung, gegen Antisemitismus und
Rassismus aufzutreten“, so die Bildungsministerin.
Zum 15. Mal findet das Zentrale Seminar von _erinnern.at_ statt. Die
einmal jährlich stattfindende LehrerInnenfortbildung zu Holocaust und
Nationalsozialismus widmet sich auch diesmal wieder einem
hochaktuellen Thema: Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit der
Diversität in Gesellschaft und Klassenzimmer und den damit
verbundenen Herausforderungen gerade im Umgang mit dem
Nationalsozialismus.
Hammerschmid über die LehrerInnenfortbildung: „Das diesjährige
Zentrale Seminar von _erinnern.at_ widmet sich einem Themenfeld, das
nicht nur von historischer Bedeutung ist. Migration und Identität
haben immer schon eine besondere Rolle gespielt und sind heute
wahrscheinlich aktueller denn je.“
„Der anwachsende Antisemitismus und Rassismus und die zerstörerische
Kraft die dem zunehmenden Nationalismus innewohnt, ist eine
bedenkliche Entwicklung. Dieser denkwürdigen Entwicklung können wir
mit Bildung entgegenwirken. Das Bildungsangebot, die
Unterrichtsmaterialien und die LehrerInnenfortbildungen von
_erinnern.at_ leisten einen essenziellen Beitrag zur Aufklärung und
Vermittlung von demokratischen Werten“, so die Bildungsministerin
abschließend in ihrer Botschaft an die LehrerInnen.
Zur Eröffnung des 15. Jubiläum des Zentralen Seminars wird die
Botschafterin des Staates Israel Jahre, Talya Lador-Fresher über 60
Jahre diplomatische Beziehungen Österreich-Israel sprechen. Der
wissenschaftliche Teil des Seminars ist ebenso hochkarätig besetzt.
So hält u.a. der renommierte Politikwissenschaftler Anton
Pelinka(CEU Budapest) einen Vortrag zum Thema „Flucht und Vertreibung
in der NS-Zeit – Flüchtlinge heute: Hängt das zusammen?“
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MUK






