• 23.11.2016, 10:17:56
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  • OTS0069

Greenpeace-Umfrage: Glyphosat-Einsatz in Wäldern in ganz Österreich

Minister Rupprechter muss Unkrautvernichter bundesweit verbieten

Utl.: Minister Rupprechter muss Unkrautvernichter bundesweit
verbieten =

Wien (OTS) - Der Einsatz von Glyphosat im Wald ist kein regionales
Kärntner Problem, sondern betrifft ganz Österreich. Das zeigt eine
Umfrage der Umweltschutzorganisation Greenpeace unter großen
Forstbetrieben. Nur Wenige verzichten bewusst zur Gänze auf
Glyphosat. Um Vorfälle wie den am Montag durch Greenpeace-Proben ans
Licht gekommenen Skandal um giftige Himbeeren in einem Wald bei
Linsenberg in Zukunft zu verhindern, muss Umweltminister Rupprechter
jetzt handeln und den Einsatz von Glyphosat im Wald bundesweit sofort
verbieten. Außerdem muss Minister Rupprechter endlich die
Konsequenzen aus den gesundheitlichen Bedenken rund um Glyphosat
ziehen und für Österreich einen generellen Ausstiegsplan für das
Pestizid bis Ende 2017 vorlegen.

„Unsere Umfrage unter neun großen Forstbetrieben in Österreich hat
gezeigt: Über Glyphosat-Einsatz wird nicht gerne Auskunft gegeben“,
so Hanna Simons, Sprecherin bei Greenpeace in Österreich. Die Umfrage
wurde bereits im April gestartet. Forstbetriebe, die auf die erste
Anfrage nicht reagiert haben, wurden im November ein weiteres Mal
kontaktiert. Mehr als die Hälfte der Betriebe hat die Antwort auf die
Frage, ob Glyphosat eingesetzt wird, entweder aktiv verweigert oder
die beiden Schreiben komplett unbeantwortet gelassen. „Nach
derzeitigem Wissensstand über die üblichen Forstpraktiken muss davon
ausgegangen werden, dass diese über Österreich verteilten Betriebe
Glyphosat im Wald einsetzen. Daher ist zu befürchten, dass
alarmierende Rückstände, wie wir sie in dem Kärntner Wald
festgestellt haben, auch in anderen Wäldern Österreichs zu finden
sein könnten“, warnt Simons.

Positiv hervorzuheben sind die Stadt Wien und der Benediktinerstift
Admont, die beide bewusst komplett auf den Einsatz von Glyphosat in
ihren Wäldern verzichten. Greenpeace begrüßt ebenfalls, dass die
Österreichischen Bundesforste als mit Abstand größter
Waldbewirtschafter Österreichs ab 2017 kein Glyphosat mehr einsetzen
werden. „Diese Beispiele zeigen, dass der Einsatz von Glyphosat im
Wald einfach nicht notwendig ist“, sagt Simons. Die Entscheidung über
den Einsatz des Pestizids dürfe aber keinesfalls vom einzelnen
Waldbesitzer abhängen. „Niemand in Österreich sollte sich um seine
Gesundheit sorgen müssen, wenn er in den Wald geht. Es braucht
unbedingt eine bundesweite und verbindliche Lösung“, betont Simons
und fordert erneut: „Umweltminister Rupprechter muss den Einsatz von
Glyphosat im Wald und überall sonst, wo Menschen mit dem Wirkstoff in
Kontakt kommen können, sofort verbieten. Darüber hinaus brauchen wir
für Österreich einen generellen Ausstiegsplan für Glyphosat bis Ende
2017.“

Details zur Umfrage unter Österreichs Forstbetrieben finden Sie hier:
http://bit.ly/2gg4vqq

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