- 19.11.2016, 09:11:33
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Integration: Bundesländerkonferenz kommenden Mittwoch in Kärnten
Themen u.a. einheitliches und verpflichtendes Integrationsprogramm, Ausbau freiwilliges Integrationsjahr - LH Kaiser: Chancen durch frühzeitige Integration nützen
Utl.: Themen u.a. einheitliches und verpflichtendes
Integrationsprogramm, Ausbau freiwilliges Integrationsjahr -
LH Kaiser: Chancen durch frühzeitige Integration nützen =
Klagenfurt (OTS/LPD) - Die Notwendigkeit frühzeitiger, einheitlich
geregelter Integrationsmaßnahmen ist ein zentrales Thema bei der
kommenden Mittwoch im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung in
Klagenfurt unter dem Vorsitz des Kärntner Integrationsreferenten
Landeshauptmann Peter Kaiser stattfindenden Konferenz der
LandesintegrationsreferentInnen. Zur Konferenz eingeladen ist auch
der für Integration verantwortliche Minister Sebastian Kurz.
„Österreich ist gut beraten, sich rasch auf ein
bundesländerübergreifendes, einheitliches Integrationsmaßnahmenpaket
zu einigen, das für Asylwerber, Asylberechtigte und subsidiär
schutzberechtigte Personen gleichermaßen verbindlich ist“, macht
Kaiser schon im Vorfeld angesichts der laufenden Verhandlungen zu
einem Integrationsgesetz deutlich. Dafür sei es notwendig, eigene
Befindlichkeiten und politische Justament-Standpunkte im Interesse
aller, insbesondere der österreichischen Bevölkerung,
hintanzustellen. „Integration von Anfang an bietet viele Chancen und
unverzichtbare Perspektiven für alle Beteiligten, vor allem
Österreich könnte davon profitieren“, zeigt sich Kaiser überzeugt.
Allerdings warnt er auch vor den möglichen Folgen, sollte es die
Politik aus politischem Standesdünkel nicht schaffen, Integration
erfolgreich zu gestalten: „Die Folgen würden von
Perspektivenlosigkeit über Verständnis- und Verständigungslosigkeit
bis hin zu einer schwierig zu bestehenden Herausforderung für unsere
solidarische Gemeinschaft reichen, die schließlich durch den von
rechtsnationalen Populisten mit Neid und Zwietracht aufbereiteten
Boden ernsthaft in Gefahr geraten würden“, macht Kaiser deutlich und
erinnert an Situationen in Pariser und Brüsseler Vororten.
Kaiser spricht sich dafür aus, bereits ab Aufnahme in die
Grundversorgung entsprechende Integrationsmaßnahmen bereit zu halten
und die Annahme derselben im Gegenzug von Asylwerbenden und
Asylberechtigten bzw. subsidiär Schutzberechtigten sowie auch nach
Asylgewährung verpflichtend einzufordern. Neben Deutsch- und Werte-
bzw. Orientierungskursen sei vor allem auch die Bereitstellung von
Möglichkeiten für eine sinnvolle Beschäftigung (u.a. Evaluierung und
Ausbau des auf 1.000 Plätze limitierten freiwilligen
Integrationsjahres, rasche Qualifikations-Checks und beschleunigte
Nostrifizierungsverfahren, Arbeitstrainings und Schnuppertage in
Unternehmen) zentral für gelingende Integration.
Die Kosten dafür müsste laut Kaiser der Bund übernehmen, während
den Ländern die entsprechende Koordination zukäme. „Ja, Integration
ist auch eine Frage des Geldes. Fakt ist aber, dass die Kosten dafür
mit Sicherheit niedriger sind, als die Aufwendungen die den
Steuerzahlern durch die Folgen fehlender oder mangelhafter
Integration entstehen würden“, so Kaiser.
(Schluss)
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