- 22.11.2016, 22:00:01
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Neues Volksblatt: "Wahlfreiheit" von Herbert SCHICHO
Ausgabe vom 23. November 2016
Utl.: Ausgabe vom 23. November 2016 =
Linz (OTS) - Die Regierung hat sich nun doch auf die Verteilung der
Bankenmillionen geeinigt und damit sich und auch dem Wähler bewiesen,
dass man noch immer gewillt ist zu arbeiten. Neuwahlgequatsche hin
oder her.
Natürlich ist es ein Kompromiss, der auf beiden Seiten noch Wünsche
offen lässt. Aber der Ausbau der Ganztagesbetreuung für Schüler ist
durch die Einigung garantiert. Damit wird unser Schulsystem immer
mehr mit der Arbeitswelt der Eltern kompatibel. Eine pädagogische
Notwendigkeit ist es allerdings nicht. Und die ideologische Frage, ob
verschränkte oder getrennte Form der Ganztagesschule verwirklicht
wird, wird zum Glück dort bleiben, wo die Betroffenen leben – nämlich
an den Schulstandorten. Wobei die Eltern und Lehrer meist gar nicht
vor ideologischen, sondern vor praktischen Problemen stehen. Denn die
verschränkte Form mit der ganztägigen Anwesenheitspflicht macht die
Klavierstunde oder das Fußballtraining halt schwieriger. Das
flexibelste — und auch von den meisten Eltern favorisierte System —
wäre der Hort und es ist schade, dass dieser vorerst nicht
berücksichtigt wurde. Es ist auch ein Unterschied, ob ich eh schon
eine 32-Stunden-Woche wie in den Mittelschulen habe oder nur 21
Stunden wie in den Volksschuljahren pro Woche in der Klasse zu sein
habe. Auch hier sollte man sich an der Wahlfreiheit orientieren und
nicht per Verordnung Schulfrust produzieren.
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