- 23.11.2016, 14:17:00
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EEÖ: Elektromobilität ist nur mit zusätzlichem Ökostromausbau sinnvoll
Das heute präsentierte E-Mobilitätspaket muss mit dem Ökostromausbau in Österreich kombiniert werden
Utl.: Das heute präsentierte E-Mobilitätspaket muss mit dem
Ökostromausbau in Österreich kombiniert werden =
Wien (OTS) - Heute wurde von den Bundesministern Jörg Leichtfried und
Andrä Rupprechter das E-Mobilitätspaket im Gesamtumfang von rd 72
Millionen EUR für 2017 vorgestellt. Damit sollen Anreize für den Kauf
von E-PKWs, E-Zweirädern, E-Bussen und E-Nutzfahrzeugen geschaffen
werden.
Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) begrüßt diese
Aktivitäten, da die Umstellung des Individualverkehrs auf
Elektromobilität ein äußerst wichtiger Baustein der Energiewende ist.
E-Autos benötigen mit durchschnittlich rd 15 kWh/100 km nur 20% der
Energie eines fossil angetriebenen PKWs. Voraussetzung für eine
klimaschonende E-Mobilität ist jedoch, dass der dafür benötigte Strom
aus neuen Ökostromanlagen in Österreich zur Verfügung gestellt wird,
damit die Treibhausgasemissionen im Verkehr auch wirklich sinken.
Derzeit deckt der Ökostromausbau in Österreich nicht einmal den
jährlich steigenden Strombedarf ohne Elektromobilität ab. Sollte das
E-Mobilitätspaket – was sehr zu hoffen ist – erfolgreich sein, muss
der zusätzliche Strombedarf aus Nachbarländern importiert werden.
„Jeder zusätzliche Strombedarf für E-Mobilität muss deshalb mit dem
Ökostromausbau in Österreich kombiniert werden. Andernfalls gibt es
keine CO2-Entlastung, da entweder nur eine Umetikettierung von
bereits vorhanden (Wasserkraft)Strom erfolgt oder der Strom aus
benachbarten Kohle- und Atomstromkraftwerken importiert werden muss,“
befürchtet Erwin Mayer, stv GF von Erneuerbare Energie Österreich
(EEÖ).
Seit 2001 ist Österreich ein Nettoimporteur von Strom, da rd 10 TWh
derzeit va aus Deutschland und Tschechien importiert werden. Damit
beträgt der Anteil von Importstrom am Inlandstromverbrauch bereits
16,4%, und sollte durch die Einführung von E-Mobilität nicht weiter
erhöht werden. „Dass die Zukunft der individuellen Mobilität in der
Elektromobilität liegt, ist Gott sei Dank inzwischen Allgemeingut.
Elektromobilität ohne entsprechenden Ökostromausbau wäre eine
„Mogelpackung,“ führt Peter Püspök, ein seit 3 Jahren praktizierender
E-Auto Fan und Präsident von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ),
aus.
„Wenn bis 2030 1 Million Elektrofahrzeuge auf Österreichs Straßen
sind, bedeutet das einen zusätzlichen Strombedarf von rd 2-3 TWh, der
aus neuen Kleinwasserkraft-, Wind-, Biomasse- und Photovoltaikanlagen
bereitgestellt werden muss. Insofern muss der Ausbau der E-Mobilität
mit dem Ökostromausbau in Österreich parallel verlaufen, um die
CO2-Einsparziele im Verkehr auch wirklich zu erreichen,“ schließt
Peter Molnar, Geschäftsführer von Erneuerbare Energie Österreich
(EEÖ) ab.
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