Integration: Bundesländerkonferenz kommenden Mittwoch in Kärnten

Themen u.a. einheitliches und verpflichtendes Integrationsprogramm, Ausbau freiwilliges Integrationsjahr - LH Kaiser: Chancen durch frühzeitige Integration nützen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Die Notwendigkeit frühzeitiger, einheitlich geregelter Integrationsmaßnahmen ist ein zentrales Thema bei der kommenden Mittwoch im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung in Klagenfurt unter dem Vorsitz des Kärntner Integrationsreferenten Landeshauptmann Peter Kaiser stattfindenden Konferenz der LandesintegrationsreferentInnen. Zur Konferenz eingeladen ist auch der für Integration verantwortliche Minister Sebastian Kurz.

„Österreich ist gut beraten, sich rasch auf ein bundesländerübergreifendes, einheitliches Integrationsmaßnahmenpaket zu einigen, das für Asylwerber, Asylberechtigte und subsidiär schutzberechtigte Personen gleichermaßen verbindlich ist“, macht Kaiser schon im Vorfeld angesichts der laufenden Verhandlungen zu einem Integrationsgesetz deutlich. Dafür sei es notwendig, eigene Befindlichkeiten und politische Justament-Standpunkte im Interesse aller, insbesondere der österreichischen Bevölkerung, hintanzustellen. „Integration von Anfang an bietet viele Chancen und unverzichtbare Perspektiven für alle Beteiligten, vor allem Österreich könnte davon profitieren“, zeigt sich Kaiser überzeugt.

Allerdings warnt er auch vor den möglichen Folgen, sollte es die Politik aus politischem Standesdünkel nicht schaffen, Integration erfolgreich zu gestalten: „Die Folgen würden von Perspektivenlosigkeit über Verständnis- und Verständigungslosigkeit bis hin zu einer schwierig zu bestehenden Herausforderung für unsere solidarische Gemeinschaft reichen, die schließlich durch den von rechtsnationalen Populisten mit Neid und Zwietracht aufbereiteten Boden ernsthaft in Gefahr geraten würden“, macht Kaiser deutlich und erinnert an Situationen in Pariser und Brüsseler Vororten.

Kaiser spricht sich dafür aus, bereits ab Aufnahme in die Grundversorgung entsprechende Integrationsmaßnahmen bereit zu halten und die Annahme derselben im Gegenzug von Asylwerbenden und Asylberechtigten bzw. subsidiär Schutzberechtigten sowie auch nach Asylgewährung verpflichtend einzufordern. Neben Deutsch- und Werte-bzw. Orientierungskursen sei vor allem auch die Bereitstellung von Möglichkeiten für eine sinnvolle Beschäftigung (u.a. Evaluierung und Ausbau des auf 1.000 Plätze limitierten freiwilligen Integrationsjahres, rasche Qualifikations-Checks und beschleunigte Nostrifizierungsverfahren, Arbeitstrainings und Schnuppertage in Unternehmen) zentral für gelingende Integration.

Die Kosten dafür müsste laut Kaiser der Bund übernehmen, während den Ländern die entsprechende Koordination zukäme. „Ja, Integration ist auch eine Frage des Geldes. Fakt ist aber, dass die Kosten dafür mit Sicherheit niedriger sind, als die Aufwendungen die den Steuerzahlern durch die Folgen fehlender oder mangelhafter Integration entstehen würden“, so Kaiser.
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