- 22.11.2016, 09:00:17
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20. Wiener Architektur Kongress im Az W - Erfolgsbilanz
Mit 1.200 BesucherInnen und rund 50 hochkarätigen ArchitekturtheoretikerInnen und ArchitektInnen endete Sonntagabend der erfolgreichste Kongress im Az W
Utl.: Mit 1.200 BesucherInnen und rund 50 hochkarätigen
ArchitekturtheoretikerInnen und ArchitektInnen endete
Sonntagabend der erfolgreichste Kongress im Az W =
Wien (OTS) - Am Sonntagabend ging der 20. Wiener Architektur Kongress
(18. – 20.11.2016) im Architekturzentrum Wien erfolgreich zu Ende.
Noch nie zuvor versammelte sich diese Dichte an international
renommierten ArchitektInnen und ArchitekturtheoretikerInnen zu einem
großen Wissensaustausch – es wurde anlässlich des Abschieds von
Dietmar Steiner an drei Tagen die Rolle der Architekturgeschichte
nach 1950 bis heute diskutiert.
Der Eröffnungsabend spannte die thematische Bandbreite des Kongresses
auf: Der französische Architekt, Autor und Kunsthistoriker Jean-Louis
Cohen gab einen Rückblick über die Architekturgeschichte nach 1950
mit dem Fokus auf die Krise als permanent antreibende Kraft für den
Architekturdiskurs. Dem stellte die designierte Az W Direktorin
Angelika Fitz einen Ausblick gegenüber, was Architektur in Zukunft zu
leisten vermag und welche Rollen ein Architekturmuseum in diesem
Zusammenhang einnehmen kann.
Die Panels der darauffolgenden Tage behandelten nach Dekaden
strukturiert die Einflüsse der Vergangenheit auf die Gegenwart und
Zukunft der Architektur. Über die daraus entstehenden Konflikte und
Missverständnisse diskutierten u.a. Wiel Arets, Petra Čeferin,
Jean-Louis Cohen, Hermann Czech, Irina Davidovici, Marco de Michelis,
Nathalie de Vries, Roger Diener, Marc Dubois, Dagur Eggertsson,
Oliver Elser, Angelika Fitz, Kathrin Golda-Pongratz, Anna Heringer,
Jacques Herzog, Andreas Hild, Steven Holl, Ulrike Jehle-Schulte
Strathaus, Elke Krasny, Rob Krier, Wilfried Kühn, Bart Lootsma, Peter
Märkli, Karoline Mayer, Vedran Mimica, Akos Moravánszky, Maroje
Mrduljaš, Shane O'Toole, Juhani Pallasmaa, Dominique Perrault, Wolf
D. Prix, Bruno Reichlin, Andreas Rumpfhuber, Yehuda Safran, Dietmar
Steiner, Martin Steinmann, Stephan Trüby, Jean-Philippe Vassal, Georg
Vrachliotis, Wilfried Wang, Ana Maria Zahariade, Mirko Zardini.
Während bei den Panels über das 20. Jahrhundert in erster Linie die
individuellen Geschichten, Herangehensweisen und Karrieren
dominierten, wurde in den beiden Panels zum 21. Jahrhundert vermehrt
über die gesellschaftspolitische Dimension und soziale Verantwortung
der Architektur und insbesondere die politischen Umbrüche allerorts
gesprochen. Einigkeit herrschte darüber, dass Architektur, die sich
ausschließlich einer kapitalistischen Globalgesellschaft zuwendet,
Gefahr läuft, ihre Glaubwürdigkeit und Eigenständigkeit einzubüßen.
Die Geschichte zu kennen und zu verstehen scheint in jedem Fall
essentiell, um mit den Werkzeugen der heutigen Zeit adäquate
Architektur schaffen zu können. Auch wenn die
DiskussionsteilnehmerInnen die Zukunft der Architektur nicht allzu
rosig einschätzten, so war doch ein optimistischer und kämpferischer
Grundtenor spürbar. Dabei wurde einmal mehr die Bedeutung von
Architekturmuseen als Orte der Diskussion und der Vermittlung von
Architektur unterstrichen.
Honorarfreie Pressefotos von den drei Kongresstagen mit den
Vortragenden und TeilnehmerInnen unter: www.azw.at/presse_kongress
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