• 22.11.2016, 13:08:02
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EuroSkills 2016: Österreichisches Team zählt zum Favoritenkreis

Leitl und Bartley: Qualifikation und Innovation sind Schlüssel für Europa im globalen Wettbewerb - Duales Bildungssystem Rezept gegen Fachkräftemangel

Utl.: Leitl und Bartley: Qualifikation und Innovation sind Schlüssel
für Europa im globalen Wettbewerb - Duales Bildungssystem
Rezept gegen Fachkräftemangel =

Wien (OTS) - „Überall auf der Welt herrscht mittlerweile ein Mangel
an Fachkräften, gerade auch in Ländern mit hoher
Jugendarbeitslosigkeit. Österreich ist diesbezüglich noch in einer
relativ guten Position und unserer Duales Bildungssystem bringt
regelmäßig die besten Fachkräfte der Welt hervor“, betonte Christoph
Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), bei einer
Pressekonferenz gemeinsam mit Simon Bartley, Präsident von
WorldSkills International, anlässlich der kommende Woche beginnenden
Berufs-Europameisterschaften EuroSkills 2016 in Göteborg/Schweden.
Österreich schickt 35 junge Fachkräfte in 29 Berufen zur
Europameisterschaft.

Bei den letzten zwei Berufs-Europameisterschaften (2012 und 2014) lag
das österreichische Team jeweils an der Spitze der Gesamtwertung.
Leitl: „Österreich ist somit Europameister! Dies ist auch ein Erfolg
der österreichischen Ausbildungsbetriebe.“ Dementsprechend groß ist
natürlich die Erwartungshaltung an das TeamAustria, wie auch jene der
einzelnen Teilnehmer; Sandra Wimmer, selbständige Friseurin und
Teilnehmerin an EuroSkills 2016, vertrat das Team Austria bei der
Pressekonferenz. Wimmer: „Ich freue mich auf Göteborg, spüre schon
jetzt eine gewisse Anspannung und Aufregung und selbstverständlich
hoffe ich auf eine Medaille.“

Die Chance dazu bestehe, so WorldSkills-Präsident Bartley, da sich
„Österreich mit seinen Fachkräften bei allen Wettbewerben, den Welt-
und Europameisterschaften, immer hervorragend präsentiert hatte und
neben der Schweiz, Deutschland und Großbritannien immer zu den großen
Favoriten zählt.“ Der Vorteil Österreichs sei bei diesen Wettbewerben
die hervorragende Ausbildung seiner Fachkräfte. Bartley: „Andere
Länder Europas haben zwar auch gute Bildungssysteme, aber ohne die
spezielle Fachkräfteausbildung, das Duale Bildungssystem.“ Der
Schlüssel zum Erfolg der europäischen Wirtschaftsstandorte werde in
Zukunft eine Mischung aus gut ausgebildeten Fachkräften neben
Absolventen akademischer Bildungswege sein. Dabei gehe es aber nicht
um Konkurrenz der beiden Systeme, sondern vielmehr um ein
Miteinander, wobei es aber eine noch stärkere Durchlässigkeit in
beide Richtungen geben müsse. Denn nur mit Qualifikation und
Qualität, welche zu Innovationen führen, könne Europa im globalen
Wettbewerb bestehen. „Europa kann in Zukunft einen Innovations- und
Qualitätswettbewerb gewinnen, aber nie einen Quantitätswettbewerb“,
so Leitl ergänzend.

Einer der einen Qualitätswettbewerb bereits gewonnen hat, ist Thomas
Schäffer als Europameister bei den EuroSkills 2012 sowie
Bronzemedaillengewinner bei den WorldSkills 2011 und heute
erfolgreicher Gastronom und Haubenkoch in der Steiermark. Schäffer:
„Es war für mich eine wichtige Erfahrung, an den Wettbewerben
teilgenommen zu haben und mich mit den besten Nachwuchsköchen der
Welt zu messen.“ Mittlerweile gibt Schäffer seine Erfahrung an junge
Köche weiter und trainiert mit ihnen für die österreichischen
Staatsmeisterschaften, deren Gewinn eine Voraussetzung für die
Teilnahme an World- oder EuroSkills ist. „Für mich sind die
Berufs-Weltmeister und Berufs-Europameister gleich bedeutend wie
unsere Ski-Weltmeister oder Europameister in anderen Sportarten. Ich
wünsche daher den 35 österreichischen Startern bei EuroSkills 2016
viel Glück und Erfolg. Sie sind die Botschafter Österreichs, unseres
Dualen Bildungssystems und somit auch Botschafter für den
Wirtschaftsstandort Österreich“, so Leitl abschließend. (PWK885/BS)

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